Gute Chancen für unsere Jugend am Arbeitsmarkt

AMS-Zweigstellenleiterin Margarete Hartinger: "Jugendliche profitieren vom breiten Ausbildungsangebot."
  • AMS-Zweigstellenleiterin Margarete Hartinger: "Jugendliche profitieren vom breiten Ausbildungsangebot."
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Die positive Entwicklung der letzten Monate am heimischen Arbeitsmarkt geht weiter. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli rund fünf Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Bezirk einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von acht Prozent. Vor allem bei den Jugendlichen unter 25 Jahren ist ein starker Rückgang (minus 21 Prozent) zu erkennen.
Margarete Hartinger, Zweigstellenleiterin des AMS Hartberg-Fürstenfeld sieht den Grund dafür im umfangreichen Ausbildungsangebot. "Je besser die Qualifikation, desto besser sind die Chancen am Arbeitsmarkt." Je geringer die Qualifikation, desto größer sei aber auch die Chance, einmal arbeitslos zu werden." Von den 2.309 als arbeitslos vorgemerkten Personen, geht bei 803 die Ausbildung nicht über den Pflichtschulabschluss hinaus.

Eltern haften für ihre "Kinder"

Seit Juli diesen Jahres gilt deshalb auch die "Ausbildung bis 18".
Schüler, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und sich ständig in Österreich aufhalten, müssen eine weiterführende Ausbildung absolvieren. Erster betroffener Jahrgang sind jene, deren Schulpflicht 2017 endet. Bei den Sanktionen gilt: Eltern haften für ihre Jugend: Erziehungsberechtigte haben Sorge zu tragen, dass ihre Kinder über das neunte Schuljahr hinaus weiter ausgebildet werden. Strafen für die Nichterfüllung werden erst ab 1. Juli 2018 möglich sein.
Informationen dazu bekommen Eltern und Jugendliche über die "Koordinierungsstelle AusBildung bis 18 Steiermark". Diese setzt sich dann mit den Regionalstellen von AMS oder dem Jugendcoaching der Chance B in Verbindung.

Schnittstelle Schule und Beruf

"Wir bemühen uns, Jugendliche an die Ausbildung heranzuführen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden", so Hartinger. Erstes Ziel sei die Lehrstellenvermittlung. Daneben unterstützt das AMS aber auch mit Berufsorientierung, einer Perspektivenwerkstatt, Arbeitsassistenz oder Lehrstellenförderung für benachteiligte Jugendliche, sowie Mädchen, die in männerdominierenden Berufen Fuß fassen möchten. Kostenlose Unterstützung bei Problemen in der Ausbildung, Karriereplanung, Bewerbungscoaching oder auch Begleitung bei Behördenwegen bietet auch das Jugendcoaching.
Derzeit sei die Arbeitsmarktsituation gut. Im Bezirk waren zum Stichtag Ende Juli 432 offene Stellen gemeldet – das ist ein Anstieg um 66,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Mehr offene Lehrstellen

"Derzeit haben wir auch ein sehr gutes Angebot an offenen Lehrstellen", freut sich Hartinger. Auf 67 Lehrstellensuchende kommen 26 sofort verfügbare und 106 Lehrstellen, die in den nächsten Wochen verfügbar werden.
Unternehmen sind verstärkt auf der Suche nach gut qualifizierte Fachkräften. Den größten Bedarf gibt es bei Metall- und Elektroberufen sowie bei Fremdenverkehrsberufen. Hier hätten, so Hartinger, auch Jugendliche momentan die größten Chancen.

Infos zur "Ausbildung bis 18"

- Betroffen sind Jugendliche, die 2017 die Pflichtschule abgeschlossen haben.
- Erziehungsberechtigte sind verantwortlich, dass ihre Kinder über das neunte Schuljahr hinaus weiter ausgebildet werden.
- Strafen für die Nichterfüllung treten ab 1. Juli 2018 in Kraft. Nur wenn Erziehungsberechtigte nachweislich keine Verantwortung übernehmen, soll gegen sie Anzeige erstattet werden.
- Der Strafrahmen beträgt 100 bis 500 Euro beim ersten Verstoß bzw. 200 bis 1.000 Euro im Wiederholungsfall.
- Informationen unter www.kost-steiermark.at,www.chanceb.at und www.ams.at

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