Möglicher Eklat in Eggenburg
Automat vor denkmalgeschütztem Stadtkeller
- Der Automat soll das historische Stadtbild rund um den denkmalgeschützten Stadtkeller am Kremserberg 1 beeinträchtigen.
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In Eggenburg kocht der Streit hoch: Ferdinand Zeitelberger, Obmann des Vereins „Blauer Falter“, kritisiert einen neu aufgestellten Automaten am denkmalgeschützten Stadtkeller am Kremserberg scharf. Während Zeitelberger das historische Stadtbild bedroht sieht, betont der Betreiber die rechtmäßige Aufstellung.
EGGENBURG. Der Streit in Eggenburg rund um einen neu aufgestellten Automaten sorgt derzeit für Diskussionen in der Krahuletzstadt. Ferdinand Zeitelberger, Obmann des Vereins „Blauer Falter“, richtet sich mit einem Schreiben direkt an das Bundesdenkmalamt. Zeitelberger zeigt sich erbost darüber, dass der Automat seiner Ansicht nach das historische Stadtbild rund um den denkmalgeschützten Stadtkeller am Kremserberg 1 beeinträchtigt. Er fordert das Engagement der Behörden, um dem denkmalgeschützten Gebäude wieder ein freies und ungestörtes Blickfeld zu verschaffen.
- Betreiber Fröhlich weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass der Automat ordnungsgemäß bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldet wurde.
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Die Redaktionsleitung von MeinBezirk Horn nahm daraufhin umgehend Kontakt mit dem Betreiber des Automaten, Fabian Fröhlich, auf. Fröhlich weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass der Automat ordnungsgemäß bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldet wurde. „Das Gebäude selbst wurde in keiner Weise berührt, verändert oder beeinträchtigt“, stellt Fröhlich klar. Damit unterstreicht er, dass keine direkte Gefährdung des historischen Stadtkellers besteht und alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden.
Streit um Automaten
Festzuhalten ist, dass der Automat auf einem speziell dafür ausgehobenen und asphaltierten Privatgrundstück errichtet wurde. Dieses Grundstück steht nicht unter Denkmalschutz und unterliegt daher nicht den Einschränkungen, die für den Stadtkeller selbst gelten. Somit handelt es sich um eine legale Aufstellung auf privatem Gelände, die nach den geltenden Vorschriften genehmigt wurde. Die Diskussion dreht sich daher weniger um die Legalität, sondern vielmehr um die optische und kulturelle Wirkung auf das Stadtbild.
- Jarmer betont, dass die Gemeinde in diesem Fall kein Mitbestimmungsrecht besitzt, da es sich um Privatgrund handelt.
- Foto: Philipp Monihart
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Auch Bürgermeisterin Margarete Jarmer (ÖVP) wurde von der Redaktionsleitung zu der Angelegenheit befragt. Sie gab an, erst durch die Kontaktaufnahme von MeinBezirk Horn von dem Konflikt erfahren zu haben. Jarmer betont, dass die Gemeinde in diesem Fall kein Mitbestimmungsrecht besitzt, da es sich um Privatgrund handelt. „Das Denkmalamt wird diese Sache begutachten. Ob der Standort gut oder schlecht gewählt ist, können wir als Gemeinde nicht beurteilen“, so Jarmer. Persönlich gefällt ihr der Automat im Hinblick auf das Stadtbild zwar nicht, dies sei in diesem Fall jedoch zweitrangig.
Behörden und Gemeinde
Das Bundesdenkmalamt wird in den kommenden Wochen prüfen, ob der Automat tatsächlich eine Beeinträchtigung des historischen Stadtkellers darstellt. Die Entscheidung der Behörde wird entscheidend dafür sein, ob Ferdinand Zeitelberger Recht behält oder ob die Aufstellung als unproblematisch eingestuft wird. Für Zeitelberger geht es dabei nicht nur um den einzelnen Automaten, sondern um den Schutz des gesamten historischen Ortsbildes, das ihm als Obmann des Vereins „Blauer Falter“ besonders am Herzen liegt.
- Das Gebäude selbst wurde in keiner Weise berührt, verändert oder beeinträchtigt - der Automat steht auf Privatgrund.
- Foto: Markus Kahrer
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Abschließend bleibt die Situation in Eggenburg spannend: Die Diskussion über den Automaten zeigt, wie sensibel das Zusammenspiel zwischen privatem Eigentum, rechtlichen Vorgaben und dem Schutz historischer Denkmäler ist. Während Fabian Fröhlich auf die Rechtmäßigkeit seines Handelns verweist und Bürgermeisterin Margarete Jarmer die Zuständigkeit klarstellt, bleibt abzuwarten, wie das Denkmalamt die Lage bewertet. Ein möglicher Eklat oder lediglich eine vorübergehende Aufregung – die Krahuletzstadt wird es bald erfahren.
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