"Thema der Woche" - "Agrardiesel"
Bauern im Bezirk Horn stehen unter Druck
- Bäuerliche Betriebe im Bezirk Horn stehen unter Druck!
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Bäuerliche Betriebe im Bezirk Horn stehen unter Druck: Steigende Dieselpreise treffen die Landwirtschaft hart.
BEZIRK HORN. Der Konflikt im Nahen Osten bringt nicht nur die Weltwirtschaft ins Wanken, sondern auch die Existenz der Bauern in Niederösterreich. Die Kosten steigen, Entlastung fehlt. Der NÖ Bauernbund fordert daher rasches Handeln für faire Wettbewerbsbedingungen. Mit dem Auslaufen der Agrardieselmaßnahmen 2025 (siehe "Zur Sache" rechts) zahlen NÖs Betriebe im EU-Vergleich besonders hohe Treibstoffkosten. Gleichzeitig steigen die Preise für Energie und Betriebsmittel, während die Erlöse etwa bei Milch, Fleisch und Getreide sinken. LKNÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager betont: "Österreichs Bauern bezahlen im internationalen Vergleich zu viel für den Diesel. Diese Situation ist eine bäuerliche Existenzfrage." Auch NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek warnt: "Fallende Preise bei steigenden Kosten können nicht lange gut gehen. Wir müssen jetzt die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen."
- Michael Andres bewirtschaftet rund 118 Hektar und zählt damit zu den größeren Betrieben der Region.
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Handlungsbedarf sehen auch die Bauern im Bezirk Horn. Michael Andres bewirtschaftet rund 118 Hektar und zählt damit zu den größeren Betrieben der Region. Er beschreibt die Lage klar: „Die Belastung der landwirtschaftlichen Betriebe ist hoch, sei es Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Weinbau oder Tierhaltung. Die Gewinne unserer Produkte sind sehr gering und werden durch die gestiegenen Kraftstoffkosten weiter reduziert.“ Auch die Versorgungssicherheit bereitet Sorgen.
- Viele Landwirte sind unsicher, ob im Sommer genügend Diesel für die Ernte zur Verfügung steht.
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Viele Landwirte seien unsicher, ob im Sommer genügend Diesel für die Ernte zur Verfügung steht. Der hohe Energiebedarf der Maschinen verstärkt die Situation zusätzlich, etwa bei Traktoren mit rund 13 Litern Diesel pro Stunde oder Mähdreschern mit etwa 20 Litern. Als mögliche Entlastung nennt Andres eine landwirtschaftliche Dieselreduktion, die helfen könnte, die Kosten zu senken. Gleichzeitig verweist er darauf, dass die erhöhten Treibstoffkosten alle Branchen betreffen und daher staatliche Maßnahmen notwendig seien. Auch Kammerobmann Herbert Hofer sieht die Lage kritisch, betont aber die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen. „Vom Krankjammern ist auch noch keiner gesund geworden“, sagt er, weist jedoch gleichzeitig auf strukturelle Probleme hin.
- Auch Kammerobmann Herbert Hofer sieht die Lage kritisch, betont aber die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen.
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Viele Betriebe hätten Einnahmen auf dem Niveau vor rund 40 Jahren, während Kosten wie Energie, Betriebsmittel und Maschinen deutlich gestiegen seien. „Teilweise steht den Betrieben das Wasser bis zum Hals“, so Hofer weiter. Besonders betroffen seien Ackerbaubetriebe, während Weinbau teilweise stabiler bleibe. Hofer fordert daher klare Signale aus der Politik: „Es muss der Finanzminister handeln und das schnell.“
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