Zeitloser Jazz voller Energie
Feinsinniger Jazzabend im Jazzkeller Drosendorf
- Herwig Gradischnig (Saxophon), Dusan Novakov (Schlagzeug), Joschi Schneeberger (Kontrabass) und Robert Schönherr (Piano).
- Foto: JazzClub Drosendorf
- hochgeladen von Markus Kahrer
Im Jazzkeller Drosendorf traf klassischer Jazz auf lebendige Spielfreude. Das Robert Schönherr Quartett zeigte, wie frisch zeitloser Jazz klingen kann.
DROSENDORF. Der Jazzkeller Drosendorf bot erneut den passenden Rahmen für einen Abend, der ganz im Zeichen klassischer Jazztradition stand und dennoch überraschend frisch wirkte. Das Robert Schönherr Quartett, angeführt vom Wiener Pianisten Robert Schönherr, präsentierte sich dabei in außergewöhnlich konzentrierter Spiellaune. Anlass war unter anderem sein 50-jähriges Bühnenjubiläum, das dem Auftritt zusätzliche Bedeutung verlieh. Gemeinsam mit Dusan Novakov am Schlagzeug, Joschi Schneeberger am Kontrabass und Herwig Gradischnig an Tenor- und Sopransaxophon entstand ein musikalisches Zusammenspiel, das von hoher Präzision und spürbarer Vertrautheit geprägt war.
- Robert Schönherr zeigte am Piano sein Können.
- Foto: JazzClub Drosendorf
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Im Verlauf des Abends zeigte sich rasch, wie eng die Musiker aufeinander eingespielt sind. Die Stücke bewegten sich zwischen traditionellen Jazzformen und freien interpretatorischen Elementen, wobei insbesondere Herwig Gradischnig mit variantenreichen Saxophonlinien Akzente setzte. Joschi Schneeberger sorgte am Kontrabass für ein tragendes Fundament, während Dusan Novakov am Schlagzeug mit feinem Gespür für Dynamik und Rhythmus die musikalischen Bögen strukturierte. Robert Schönherr selbst führte das Ensemble am Klavier mit klarer Handschrift durch abwechslungsreiche Arrangements, die Raum für Improvisation ließen.
- Herwig Gradischnig spielte am Saxophon ganz groß auf im Jazzkeller.
- Foto: JazzClub Drosendorf
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Organisiert wurde der Abend von Hannes Fröhlich, der den Jazzkeller Drosendorf einmal mehr als festen Bestandteil der regionalen Kulturszene positionierte. Die musikalische Interaktion des Quartetts entwickelte sich dabei zu einem durchgehend stimmigen Gesamtbild, das sowohl strukturierte Passagen als auch spontane Momente vereinte. Besonders die fließenden Übergänge zwischen Komposition und Improvisation prägten den Charakter des Konzerts und gaben dem Auftritt eine konstante Lebendigkeit.
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