Wandern & Klettern
Sicherheit und Respekt garantieren das Bergerlebnis

Faszination Berg: Nach erfolgreichem Aufstieg den Ausblick genießen, wie hier am Götheweg.
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  • Faszination Berg: Nach erfolgreichem Aufstieg den Ausblick genießen, wie hier am Götheweg.
  • Foto: Foto: Artfabrik
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Das Thema Sicherheit am Berg ist nicht neu. Seit Beginn seiner Erfolgsgeschichte begleitet das Bergsteigen und alpine Hochwandern die Sicherheitsfrage. So hat schon 1931 Luis Trenker in seinem Buch "Meine Berge" die 10 Gebote des Bergsteigens formuliert. Denkansätze, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben.

10 Gebote von Luis Trenker

1) Du sollst keine Bergfahrt unternehmen, der du nicht gewachsen bist, du musst dem Berg überlegen sein und nicht der Berg dir!
2) Du sollst jede Bergfahrt mit Kopf und Hand sorgfältig vorbereiten.
3) Du sollst in den Bergen deine Erziehung und deine Bildung nicht vergessen.
4) Du sollst die Gegend, die du durchwanderst, nicht verunehren, und sollst Gottes große Natur nicht mit Flaschenscherben, Eierschalen, Obstabfällen, Sardinenbüchsen und Unrat verschönern.
5) Du sollst die Bergkameradschaft in hohen Ehren halten!
6) Du sollst die Schutzhütte achten, als wäre es dein Haus und Heim.
7) Du sollst nicht stehlen! Sollst anderen nicht die Ruhe und den Bergfrieden stehlen und nicht die Einsamkeit und die Gipfelaussicht.
8) Du sollst nicht lügen, prahlen, aufschneiden!
9) Du sollst die Ehre deines Vereines wahren, nicht nur des Vereines, dessen Zeichen du trägst, sondern auch der großen Gemeinschaft, die dir die Berge erschloss.
10) Du sollst die Berge nicht durch Rekordsucht entweihen, du sollst ihre Seele suchen!

Gute Ausrüstung sollte beim Wandern und Klettern eine Selbstverständlichkeit sein.
  • Gute Ausrüstung sollte beim Wandern und Klettern eine Selbstverständlichkeit sein.
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Empfehlungen des ÖAV

Der österreichische Alpenverein hat die ebenfalls 10 Empfehlungen für das sichere Bergwandern:
1. Gesund in die Berge
Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.
2. Sorgfältige Planung
Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Touren immer auf die Gruppe abstimmen. Achte besonders auf den Wetterbericht, da Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen.
3. Vollständige Ausrüstung
Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf ein geringes Rucksackgewicht. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, ebenso Erste-Hilfe-Paket und Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Karte oder GPS unterstützen die Orientierung.
4. Passendes Schuhwerk
Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuß und verbessern die Trittsicherheit! Achte bei deiner Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht.
5. Trittsicherheit ist der Schlüssel
Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste Unfallursache! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten von Steinen.
6. Auf markierten Wegen bleiben
Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz und Steinschlag. Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn du einmal vom Weg abgekommen bist. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich: Steile Altschneefelder!
7. Regelmäßige Pausen
Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Genuss der Landschaft und der Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Isotonische Getränke sind ideale Durstlöscher. Müsliriegel, Trockenobst und Kekse stillen den Hunger unterwegs.
8. Verantwortung für Kinder
Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im Vordergrund stehen! Passagen mit Absturzrisiko erfordern eine 1:1 Betreuung durch Erwachsene. Sehr ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.
9. Kleine Gruppen
Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe. Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammen bleiben. Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.
10. Respekt für die Natur
Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen und Schutzgebiete respektieren. Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder Fahrgemeinschaften bilden.

Der Berg ruft in Tirol im Sommer und im Winter.
  • Der Berg ruft in Tirol im Sommer und im Winter.
  • Foto: Foto: Pixabay
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Naturerlebnis

Die Vielfalt der heimischen Natur zu erleben darf ruhig auch als Geschenk gesehen werden. Mit dem nötigen Sicherheitsgedanken und dem Respekt vor Anderen und der Bergwelt steht einem schönen Erlebnis nichts im Wege und vergessen Sie nicht, Mann und Frau grüßen sich in den Bergen.

Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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