Corona - Bezirk Kitzbühel
Weiterer Zunahme bei Corona-Infiziertenzahlen; 13 Tote, 270 Genesene; mit Umfrage

Fallzahlen, Stand: Montag, 23. März, 19 Uhr.
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  • Foto: Land Tirol (Grafik)
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Montag, 30. März, 8.30 Uhr: Bisher 223 Personen im Bezirk Kitzbühel positiv auf Coronavirus getestet.

BEZIRK KITZBÜHEL (jos/niko). Die erste Woche in Heim-Quarantäne ist überstanden. Nun starten wir in die zweite Woche und bieten unseren Lesern weitere Infos und Updates zum Coronavirus. Wir fassen hier Maßnahmen, Entwicklungen, (Hilfs-)Aktionen, Zahlen und Stellungnahmen zusammen.

Montag, 30. März:

> Die Zahl der positiven auf Coronavirus getesteten Personen in Tirol lag am Montag Morgen bei 1.984; 270 Personen waren tirolweit wieder genesen, die Zahl der Todefälle stieg auf 13. Im Bezirk Kitzbühel wurden bislang 223 Personen positiv auf das Virus getestet (letzte verfügbare Zahlen vor Redaktionsschluss der Printausgabe, Anm. d. Red.). Weitere Nachrichten zum Thema "Coronavirus im Bezirk Kitzbühel" lesen Sie hier.

Sonntag, 29. März:

> Bis Sonntag Abend (20 Uhr) stieg die Zahl der positiven Corona-Testergebnisse auf 1.948, im Bezirk Kitzbühel auf 218.
> Zur Erklärung der Zahlen: Bei der vom Land Tirol ausgegebenen Gesamtzahl der Corona-infizierten Personen ist die Zahl der wieder genesenen Personen bereits abgezogen. Genau so ist es auch bei den Bezirkszahlen. Im Gegensatz dazu führt das Gesundheitsministerium bei der Gesamtzahl alle jemals positiv getesteten Personen an, ohne dabei die wieder Genesenen abzuziehen. Daraus ergibt sich ein zahlenmäßige Unterschied.

> Aufruf an Personen, die im März bei Entertainment-Veranstaltung in Westendorf waren;
Nachdem die Gesundheitsbehörden Kenntnis davon erlangt haben, dass ein in Tirol tätiger Entertainer im März sieben Auftritte in Tirol hatte und nun positiv auf das Coronavirus getestet wurde, ergeht ein öffentlicher Aufruf an mögliche Kontaktpersonen. Zwei Auftritte fanden am 5. und 12. März in der "Moskitobar", einer am 13. März im "Jakobwirt", jeweils in Westendorf, statt.

Samstag, 28. März:

> Bis zum Freitag Abend, 19 Uhr, stiegen die Zahlen positiv getesteter Personen tirolweit auf 1.800, im Bezirk Kitzbühel auf 166. Zahl der Todesfälle: 9. Zahl der Genesenen: 194 (lt. Landes-Pressemeldung vom Samstag).

> Westendorf: Zwei im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getestete Männer aus dem Bezirk waren in der Westendorfer Skihütte "Alte Mittel" tätig und zeigten bereits von 10. bis 15. März grippe-ähnliche Symptome. Daher ruft die BH Kitzbühel alle Personen auf, die sich in diesem Zeitraum in dem Lokal aufgehalten haben, auf ihren Gesundheitszustand zu achten. Sollten bei Betroffenen Symtome aufgetreten sein, sollten diese umgehend die Gesundheitsberatung 1450 oder die Gesundheitsbehörden in ihren Heimatländern kontaktieren“, so BH Michael Berger. Da einer der beiden Männer am 12. März außerdem die „Karatbar“ besuchte, erstreckt sich der Aufruf auch auf Personen, die sich am selben Tag in dieser Bar befunden haben.

Freitag, 27. März:

> Update Zahlen: Die Zahl der positiven Coronavirus-Testergebnisse stieg bis Freitag, 27. 3., 8.30 Uhr, auf 1.689 tirolweit; 143 Personen waren wieder genesen; es gibt mittlerweile sechs Todesfälle. (+2). Im Bezirk Kitzbühel lag die Zahl der positiven Testungen bei 153 (+8 gegenüber dem Vortag). Die zwei weiteren Verstorbenen waren zuletzt im BKH St. Johann betreut worden.

> Ohne Maßnahmen? "Klar ist, dass die Zahl der Neuinfektionen ohne die restriktiven Maßnahmen zwei bis drei Mal so hoch wäre. Ich appelliere an alle, die Vorgaben des derzeitigen Systems durchzuhalten und so Leben zu retten", betont Prof. Günter Weiss, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin.

Donnerstag, 26. März:

> Update Zahlen: Am Donnerstag, 26. 3., 8 Uhr, betrug die Zahl der positiven Coronavirus-Testergebnisse in Tirol bei 1.530; 59 Personen waren wieder genesen, die Zahl der Todesfälle blieb mit vier gleich. Im Bezirk Kitzbühel stieg die Zahl positiv Getesteter auf 145.

> Stadt Kitzbühel schnürt Soforthilfe-Maßnahmepaket: Die Stadt Kitzbühel schnürte für die Kitzbüheler ein Corona-Maßnahmepaket in Höhe von zwei Millionen Euro. Es beinhaltet: > die Aussetzung der Einhebung der Kommunalsteuer für alle Betriebe für die Monate März/April/Mai bis 15. Dezember; > 25 % Gutschrift auf Wasser- und Kanalbenützungsgebühr in der Jahresabrechnung 2020; > Kabel-TV und Internet-Beitrag – keine Vorschreibung an heimische Privathaushalte und Firmen von April bis Dezember; > Erlass der Beiträge für Kindergarten, Kindergartenbus und Kinderkrippe/Schülerhort/Schülerstube für heimische Kinder für das laufende Kindergarten- bzw. Schuljahr; > Erlass der Nutzungsentgelte für Gastgärten für das Jahr 2020.
Lob für das Maßnahmepaket gab es von NEOS-Klubobmann Domink Oberhofer: "Auch wenn wir in der Vergangenheit nicht unbedingt an Kritik am Kitzbüheler Bürgermeister gespart haben, so sind die nun gesetzten Schritte jedenfalls lobend hervorzuheben. Die Tiroler Gemeinden können sich von diesem Entlastungspaket einiges abschauen."

> Screenings: Neun mobile Screening-Teams und sechs stationäre Screening-Straßen sorgen in ganz Tirol für eine bestmögliche Abwicklung der Testungen auf das Coronavirus. Eine der stationären Screening-Straßen befindet sich am Bezirkskrankenhaus St. Johann (jew. zwischen 10.30 und 16 Uhr, für Privatpersonen nur mit SMS-Überweisung der Leitstelle).

> Spar hilft Gemeinden: "Spar" bietet nun allen Gemeinden in Tirol Unterstützung bei der „Nachbarschaftshilfe“ an. Gemeinden, die gemeinsam mit Freiwilligen oder Vereinen eine Hauszustellung von Lebensmitteln einrichten möchten, können unkompliziert bei Spar, Eurospar oder Interspar in ihrem Ort Lebensmittel einkaufen. Abgerechnet wird mit Gutscheinkarten oder nach Ende der Ausgangsbeschränkungen. Spar hat alle Gemeinden darüber informiert, diese können sich jederzeit in der Spar-Zentrale Wörgl melden. Erste Gemeinden (u. a. Hopfgarten) haben diesen Service bereits gestartet.

Mittwoch, 25. März:

> Weiterer Anstieg: Bis Dienstag Abend stieg die Zahl der positiven Coronavirus-Stestergebnisse in Tirol auf 1.263. 42 Personen sind mittlerweile genesen, vier Menschen sind verstorben. Im Bezirk Kitzübhel stieg die Zahl auf 116 positiv Getestete. Bis Mittwoch (9.45 Uhr) stieg die Zahl im Bezirk leicht auf 118, tirolweit auf 1.376 (42 genesen landesweit).

> Trauerhilfe: In Zeiten der Corona-Krise sieht es die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft als dringliche Aufgabe, Trauernde nicht alleine zu lassen. Daher werden die kostenlosen Einzelgespräche der Kontaktstelle Trauer weiterhin über Telefon oder über andere digitale Kommunikationskanäle angeboten. Das Angebot steht allen trauernden Menschen zur Verfügung, unabhängig davon ob der Verlust schon länger zurückliegt und ob eine Verabschiedung möglich war oder nicht.
Anm.: office@hospiz-tirol.at / 0676/88188500.

Dienstag, 24. März:

> Bis Dienstag, 8.30 Uhr, stieg die Zahl der positiven Coronavirus-Testergebnisse tirolweit auf 1.183; neun Personen sind mittlerweile genesen, zwei verstorben. Im Bezirk Kitzbühel stieg die Zahl der Infizierten auf 102.

> Online-Handel: Viele heimische Unternehmen, darunter auch Handel, sind auf Verkäufe im Onlinehandel angewiesen und konkurriere dabei mit den großen internationalen Online-Riesen.
Um zumindest einen Teil des Umsatzengangs abzuwenden, wurden von LR Patrizia Zoller-Frischauf über die Standortagentur Tirol sowie die Landesinitiative digital.tirol eine neue Plattform mit dem Namen www.wirkaufenin.tirol entwickelt. Über diese Plattform können die Tiroler  nach Gemeinden,nach Warengruppen oder nach einzelnen Produktgruppen sortiert suchen und direkt in den Onlineshop des heimischen Anbieters gelangen.
Tiroler Unternehmen können sich kostenlos eintragen. Jenen Betriebe, die keinen Onlineshop haben, aber telefonische Bestellungen annehmen, steht dieser Service ebenso zur Verfügung.
Tiroler IT-Unternehmen, die andere Betriebe zum Thema Onlinehandel beraten, sind ebenfalls über die neuw Plattform erreichbar.

> Zusätziche Zuggarnituren: Ab morgen werden von Landeck, Wörgl und Kufstein zusätzliche Zuggarnituren in der Morgenspitze fahren, um den Pendlern mehr Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen, um so den Gesundheitsabstand zu den Mitreisenden einhalten zu können.

> Viel mehr Arbeitslose: "In den letzten Monaten und im Vorjahr gab es eigentlich fast nur gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Seit 13. März ist alles anders. Es ist wie bei einer Autofahrt, wenn man mit hoher Geschwindigkeit eine Vollbremsung macht", so AMS-Leiter Manfred Dag.
Von 13. März bis zum 18. 3. verzeichnete das AMS Kitzbühel bereits mehr als 1.400 Arbeitslosmeldungen. Jeden Tag meldeten sich rund 400 Personen neu arbeitslos. Innerhalb einer Woche stieg die Zahl der Neumeldungen auf 2.100 (Stand 21. 3.).
"Wir ersuchen die Betriebe, bevor sie ihre Mitarbeiter kündigen, sich über das neue Kurzarbeitsmodell zu informieren. Es gibt auch viele Anfragen dazu. Die Regierung und die Sozialpartner haben das Modell noch einmal nachgebessert", so Dag. Informationen dazu auf: www.ams.at

Montag, 23. März:

> Maßnahmen für Kulturschaffende: Das Land Tirol hat kürzlich Sofortmaßnahmen zur Entlastung von Fördernehmern im Kunst- und Kulturbereich beschlossen. "Ich bin in Abstimmung mit anderen Ländern und dem Bund, um gemeinsam Lösungen zu finden, um einen nachhaltigen Schaden für die Kunst- und Kulturszene abzuwenden", so LR Beate Palfrader.
Bedingt durch die Situation müssen zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden. Damit verbunden sind Kosten, die bis zur Absage entstanden sind, sowie Kosten der Rückabwicklung.
Diese können im Rahmen der Förderung anerkannt werden und sind entsprechend zu belegen und nachzuweisen. Im Sinne der Planungssicherheit und zur unbürokratischen Abwicklung von Förderverfahren bei einer Verschiebung von Veranstaltungen werden Förderzusagen pauschal um ein Jahr verlängert.

> Anstieg der positiven Ergebnisse: Um 19 Uhr wurde durch das Land Tirol bekanntgegeben, dass im Bezirk Kitzbühel 98 Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden (Positive Ergebnisse in Tirol: 1.131).


> Im Bezirk Kitzbühel wurden bisher (9 Uhr) 88 Personen positiv auf das Virus getestet. Mit der Zunahme an Testungen steigt naturgemäß auch die Zahl der Coronafälle im Bezirk (Vergleich: Freitag, 20. 3.: 37 Fälle). Tirolweit gab es 1.020 positive Testergebnisse. 7.850 Testungen wurden bisher durchgeführt, von denen bei 6.231 das Ergebnis vorlag (in Auswertung: 1.619).
Beispiel Stadt Kitzbühel: Mit Stand 22. 3., ca 20 Uhr, 21 positiv Getestete; Testergebnis negativ 81, noch offen 26; eine Person genesen.

> Unterschiedliche Fallzahlen:
Der Unterschied in den Fallzahlen des Bundes und des Landes Tirol erklärt sich durch die Falldefinition, die der Bund nach der Weltgesundheitsorganisation ausgerichtet hat. Die WHO zählt in einem Land jene Fälle, die hier auch ihren Hauptwohnsitz haben. Das Land Tirol hingegen zählt jeden festgestellten Infizierten, egal wo er seinen Hauptwohnsitz hat. Da gerade zu Beginn der Coronavirus-Krise noch viele Touristen in Tirol anwesend waren, sind die Fallzahlen des Landes durch die Mitzählung der erkrankten Gäste höher.

> Erste Todesfälle in Tirol: In Tirol sind die ersten zwei Corona-Todesfälle zu beklagen. In St. Anton verstarb ein 78-jähriger Hochrisikopatient (bereits am 19. 3.).
In der Nacht von Sonntag auf Montag ist an den Tirol Kliniken eine 86-jährige Frau verstorben. Sie wurde bereits mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion von der Intensivstation in St. Johann an die Klinik Innsbruck überstellt. Die Frau galt aufgrund ihrer Vorerkrankungen und einem beeinträchtigten Immunsystem als Hochrisikopatientin.

> Der Rettungsdienst Tirol ist derzeit zwar stark gefordert, stellt jedoch die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung auch bei der nun für ganz Tirol geltenden Quarantäne sehr gut sicher. Die Versorgung ist in allen Bezirken flächendeckend gegeben. Zudem übernimmt der Rettungsdienst weitere Aufgaben zur Sicherstellung der Gesundheit in der Bevölkerung.
Das Notarztwesen besteht einerseits aus den Notarzthubschraubern und andererseits aus dem bodengebundenen Notarztwesen. Auf dieses wird derzeit überwiegend zurückgegriffen. Die Transporte mit dem Notarzthubschrauber versucht man so gering wie möglich zu halten.
Fallzahlen in den einzelnen Gemeinden?

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