WK Kitzbühel, Neujahrsempfang
Ein Prosit auf ein (positiveres) 2026er-Jahr

Prosit 2026 hieß es beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Kitzbühel. | Foto: Nikolaus Kogler
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  • Prosit 2026 hieß es beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Kitzbühel.
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Pressegespräch und Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Kitzbühel; gedämpft optimistischer Ausblick, Kampagnen am Start.

KITZBÜHEL, BEZIRK. Sein erstes Neujahrs-Pressegespräch und den ersten Neujahrsempfang absolvierte Neo-Obmann der Kitzbüheler Wirtschaftskammer-Bezirksstelle am 8. Jänner gemeinsam mit WK-Tirol-Präsidentin Barbara Thaler.

"Ich bin als WK-Obmann sozusagen ins kalte Wasser gehüpft. Insgesamt war es für alle kein leichtes Jahr, ich bin aber guter Dinge, den Karren wieder in Fahrt zu bringen, vor allem Dank der vielen engagierten Unternehmer",

so Huber einleitend. Als Jahres- und darüber hinausgehendes Motto stellen Huber und Thaler „Wertschöpfung verdient Wertschätzung“ in den Fokus, gebündelt in einer breit angelegten Medienkampagne unter dem Stichwort „Zusammen:mehr", die gemeinsam mit zwei heimischen Agenturen entworfen wurde.

"Die Leistungen der Unternehmen verdienen wieder mehr Wertschätzung; sie investieren 5 Milliarden € pro Jahr, bilden 10.000 Lehrlinge aus und zahlen 21 Milliarden € an Löhnen aus",

erklärte Thaler dazu. Sie streifte auch die jüngsten Turbulenzen in der Kammer:

"Es war ein ruppiger November. Wir werden alles hinterfragen, sollten aber auch unsere Leistungen hervorheben. Zuvorderst muss jedenfalls die Serviceleistung für unsere Mitglieder stehen."

Zur aktuellen Situation erklärte Thaler, dass die Stimmung in der Unternehmerschaft besser werde, Situation und Zahlen stabilisieren sich; in Tirol sei heuer ein Wachstum von 1,5 % erreichbar, man blicke vorsichtig optimistisch voraus, es gebe aber noch keine Entwarnung. Die Branchen entwickeln sich unterschiedlich. Der Tourismus laufe gut und sei eine wirtschaftliche Stütze, auch der Handel entwickle sich gut, während Industrie und Gewerbe (v. a. der Bau, Anm.) Sorgenkinder bleiben.
Sie beklagt, dass der Standort gegenüber dem benachbarten Mitbewerb (v. a. Deutschland) zu teuer geworden sei. Es gelte, die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern, die Lohnkosten und die hohe Abgabenquote (43,3 %) zu senken und Bürokratie abzubauen. 

Drei Bezirks-Schwerpunkte

Für die Wirtschaft im Bezirk fokussiert sich Huber auf drei Schwerpunkte. Im Bereich Infrastruktur/Straßenbau gelte es, Arbeiten in die Nacht zu verlegen, um am Tag den Verkehrsfluss nicht zusätzlich zu behindern. Hier sei bereits gegenüber dem Baubezirksamt Überzeugungsarbeit gelungen. Im Bereich „Lehrlinge“ und angesichts sinkender Lehrlingszahlen werde man sich stärker auf erfolgreiche Formate konzentrieren und diese verstärkt begleiten.

"Weniger Gießkanne ist angesagt; da wo der Output stimmt, intensivieren wir unsere Unterstützung."

Beim Thema „Freizeitwohnsitze“ wolle man Überzeugungsarbeit leisten, welche ökonomische Bedeutung diese für die Region haben. Dazu wurden zwei Agenturen für eine Kampagne engagiert.

"Wir müssen hier Emotionen rausnehmen und Fakten kommunizieren. Laut Studie liegt die nachhaltige Wertschöpfung in der Region bei 192 Mio. € jährlich, das ist fast eine Milliarde € in fünf Jahren; daran hängen zudem 1.780 Arbeitsplätze, und dabei ist die Immo-Wirtschaft gar nicht eingerechnet",

so Huber.
Keineswegs wolle man jedoch „Illegales reinwaschen“, man solle aber nicht aufbauschen, sondern versachlichen und nicht nur in schwarz-weiß reden, sondern alle Seiten betrachten und abwägen. Es gelte, auf die Landesregierung einzuwirken, gesetzliche Änderungen herbeizuführen.
Beim Neujahrsempfang wurden auch verdiente Persönlichkeiten geehrt – Bericht folgt!
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