29.03.2017, 13:31 Uhr

Vamed setzt weltweiten Höhenflug fort

Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der Vamed AG (Foto: Vamed/Schedl)

2016 war für den international tätigen Gesundheitskonzern ein äußerst erfolgreiches Jahr.

ÖSTERREICH. Im 35. Jahr seines Bestehens hat der Gesundheitskonzern, der in 79 Ländern tätig ist, erneut einen Auftragsrekord verzeichnet. Damit geht auch eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent auf 1,16 Milliarden Euro einher. Das Betriebsergebnis kletterte im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 69 Millionen Euro. "2016 war trotz herausfordernder Bedingungen ein äußerst erfolgreiches Jahr. 2017 wird das auch so bleiben", sagte Ernst Wastler, Vorstandsvorsitzender der Vamed AG, bei der Präsentation der Jahresbilanz in Wien.

Meilensteine: Berliner Charité und Markteintritt auf die Insel

Auf den erfolgreichen und termingerechten Abschluss der Sanierung und Erweiterung des größten deutschen Universitätskrankenhauses, der Berliner Charité, sei man besonders stolz, "denn das ist in Berlin bei Großprojekten keine Selbstverständlichkeit", so Wastler. Ein weiterer Meilenstein ist der Markteintritt in Großbritannien – trotz Brexit. Dort ist die Vamed im Rahmen eines Joint Venture mit dem britischen Klinikbetreiber Circle Health in den britischen Rehabilitationsmarkt eingetreten und hat vor, weitere Reha-Zentren aufzubauen, die von der National Health Service, dem staatlichen Gesundheitsdienst in Großbritannien, ausgeschrieben werden sollen.

Volle Auftragsbücher

Im Inland wurde der Konzern mit dem Umbau und der Erweiterung des Uniklinikums St. Pölten mit einem Auftragsvolumen in der Höhe von 189 Millionen Euro beauftragt. In Wien errichtet Vamed für das Krankenhaus Hietzing und das SMZ Ost Strahlentherapie-Einrichtungen für Krebspatienten. Ein weiteres Projekt ging in Salzburg an die Vamed: In St. Veit im Pongau soll eine familienorientierte Kinderrehabilitation nach Krebs- und Stoffwechselerkrankungen entstehen.

Arbeitsplatzmotor im In- un Ausland

Vamed ist ein österreichisches Unternehmen, das zu 77 Prozent dem deutschen Gesundheitsunternehmen Fresenius und zu 13 Prozent über die ÖBIB dem Staat Österreich gehört. Laut Wastler fließen 50 Prozent des Umsatzes, also rund 500 Millionen Euro, direkt in die österreichische Wirtschaft. Aufträge für Leistungen gehen an etwa 3000 österreische KMUs. Der Konzern beschäftigt weltweit 17.400 Mitarbeiter, 6.000 davon in Österreich. 2016 wurden laut Vamed 170 zusätzliche Arbeitsplätze im Land geschaffen. Durch die indirekte Wertschöpfung, die sich auf 700 Millionen Euro belaufe, seien weitere 7.100 Arbeitslplätze in Österreich entstanden, so Wastler.

Erweiterung der Therme Laa

Neben seiner weltweit führender Tätigkeit als Gesamtanbieter für Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen ist Vamed auch im Bereich Gesundheitstourismus tätig und betreibt in Österreich acht Thermenressorts mit jährlich über 3,1 Millionen Gästen. Im Weinviertel eröffnete Vamed sein jüngstes Spa im Rahmen der Erweiterung der Therme Laa im Weinviertel.
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