Die fünf größten Fehler im Umgang mit pyrotechnischen Produkten

Wir wünschen eine unfallfreie Silvesternacht! | Foto: KK
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Auch in der Südsteiermark passieren in der Silvesternacht leider alljährlich schwere Unfälle. Um sich selbst und andere Personen zu schützen, sollte man im Umgang mit pyrotechnischen Produkten Einiges beachten.

Bunte Raketen und Kracher gehören für die meisten Österreicher untrennbar zu Silvester dazu. Gerne wird das Feuerwerk am Nachthimmel dabei nicht nur beobachtet, sondern auch selbst gezündet. Damit die feierliche Stimmung in der Silvesternacht erhalten bleibt, gilt es dabei sehr achtsam zu sein und wichtige Sicherheitsaspekte zu beachten. „Tödliche Unfälle sind glücklicherweise selten: In den letzten 19 Jahren sind in Österreich insgesamt 7 Personen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern tödlich verunglückt. Dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen, die folgenschwere Verletzungen nach sich ziehen“, weiß Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Pyrotechnikartikel sind nicht zu unterschätzen. Um das Verletzungsrisiko für sich selbst und andere Personen zu minimieren, sollte man sich unbedingt genau mit der richtigen Handhabung vertraut machen und Feuerwerkskörper nur gemäß den gesetzlichen Vorschriften verwenden.“

KFV-Sicherheitstipps für Raketenschießer

- Kaufen Sie Feuerwerksartikeln nur im Fachhandel und achten Sie auf das Vorhandensein einer deutschsprachigen Gebrauchsanweisung sowie der vorgeschriebenen Kennzeichnung. Schweizer Kracher, die einen Blitzknallsatz enthalten, dürfen seit 2013 nicht mehr in Verkehr gebracht sowie seit 2016 auch nicht mehr verwendet werden.
- Lagern Sie Raketen bis zur Silvesternacht an einem kühlen und trockenen Ort. Bewahren Sie diese niemals in der Kleidung auf.
- Befolgen Sie immer die Gebrauchsanweisung. Diese muss in deutscher Sprache verfasst sein und sich entweder auf dem Feuerwerksartikel oder auf der kleinsten Verpackungseinheit befinden. Nehmen Sie keine Selbstbasteleien vor!
- Behalten Sie einen klaren Kopf – feuern Sie im alkoholisierten Zustand keine pyrotechnischen Artikel ab oder überlassen Sie das Zünden von Feuerwerken nur Silvestergästen, die einen klaren Kopf behalten haben.
- Halten Sie immer einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher bereit.
- Beachten Sie allfällige Verbotszonen! So ist die Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 im Ortsgebiet ganzjährig verboten.

KFV-Sicherheitstipps für Zuschauer

- Verfolgen Sie das Geschehen sicherheitshalber nur aus größerer Entfernung.
- Halten Sie sich keinesfalls in Schussrichtung der Raketen auf.
- Halten Sie Handtaschen geschlossen, achten Sie auf Kapuzen – Raketen und Knallkörper können die Kleidung entzünden. Taschen und Kapuzen sind besonders gefährdet.
- Schließen Sie Fenster, Balkon- und Haustüren, damit „Irrläufer“ nicht in die Wohnung oder in das Haus eindringen und dort Brände verursachen können.
- Lagern Sie in unmittelbarer Nähe des Hauses keine (leicht) brennbaren Materialien, welche durch Irrläufer entzündet werden können.
- Brennbare Materialien auf Loggien und Balkonen sind durch Irrläufer besonders gefährdet – räumen Sie diese in der Silvesternacht weg!

Das sind die 5 größten Fehler im Umgang mit pyrotechnischen Produkten:
- Kauf und Verwendung nicht zugelassener Produkte: Die Gefahr, welche von nicht geprüften und nicht zugelassenen pyrotechnischen Produkten ausgeht, ist nicht kalkulierbar. Die Verwendung kann für Sie oder andere Personen lebensbedrohlich sein.
- Zu geringe Sicherheitsabstände zu anderen Personen und Objekten: Für jedes pyrotechnische Produkt gibt es einen (auf der Packung eigens angegebenen) erforderlichen Mindestsicherheitsabstand, der unbedingt eingehalten werden muss.
- Ungeeignete Abschussvorrichtungen: Raketen niemals mit dem Stab in den Erdboden oder in einzeln stehenden Flaschen stecken. Raketen müssen leichtgängig ohne Widerstand aufsteigen können.
- Zu nahe am Körper zünden: Anzünden immer mit möglichst großem Körperabstand.
- Noch einmal probieren: Pyrotechnische Versager („Blindgänger“) niemals ein zweites Mal anzünden, weiter verwenden oder gar nachsehen, was denn da los ist.

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