Gralla
Fasan-Voliere unter Beschuss

Johann Hierzer, Obmann der Jagdgesellschaft in Gralla.
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  • Johann Hierzer, Obmann der Jagdgesellschaft in Gralla.
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Der Verein gegen Tierfabriken kritisiert Voliere in Gralla. Jäger ergreifen das Wort.

Vor wenigen Tagen erhielt der Verein gegen Tierfabriken (VGT) eine anonyme Meldung über etliche Fasane, die in der Nähe der Autobahn A9 in einem Waldstück bei Gralla versteckt gewesen sein sollen. Kampagnenleiter David Richter schaltete die Polizei ein, und der Amtstierarzt kontrollierte vor Ort. Im Anschluss wurden die Tiere laut dem VGT befreit, da die Unterbringung der Fasane den Anforderungen des Tierschutzgesetzes und der Tierhaltungsverordnung widerspreche. Richter erklärt: „Ausgewachsene Fasane müssen auf mindestens acht Quadratmetern pro Tier gehalten werden. Vorgefunden haben wir gut 30 Fasane und einige Hühner auf gerade einmal weniger als 50 Quadratmetern eingesperrt. Wir vermuten hier einen starken Zusammenhang zur Fasanenjagd in der Steiermark."

Jägerschaft wehrt sich

"Die Fasane mussten nicht befreit werden. Die Jäger der Jagdgesellschaft von Gralla sind sehr bemüht, ihre jagdlichen Aktivitäten in Einklang mit sehr vielen anderen Naturnutzern zu bringen. Es ist daher sehr verwunderlich, dass den Jägern vorgeworfen wird, illegal in einem Waldstück Jungfasane zu züchten", betont Johann Hierzer, Obmann der Jagdgesellschaft Gralla. Richtigerweise handle es sich um eine Voliere, wo ca. 25 Jungfasane ausgewildert werden. "Diese Voliere besteht aus zwei Teilen, ein kleiner Bereich für die Jungtiere, damit diese speziell bei schlechter Witterung Schutz finden, und ein größerer Bereich von ca. 800 Quadratmetern, wo die Tiere jederzeit ein- und auswechseln können und gleichzeitig eine gute Deckung vorfinden", betont Hierzer. Das bemängelte überspannte Hagelnetz im Bereich der kleinen Voliere sei mittlerweile entfernt, die Fasane können sich völlig frei bewegen, sowohl in der Voliere als auch außerhalb.

VGT erstattete Anzeige

Aufgrund einer Anzeige des VGT bei der Behörde kam es zu einem Lokalaugenschein mit Polizei und Amtstierarzt. Hierzer: "Wie der Amtstierarzt feststellen konnte, waren die Tiere in einem sehr gesunden Zustand und hauptsächlich außerhalb der Volierenanlage zu sehen. Gleichzeitig konnte die Behörde artgerechtes Futter und genügend Wasserstellen vorfinden. Von einer misslichen Lage, wie von David Richter behauptet, kann keine Rede sein." Im Übrigen ist diese Auswilderung von Jungfasanen der Behörde auf dieser Anlage lt. Meldung gemäß § 59 (1a) Stmk. JG vom 06.05.2019 gemeldet und auch genehmigt worden. "Diese Volierenanlage besteht bereits über 30 Jahre und ist auch der Bevölkerung in Gralla bekannt. Es ist der Jägerschaft von Gralla ein großes Anliegen, den Bestand an Fasanen zu erhalten. Dies erfordert hohe Kompetenz sowie Engagement, damit auch in Zukunft Fasane in Gralla vorkommen. Es ist bedauerlich, dass eine anonyme Anzeige beim VGT eingegangen ist. Daher ist es uns Jägern nicht möglich, persönliche Gespräche zu führen. David Richter (VGT) hat ebenfalls kein Interesse an einem persönlichen Gespräch, da vom Verein ein generelles Verbot für Niederwildjagden als Hauptziel verfolgt wird. Diese Kampagne richtet sich vermeintlich ausschließlich gegen die Jagd", kritisiert Hierzer.

Zum Vorfall: VTG veranlasst Befreiung von Fasanen in Gralla

Johann Hierzer, Obmann der Jagdgesellschaft in Gralla.
Die Fasanenhähne und -hennen in der Voliere.
Autor:

Waltraud Fischer aus Leibnitz

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