Immer weniger Flüchtlinge im Bezirk Leibnitz

Im Flüchtlingsheim "Welcome Lebring" sind mittlerweile keine Minderjährigen mehr untergebracht.
  • Im Flüchtlingsheim "Welcome Lebring" sind mittlerweile keine Minderjährigen mehr untergebracht.
  • hochgeladen von Eva Heinrich

Im Herbst 2015 erschütterte die Flüchtlingswelle an der Grenze von Spielfeld ganz Österreich und natürlich auch den Bezirk Leibnitz. In zahlreichen Gemeinden wurden Flüchtlingsheime errichtet. Doch wie sieht es jetzt, zwei Jahre danach, aus? Haben sich die Flüchtlinge integriert? Sind sie überhaupt noch in der Region oder sind sie schon weitergezogen? Die WOCHE fragte bei einigen Gemeinden zum aktuellen Stand der Dinge nach.

Blick nach Lebring

Die Marktgemeinde Lebring war mit ihrem Heim "Welcome Lebring", in dem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) untergebracht waren, ein Vorreiter in der Region. Bis zu 45 Jugendliche fanden hier ein Zuhause. Mittlerweile sind hier keine Jugendlichen mehr, sondern nur mehr Erwachsene. "Derzeit sind hier 35 Erwachsene untergebracht, wobei auch einige der Jugendlichen nach ihrer Volljährigkeit hier geblieben sind", informiert Ursula Gruber von der Marktgemeinde. Probleme mit den Nachbarn und den anderen Mitbürgern gibt es nicht. "Wir suchen ständig das Gespräch mit allen Beteiligten, und so können kleine Unstimmigkeiten schnell bereinigt werden", so Gruber.

Rückgang in Leibnitz

In der Stadtgemeinde Leibnitz kann ein kontinuierlicher Rückgang an Flüchtlingen berichtet werden. "Aktuell haben wir in der Stadtgemeinde 153 Flüchtlinge. Zu den Hochzeiten waren es mehr als 200", gibt Bgm. Helmut Leitenberger Auskunft. Wohin die Flüchtlinge gegangen sind, ist nicht klar. "Einige von ihnen wurden zurückgeschickt, manche sind in größere Städte weitergezogen", so Leitenberger, der betont: "Für die Integrationsbeihilfe werden nur acht Prozent des Sozialbudgets ausgegeben."

Nur mehr eine Familie

In der Marktgemeinde Gleinstätten gab es ein Flüchtlingsheim, in dem 38 Asylwerber untergebracht waren. "Das ist allerdings schon seit einem Jahr geschlossen. Wir haben nur mehr im Ortsteil Dornach eine Flüchtlingsfamilie", so Bgm. Franz Koller.
Ein Auf und Ab bei der Anzahl der Flüchtlinge gibt es in Oberhaag. Die Höchstzahl betrug hier 72 Asylwerber, aktuell sind 61 in der Gemeinde gemeldet, wobei die Zahl zwischenzeitlich schon deutlich niedriger war. Die 61 Flüchtlinge sind auf vier Standorte verteilt, und ein großer Teil davon wohnt an der Grenze zu Arnfels. Generell spricht man auch hier von einer rückläufigen Anzahl an Flüchtlingen.

Zum Artikel meldete sich ein Nachbar aus Lebring zu Wort. Hier seine Eindrücke

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