Herbstzeit ist Erntezeit
In der Winzerschaft gärt es

In der südsteirischen Winzerschaft gärt es. Nicht nur, weil die „großen“ Weinerzeuger weite Waldflächen roden dürfen (wollen), um Reben zu pflanzen und weil man den „kleinen“ behördliche Schwierigkeiten macht, wenn sie nur 30 ar auspflanzen wollen. Viele Trauben-Erzeuger, die nur bescheidene Rebflächen von ein bis zwei Hektar besitzen und ihre Ernte nicht selber einpressen können, bangen um den Lohn für ihre ganzjährige Arbeit im Weingarten.

Einige der Großbetriebe, die bisher ihre Ware gekauft hatten, haben heuer abgewunken: Die eigenen Lager, so argumentieren die bisherigen Käufer, sind nach zwei starken Ernten randvoll, die neue Lese verspricht eine auch mengenmäßig gute Lesemenge, weshalb sie diesmal kein Rebenmaterial zukaufen möchten. Die WOCHE erkundigte sich bei drei der bekanntesten Trauben-Zukäufer in der Steiermark.

Das sagen die großen Traubenabnehmer

Als weitaus größter Trauben-Abnehmer gilt das Weingut Schneeberger in Heimschuh. Betriebs-Chef Johann Schneeberger verspricht: „Wir werden heuer viel, viel mehr Trauben zukaufen als im Vorjahr.“ Er hat mitbekommen, dass einige Großbetriebe diesmal keine Kontingente mehr von Trauben-Produzenten übernehmen wollen. Schneeberger will, wie er sagt, jenen kleinen Weinbauern helfen, die heuer von ihren bisherigen (oft jahrelangen) Partnern im Stich gelassen werden. „Wir haben unsere Lagerkapazität gewaltig aufgestockt“, berichtet er. Dem Gerücht, wonach er aber nur 20 Cent pro Kilo Trauben zahlen möchte, widerspricht er: Gezahlt wird nach der Qualität, aber der Mindestpreis soll entsprechend der Preisliste der Landwirtschaftskammer, bei 85 Cent pro Kilo liegen.
Das Weingut von Georg Regele in Ehrenhausen ist ebenfalls für seine Trauben-Zukäufe bekannt. Wie Regele der WOCHE versprach, wird er auch heuer von allen seinen bisherigen Beeren-Lieferanten die Ernte übernehmen. Das war und ist mit hohen Kosten verbunden: „Wir haben deshalb schon im Vorjahr unsere Lagerkapazität um 60.000 Liter erweitert. Für heuer haben wir wieder neue Tanks für 30.000 Liter bestellt.“ Die dringend benötigten Weinbehälter werden aber erst im Oktober geliefert.
Auch die Erzherzog-Johann-Kellerei in Ehrenhausen ist jedes Jahr ein Groß-Abnehmer von Weinernten, allerdings nur von ihren eigenen rund 250 Vetragspartnern aus der gesamten Steiermark. Heuer erwartet Kellerei-Chef Ing. Peter Stelzl allerdings von diesen Weinbauern eine zusätzliche Erntemenge von 40 Hektar. Stelzl hat ebenfalls seine Wein-Lagermöglichkeiten schon im Vorjahr um 500.000 (!) Liter aufgestockt.

Von Ernst Bieber

Autor:

Waltraud Fischer aus Leibnitz

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