Komitee gibt den Kampf nicht auf

Das Murkomitee um Bernard Wieser mit "Nase", dem Maskottchen der engagierten Naturschützer. | Foto: KK
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Wie die WOCHE berichtet hat, schlagen das Murschutzkomitee und die Grünen bezüglich eines zehn Kilometer von Bad Radkersburg entfernt geplanten slowenischen Draukraftwerks Alarm. Durch den Bau würden laut den Naturschützern die geschützten Aulandschaften in Mitleidenschaft gezogen und u.a. auch die Fließgeschwindigkeit der Mur eingedämmt werden, was sich auf deren Funktion als Vorfluter auswirkt.
Gemeinsam mit der slowenischen Drauliga macht das Murschutzkomitee um Bernard Wieser auf die Risiken, die mit dem Bau des Wasserkraftwerks verbunden sind, aufmerksam. Ein aktueller Fall von Hochwasser in Kroatien, der laut Wieser seinen Ursprung bei einem Kraftwerk in Kärnten hat, verursachte enorme Schäden. "Das mittlere, zehnjährige Hochwasser, hat aufgrund der Schwallproblematik der Kraftwerke dieses Ausmaß genommen", argumentiert Wieser.

Zeit zu handeln

Die Zeit für die Naturschützer wird knapp. Im Frühjahr 2013 soll die Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Laut Auskunft von Stojan Habjanic, Murschutzkomitee-Vertreter aus Slowenien, ist in den eingereichten Plänen nicht bloß von einem, sondern acht Kraftwerken entlang der Grenzmur bzw. auf slowenischem Gebiet die Rede. Johannes Gepp vom Naturschutzbund und Umweltanwältin Ute Pöllinger bereiten gerade eine EU-Rechtsbeschwerde vor.
Argumente sind die Nichteinhaltung der Wasserrahmenrichtlinie und der Natura2000-Auflagen sowie die verabsäumte Infopflicht an die Nachbarländer. Das Murschutzkomitee wird zudem über das österreichische Bundeskanzleramt das zuständige slowenische Ministerium um die Planungsgrundlagen in deutscher Sprache ersuchen.

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