Selbsthilfegruppe in Leoben
"Einen Schritt vor Parkinson sein“

<f>Aktiv gegen Parkinson:</f> Walter Ondrich aus Leoben.
  • <f>Aktiv gegen Parkinson:</f> Walter Ondrich aus Leoben.
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Walter Ondrich hat in Leoben eine Parkinson-Selbsthilfegruppe gegründet – unterstützt vom Kneipp Aktiv Club.

LEOBEN. Rund 20.000 Menschen sind in Österreich von Morbus Parkinson betroffen – mehr Männer als Frauen. Die Krankheit ist vorerst nicht heilbar und auch die Ursache steht noch nicht endgültig fest. Häufig treten die Symptome zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf, aber auch junge Menschen unter 40 Jahren können an Parkinson erkranken.
Morbus Parkinson, früher als Schüttellähmung bekannt, ist eine schleichende Erkrankung, deren erste Auswirkungen erst nach Jahren erkannt werden. So wie es auch bei Walter Ondrich der Fall war. "Ich habe die Symptome anfangs nicht richtig deuten können. Als bei mir vor drei Jahren Morbus Parkinson diagnostiziert wurde, war ich geschockt. Warum ich? Wie wird sich mein weiteres Leben gestalten?"

Kompetenz

Doch die "Schockstarre" war nur von kurzer Dauer. "Ich habe einen guten Neurologen gefunden und mit ihm die entsprechende medikamentöse Behandlung besprochen, die laufend neu eingestellt wird", berichtet der heute 68-Jährige. Walter Ondrich hat sich intensiv mit dieser Krankheit beschäftigt, er hat im Internet recherchiert, viele Bücher darüber gelesen. Mittlerweile habe er eine hohe Betroffenenkompetenz erlangt. "Das Wichtigste war aber, dass ich aktiv den Kampf dagegen aufgenommen habe und versuche, immer einen Schritt vor Parkinson zu sein", berichtet er im Gespräch mit der WOCHE.

Aktivität

Stichwort "aktiv": Parkinson-Patient zu sein, ist ein "Full-Time-Job". Mit viel Bewegung, einer gesunden Ernährung und mit regelmäßigen therapeutischen Übungen kann sehr viel erreicht werden, damit der Krankheitsverlauf gebremst wird. Regelmäßige REHA-Aufenthalte in neurologischen Kliniken mit Therapien von fachkundigen Physio-, Ergo- und Logo-Therapeuten helfen die Beschwerden zu lindern und verlorene Fähigkeiten wiederzugewinnen. Wichtig für die Psyche des Patienten ist, dass er aktiv am Geschehen in seinem Lebensumfeld teilnimmt.

Gemeinschaft

"Es ist auch gut zu wissen, dass man mit seiner Krankheit nicht allein ist", sagt Ondrich. Deshalb hat er jetzt in Leoben in Kooperation mit dem Kneipp Aktiv Club eine Parkinson-Selbsthilfegruppe gegründet. Das erste Treffen findet am Mittwoch, 6. März, im Pfarrsaal von St. Jakob in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. In Folge sollen die Treffen dann monatlich abgehalten werden.
In der Selbsthilfegruppe finden die Betroffenen und ihre Angehörigen eine verständnisvolle Aufnahme, einen hilfreichen Erfahrungsaustausch, motivierende Übungen und interessante Informationen und Vorträge. Großer Wert wird dabei auf die Bedürfnisse der Teilnehmer und auf eine heitere Geselligkeit gelegt. Damit soll auch die Lebensfreude gesteigert werden.
Ondrich: "Parkinsonpatienten und ihre Partner oder Familienangehörigen sind eingeladen, an den monatlichen Treffen teilzunehmen, die unter dem Motto stehen: Gemeinsam statt einsam!“

Daten & Fakten

• Die Treffen der Leobener Parkinson-Selbsthilfegruppe starten am Mittwoch, dem 6. März, von 14.30 bis 16.30 Uhr.

• In weiterer Folge finden die Treffen jeweils am ersten Mittwoch des Monats statt – mit Ausnahme der Monate Juli und August. Also am 3. April, 8. Mai, 4. September, 2. Oktober, 6. November, 4. Dezember.

• Ort der Treffen ist der Pfarrsaal St. Jakob (Jakobiheim) in der Maßenbergstraße 9.

• Info und Anmeldung bei Walter Ondrich unter der Tel.Nr. 0680/1413047 bzw. per E-Mail: walter.ondrich@gmx.at

• Unkostenbeitrag pro Treffen für Kneipp-Mitglieder: sechs Euro. Gäste: zehn Euro.

• Jede fünfte Einheit ist für die Teilnehmer kostenfrei. Begleitende Partner zahlen keinen monatlichen Beitrag.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Wolfgang Gaube.

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