Verwüstungen durch Unwetter und Regen

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St. Lorenzen, Aigen und Oppenberg von Unwetter besonders stark betroffen.

Vergangene Woche ereigneten sich im Bezirk Liezen erneut schwere Unwetter mit Starkregen und Hagelschlag. In Trieben wurde die Feuerwehr bereits am Donnerstag aufgrund der Unwetter alarmiert. Ein Keller wurde „trockengelegt“ und zusätzlich mussten mehrere Kanalschächte freigeräumt werden. Außerdem wurden Pumparbeiten durchgeführt. Ein Monat nach der verheerenden Katastrophe kam es am 21. Juli wiederum zu Starkregen im Paltental. Besonders stark betroffen war die Ortschaft St. Lorenzen. Der Ortskern wurde massiv von einem Schlamm-Geröllgemisch vermurt, einige Häuser teilweise zerstört sowie Straßen und Brücken weggerissen. Der Katastrophenhilfsdienst des Bezirks Feldbach, welcher händisch die Schlamm-Massen aus den 25 betroffenen Kellern befreite, war ebenfalls mit 170 Mann im Einsatz.

Evakuierungen

Rund 140 Personen mussten in St. Lorenzen evakuiert werden, 109 im Ortsteil Schwarzenbach. Die meisten kamen bei Verwandten oder Bekannten unter, rund 40 verblieben in der Notunterkunft des Roten Kreuzes. Dieses richtete im Freizeitheim Trieben eine Betreuungsstelle ein. Die Betroffenen wurden dort nicht nur mit Nahrungsmittel versorgt, sondern bekamen auch psychologische Hilfe durch das Rotkreuz-Kriseninterventionsteam. Die Rotkreuz-Hilfseinheit Region 4 (Liezen), eine Sondereinheit zur Bewältigung eines solchen Großschadensereignisses, kam ebenfalls zum Einsatz.

Aufräumarbeiten

Die Feuerwehr startet bereits erste Reinigungsarbeiten an Verkehrswegen und Gebäuden im Paltental. Unterstützt werden die Aufräumarbeiten von Soldaten des Bundesheeres, die mit 150 Personen im Einsatz stehen. Für einige Ortsteile bestand zu Redaktionsschluss allerdings aus Sicherheitsgründen ein behördlich verhängtes Betretungsverbot.

Oppenberg und Aigen

In Oppenberg mussten aufgrund von Vermurungen und Überflutungen die „Oppenbergstraße L739“ sowie die Verbindungsstraße Oppenberg-Aigen und die Gemeindestraße Richtung Gulling für den gesamten Verkehr gesperrt werden. An den Gemeindestraßen sowie an privaten Straßenanlagen und landwirtschaftlichen Flächen entstand großer Sachschaden.
Auch im Ortsteil Ketten im Gemeindegebiet Aigen rückte die Feuerwehr aus. Da der Gullingbach derzeit mit einem Hochwasserschutzsystem ausgebaut wird, konnte Schlimmeres für diesen Teil verhindert werden. Um einiges tragischer sah die Situation jedoch im noch nicht verbauten Gebiet aus. Durch den raschen Einsatz der Feuerwehr Aigen und Nachalarmierung der Feuerwehr Lantschern konnte jedoch auch für diesen Ortsteil Schlimmeres verhindert werden. Weniger glimpflich lief es jedoch für den Steg im Bereich Fliegerhorst ab, der durch die Wassermassen weggerissen wurde. Alle anderen Brücken konnten durch den raschen Einsatz von Baggern und LKW gesichert werden.

Fotos: Gemeinde Oppenberg/ÖRK Liezen/FF Aigen/FF Trieben/BFV Liezen-Schlüßlmayr/Weeber

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