Ennstal stärker vom Klimawandel betroffen

Das Schmelzen der Gletscher (wie hier am Dachsteinmassiv) ist hinlänglich bekannt. Die Temperatur steigt in den nächsten 30 Jahren um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius weiter an.
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  • Das Schmelzen der Gletscher (wie hier am Dachsteinmassiv) ist hinlänglich bekannt. Die Temperatur steigt in den nächsten 30 Jahren um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius weiter an.
  • Foto: Steiermark Tourismus/Kocher
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

"In den letzten 200 Jahren ist die Jahrestemperatur um durchschnittlich zwei Grad Celsius gestiegen. Nur in den kommenden 30 Jahren ist mit einem Plus von 1,4 Grad Celsius zu rechnen", erklärt Natalie Prüggler von der KLAR! Zukunftsregion Ennstal. Das unterstreicht eindeutig, dass wir uns bereits mitten im Klimawandel befinden. Daher hat sich die Zukunftsregion Ennstal das Ziel gesetzt, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.

Bewusstsein schaffen

In den nächsten Jahren sind zwölf Maßnahmen geplant – eine davon ist ein Projekt mit der BOKU (Universität für Bodenkultur Wien). Dazu kommen Studenten in die drei teilnehmenden Gemeinden Michaelerberg-Pruggern, Öblarn und Sölk, um dort ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu finalisieren. Am Ende ihres Aufenthaltes werden die Studenten die Ergebnisse öffentlich präsentieren. Eine weitere Maßnahme beschäftigt sich mit der Bewusstseinsschaffung für Kinder. Am 18. Mai findet in Raumberg-Gumpenstein ein Stationenrundgang für Kindergarten- und Volksschulkinder statt, der zum Entdecken und Erforschen unserer Umwelt gedacht ist.

Ennstal stärker betroffen

Österreich – somit auch das Ennstal – ist als Alpenland stärker vom Klimawandel betroffen als der europäische Durchschnitt. Das ist auf den "Albedo-Effekt" zurückzuführen. Dieser besagt, dass Veränderungen in der Landoberfläche, zum Beispiel durch Schmelzen von Eis und Schnee, zu einer klimatischen Veränderung führen können. Diese Veränderungen haben eine Erwärmung oder Abkühlung zur Folge, weil sie sich auf den Strahlungshaushalt der Atmosphäre auswirken.

Wasserreichtum als Chance

"In kurzer Zeit wird es mehr Niederschläge geben. Gesamt gesehen zwar nicht generell mehr Regen, dafür ergiebigere Regenfälle in kurzer Zeit. Das haben wir im letzten Jahr mit Vermurungen oder Hochwasser schon gespürt", so Natalie Prüggler. Naturkatastrophen werden im Ennstal in Zukunft häufiger auftreten. Der Temperaturanstieg schreitet weiter voran, im Sommer wird es daher häufiger schwül und warm werden. Weiters werden sich die Frosttage im Winter deutlich reduzieren.
Gleichzeitig bietet der Klimawandel aber auch eine Chance für unsere Region. Die Grünlandschaft profitiert nämlich vom Wasserreichtum. Derzeit nutzen wir nur 25 Prozent des jährlich verfügbaren Grundwassers.

Das Schmelzen der Gletscher (wie hier am Dachsteinmassiv) ist hinlänglich bekannt. Die Temperatur steigt in den nächsten 30 Jahren um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius weiter an.
Natalie Prüggler entwickelt Maßnahmen, die es der Bevölkerung erleichteren, sich dem Klimawandel anzupassen.

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