Bezirkspolizeikommandant
"In der Pandemiesituation ist Deeskalation gefragt"

Bezirkspolizeikommandant Franz-Kurt Grabenhofer im Gepräch.
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  • Bezirkspolizeikommandant Franz-Kurt Grabenhofer im Gepräch.
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Der Leitspruch der Polizei Bruck-Mürzzuschlag lautet „Reden ist immer Gold, Schweigen manchmal Silber!“ Wir haben uns mit Bezirkspolizeikommandant Franz-Kurt Grabenhofer über die Sicherheit im Bezirk und die Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern unterhalten.

Wie sicher ist der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag?
FRANZ-KURT GRABENHOFER: Die Lebensqualität und die Rahmenbedingungen sind im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag sehr gut. Ganz wesentlich hierbei ist der enge und intensive Kontakt mit den Gemeinden. Wo Probleme auftauchen, wird mit allen Verantwortlichen auf Augenhöhe versucht, adäquate Lösungen zu erarbeiten und in weiterer Folge auch umzusetzen. Seitens der Polizei wird alles dafür getan, dass ein möglichst hohes Maß des subjektiven Sicherheitsempfindens gewährleistet werden kann. Statistische Analysen zeigen, dass die Maßnahmen der Polizei Wirkung zeigen. Durch individuelle Schwerpunktsetzungen wie insbesondere für die Bereiche „Gewalt in der Familie“, „Internetbetrug“ sowie der „Suchtmittelkriminalität“ gelingt es uns, Fehlentwicklungen und negative Potentiale zu entdecken und gezielte Maßnahmen dagegen zu setzen.

Wie sicher fühlst du dich im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag?

Was können unsere Leser zu einem sicheren Bezirk beitragen bzw. gibt es eine Botschaft, die sie an unsere Leserschaft für das große Ziel "gemeinsame Sicherheit" übermitteln möchten?
Sicherheit geht uns alle an. Wir alle wollen in unserem schönen Land ein möglichst unbeschwertes und glückliches Leben führen. Das geht aber nur Miteinander, mit offenem und ernstlichen Bemühen. Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit – ein Miteinander auf Augenhöhe – sind dafür Garanten. Die Polizei schätzt ein achtsames und wachsame Denken respektive sind wir für jeden konstruktiven Hinweis bzw. Verbesserungsvorschlag aus der Bevölkerung dankbar.

Wie gestaltet sich allgemein die Zusammenarbeit zwischen Beamten und der Bevölkerung?

Für jede Stadt, für jede Gemeinde ist eine Polizeiinspektion zuständig. Jede Polizistin, jeder Polizist ist für die Menschen da – das ist unsere primäre Aufgabe, das ist unsere Berufung. Durch die Initiative "Gemeinsam.Sicher" in Österreich gewährleistet die Polizei überdies spezielle Sicherheitsbeauftragte in den Inspektionen, die primär für individuelle Anliegen aus der Bevölkerung zuständig sind.

Wie ist die Polizei im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag aktuell aufgestellt?
Der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ist in jeder Hinsicht einzigartig und sehr vielfältig. Ob im großen Ballungsraum Bruck-Kapfenberg, ob in alpinen und hochalpinen Bereichen (Hochschwab, Semmering, Stuhleck), oder etwa im bekanntesten Wallfahrtsort Österreichs in Mariazell. Wir haben viele unterschiedliche polizeiliche Herausforderungen und Notwendigkeiten. Im Hinblick auf Personal und Logistik sind wir zufriedenstellend aufgestellt. In den 13 Dienststellen versehen rund 240 Beamte ihren Dienst.

Corona-Kontrollen gehörten zur täglichen Aufgabe.
  • Corona-Kontrollen gehörten zur täglichen Aufgabe.
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Was sind die derzeit größten Herausforderungen?
Insbesondere für die derzeitige Pandemiesituation gilt der Grundsatz Deeskalation statt Eskalation. Gerade in angespannten Situationen gilt es, Ruhe zu bewahren und die Emotionen so weit als möglich zu kontrollieren. Die Polizei war, ist und wird immer Partner der Bevölkerung sein. In jeder Polizistin und in jedem Polizisten steckt in erster Linie auch ein Mensch. Daher ist Verständnis auf beiden Seiten wesentlich für ein ehrliches und gutes Miteinander.

Wie gestaltet sich die derzeitige Kontrolle der Corona-Regeln?
Die seitens der Bundesregierung vorgeschriebenen Kontrollen werden permanent und regelmäßig in Abstimmung und Kooperation mit der Gesundheitsbehörde durchgeführt. Fehlverhalten wird konsequent verfolgt und im Rahmen des gesetzliches Auftrages exekutiert bzw. zur Anzeige gebracht. Die Menschen im Bezirk sind aber sehr diszipliniert.

"Gemeinsam.Sicher" aus der Krise

Wenn die Polizei gerufen wird, ist es meistens schon passiert. Mit der Initiative "Gemeinsam.Sicher" möchte die Polizei früher ansetzen, damit negative Entwicklungen früh erkannt werden oder nicht entstehen. Dazu wurden Sicherheits­partnerschaften geschaffen. Die Partner tauschen regelmäßig Informationen aus und ergreifen Maßnahmen – jeder in seinem Bereich.

Ein wesentlicher Bestandteil der Initiative ist der ständige Austausch zwischen den Gemeinden respektive des Bürgermeistern mit den zuständigen Polizeiinspektionen. Das Motto im Umgang mit den Bürgern und Bürgerinnen lautet "Information anstelle Deeskalation. Man hat es sich zum Ziel gesetzt sachlich zu informieren, um gemeinsam sicher aus der Krise zu kommen. Ein weiterer Schwerpunkt dahingehend widmet sich sich der Aufklärung von Verschwörungstheorien.

Derzeitige Schwerpunktaktionen laufen unter den Schlagworten "Sicherer Schulweg", "Eigentumsprävention", „Motorradverkehr/Lärmbelästigung“ sowie „Internetbetrug und Betrug mit Kryptowährungen“.

Alle informationen zur Initiative "Gemeinsam.Sicher" inklusive Corona-Maßnahmen, Sicherheit im öffentlichen Raum, Sicherheit bei Menschenansammlungen oder Sicherheit zu Hausen finden Sie auf www.gemeinsamsicher.at.

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