Toni Hubmann galt als Freiland-Pionier
"Toni's Freilandeier"-Gründer ist verstorben
- Toni Hubmann - ein Pionier in der Freilandhaltung - ist im Alter von 68 Jahren verstorben.
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Toni Hubmann, Gründer von „Toni’s Freilandeier“, ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Der Landwirt galt als Pionier der Freilandhaltung und setzte bereits in den 1980er-Jahren auf eine Haltung abseits von Legebatterien.
GLEIN/KNITTELFELD. Er befreite seine Hühner bereits aus den Käfigen, als Legebatterien noch zum Alltag gehörten: Toni Hubmann aus der Glein bei Knittelfeld galt als Pionier der Freilandhaltung. Nun ist der Gründer von „Toni’s Freilandeier“ im Alter von 68 Jahren verstorben.
Freilandhaltung war ihm wichtig
Bereits in den 1980er-Jahren stellte der Landwirt die damals übliche Haltung von Legehennen infrage und stellte seinen Betrieb von Käfig- auf Freilandhaltung um. Wie eine funktionierende Freilandhaltung in großem Maßstab aussehen konnte, musste zu dieser Zeit erst erprobt werden. Hubmann entwickelte neue Ansätze und machte sich damit weit über die Region hinaus einen Namen.
- Freilandhaltung war für Hubmann wichtig.
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Aus diesen Anfängen entstand schließlich die Marke „Toni’s Freilandeier“. Damit wurde die Herkunft und Haltung der Hühner für Konsumentinnen und Konsumenten sichtbar. Hubmann setzte dabei auf moderne Ställe und eine möglichst artgerechte Haltung. Seine Arbeit wurde auch mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, wie das „Goldene Ei“ der Albert Schweitzer Stiftung und Compassion in World Farming (2010) sowie der Trigos Austria (2012).
Tierschutzorganisationen trauern
Auch Tierschutzorganisationen würdigten Hubmanns Lebenswerk. „Mit Toni Hubmann ist ein Vorreiter der artgerechten Tierhaltung von uns gegangen, der Österreich verändert hat. Er hat die Hühner aus den Käfigen befreit. Das Entscheidende war: Er hat nicht nur Missstände benannt. Er hat Lösungen gebaut und gezeigt, dass artgerechte Haltung wirtschaftlich tragen kann“, erklärt Madeleine Petrovic, Präsidentin von Tierschutz Austria/Wiener Tierschutzverein. Auch der Verein gegen Tierfabriken (VGT) schreibt Hubmann eine wichtige Rolle bei jener Entwicklung zu, die letztlich zum österreichischen Verbot konventioneller Legebatterien führte.
„Mit Toni Hubmann verliert die österreichische Geflügelwirtschaft einen großen Pionier und Vordenker. Er hatte den Mut, neue Wege zu gehen, als diese noch keineswegs selbstverständlich waren. [...] Dafür gebühren ihm unser großer Dank und unsere Anerkennung“, würdigt der Obmann der Geflügelwirtschaft Österreich, Markus Lukas, sein Lebenswerk.
Mit seinem frühen Umstieg auf Freilandhaltung prägte Toni Hubmann die Entwicklung der Legehennenhaltung in Österreich. Seine Arbeit und die von ihm geschaffene Marke „Toni’s Freilandeier“ machten ihn zu einer bekannten Persönlichkeit in der heimischen Landwirtschaft. Toni Hubmann hinterlässt seine Ehefrau, sechs Kinder und fünf Enkelkinder.
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