Murtal
"Der Wolf hat bei uns keinen Platz"

Matthias Kranz (hinten, Mitte) mit seinen Mitstreitern.
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  • Matthias Kranz (hinten, Mitte) mit seinen Mitstreitern.
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Agrar- und Umweltclub hat bereits über 8.000 Unterschriften für den Abschuss des Wolfes gesammelt.

LOBMINGTAL. „Wir hatten selten soviel Zuspruch wie bei dieser Aktion“, freut sich Matthias Kranz. Der ehemalige Kammerobmann kämpft mit seinem „Steirischen Agrar- und Umweltclub“ mittlerweile seit Monaten gegen den Wolf, der heuer auch in der Region bereits für Aufregung gesorgt hat. Zuletzt habe es erneut einen Fall in Lind bei Spielberg gegeben, wo das Tier eines Landwirtes gerissen wurde. Eine DNA-Analyse ist allerdings noch ausständig. 

Kein Platz

Für Kranz und seine Mitstreiter steht jedenfalls fest: „Der Wolf hat in unserer Kulturlandschaft keinen Platz.“ Aus diesem Grund wurde heuer eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die mittlerweile 8.333 Unterstützer fand. Die Aktion läuft noch bis 6. Jänner und bis dahin will man die magische Marke von 10.000 Unterschriften erreichen.

Tierwohl

Das Zwischenergebnis wurde am Hof von Markus Strasser in Mitterlobming vorgestellt. Dort wird seit rund 30 Jahren eine Schafzucht geführt. Derzeit befinden sich 150 Mutterschafe samt Nachwuchs im Stall. „Das Tierwohl hat bei uns oberste Priorität“, sagt Strasser. Deshalb werden die Tiere im Normalfall zwischen Ende März und Ende November auf die Weide getrieben. Aber: „Der Wolf bereitet uns Kopfzerbrechen. Jeder Übergriff ist einer zuviel“, sagt Strasser.

Für Abschuss

Laut Matthias Kranz wurden heuer in Österreich allein bis September rund 200 Tiere gerissen. Ob überall der Wolf dafür verantwortlich war, ist freilich nicht erwiesen. Der Agrar- und Umweltclub setzt sich jedenfalls vehement für den freien Abschuss des Wolfes ein und argumentiert unter anderem auch mit Tierschutz: „Wo bleiben die Tierschützer, wenn fast keine Woche vergeht, in der der Wolf nicht Schafe, Ziegen, Kälber bis zum Hund tötet?“ Die Errichtung von Herdenschutzzäunen sei einerseits zu teuer und zeige andererseits gar keine Wirkung. „Schutzzäune sind in der Praxis nicht umsetzbar“, sagt Karl Egger, Bergbauer aus St. Marein-Feistritz. 

„Ökospinner“

Mit den Unterschriften will der Agrar- und Umweltclub im kommenden Jahr bei Land, Bund und EU auf die Situation aufmerksam machen. „Wenn ein paar Ökospinner glauben, sie müssen den Wolf herbringen, dann wird es bald finster im Tal“, sagt Kranz.Auch Landeskammerrat Martin Kaltenegger unterstützt die Aktion. Er wird bei der Landwirtschaftskammerwahl im Jänner als Spitzenkandidat für den Bauernbund Murtal ins Rennen gehen: „Bei uns gibt es für den Wolf keine großen Rückzugsgebiete. Deshalb ist für uns jeder einzelne Wolf ein Problem.“

Kammerobmann tritt nicht mehr an
Matthias Kranz (hinten, Mitte) mit seinen Mitstreitern.
Über 150 Schafe leben am Hof von Markus Strasser.

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