Alfred Tatar mit 62 Jahren verstorben
Trauer um Fußball-Original aus Zillingdorf
- Mit Alfred Tatar verliert der österreichische Fußball eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Spuren hinterlassen hat.
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Mit Alfred Tatar verliert Österreich eine der markantesten Stimmen des Fußballs. Der gebürtige Zillingdorfer verstarb im Alter von 62 Jahren an den Folgen der Krankheit ALS.
WIENER NEUSTADT. Mit Alfred Tatar verliert der österreichische Fußball eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Spuren hinterlassen hat. Der gebürtige Niederösterreicher aus Zillingdorf im Bezirk Wiener Neustadt war nicht nur als Spieler bekannt, sondern später auch als Trainer und TV-Analytiker eine prägende Figur. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Tatar im Alter von 62 Jahren den Kampf gegen die Krankheit ALS verloren hat. Erst im Vorjahr hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit und seiner Tätigkeit als Sky-Experte zurückgezogen.
- Mit Alfred Tatar verliert Österreich eine der markantesten Stimmen des Fußballs.
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Schon als aktiver Fußballer galt Tatar als außergewöhnlich veranlagt. Er gehörte 1983 jener österreichischen U20-Nationalmannschaft an, die an der Weltmeisterschaft in Mexiko teilnahm. Gemeinsam mit Spielern wie Franz Wohlfahrt, Andreas Ogris oder Toni Polster zählte er damals zu den großen Hoffnungen des heimischen Fußballs. Besonders bei der Vienna blieb er vielen Fans in Erinnerung, wo er gemeinsam mit Weltmeister Mario Kempes ein spektakuläres Offensiv-Duo bildete. Aus dieser gemeinsamen Zeit entwickelte sich auch eine langjährige Freundschaft. Weitere Stationen führten ihn unter anderem nach St. Pölten und zum Wiener Sport-Club.
- Als Trainer arbeitete er unter anderem für die Vienna, Ried, die Admira und Mattersburg
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Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Tatar dem Fußball eng verbunden. Als Trainer arbeitete er unter anderem für die Vienna, Ried, die Admira und Mattersburg, zudem war er als Co-Trainer bei Lok Moskau tätig. Bundesweit bekannt wurde er später als TV-Analytiker bei Sky. Mit seinen pointierten Aussagen, ungewöhnlichen Formulierungen und seinem analytischen Zugang entwickelte sich „Fredl“ Tatar zu einer Kultfigur. Als studierter Biologe und Mathematiker brachte er oft einen besonderen Blick auf das Spiel ein – leidenschaftlich, detailreich und nie gewöhnlich. Zahlreiche Wegbegleiter, Fans und ehemalige Kollegen reagierten am Donnerstag betroffen auf die Nachricht seines Todes.
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