ÖIF
Anteil im Ausland geborener Menschen in der Steiermark gestiegen
- Die Bundesland-Broschüre des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) gibt einen Einblick in Migration, Arbeitsmarkt und Geburtenraten. (Archiv)
- Foto: Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com
- hochgeladen von Hannah Maier
Die aktuellen Zahlen der Bundesland-Broschüre des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) geben Einblick in Migration, Arbeitsmarkt und Geburtenraten in der Steiermark. Auf Nummer eins ist das Bundesland beim stärksten Zuzug aus dem Ausland im Zehn-Jahres-Vergleich.
STEIERMARK. Der Österreichische Integrationsfond (ÖIF) hat aktuelle Daten zur Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarktintegration, Bildung und Geburtenrate veröffentlicht. Demnach ist der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung in Österreich in den vergangenen zehn Jahren gestiegen, insbesondere in der Steiermark. Zu Beginn des Jahres 2025 lebten bundesweit rund 2,085 Millionen Menschen, die nicht in Österreich geboren sind, was 22,7 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Im Vergleich zu 2015 ist der Anteil um 5,4 Prozentpunkte gestiegen. Die meisten Personen dieser Gruppe, konkret 270.500 Menschen kommen aus Deutschland.
Während der Anteil der Personen mit Geburtsorten außerhalb Österreichs in Wien mit 40,9 Prozent am höchsten ist, weist die Steiermark laut ÖIF den stärksten Zuwachs im Zehn-Jahres-Vergleich auf. Der Anstieg beträgt 49,7 Prozent, mehr als in jedem anderen Bundesland. In Zahlen heißt das: Mit dem Stichtag 1. Jänner 2025 lebten in der Steiermark rund 200.600 Personen mit nicht österreichischem Geburtsort, das entsprach 15,8 Prozent der Gesamtbevölkerung und einem Zuwachs von 4,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2015. Trotz des starken Zuwachses: Im Bundesland-Vergleich liegt die Steiermark im unteren Mittelfeld beim Anteil nicht österreichischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in der Gesamtbevölkerung.
- Im Bezirk Graz (Stadt) war mit 31,5 % der Anteil der im Ausland Geborenen am höchsten.
- Foto: Leonhard Niederwimmer/Unsplash
- hochgeladen von Verena Kriechbaum
Wer in der Steiermark lebt
Die 15,8 Prozent der steirischen Bevölkerung, die nicht in Österreich geboren wurden, unterteilen sich in 8,1 Prozent mit einem Geburtsland innerhalb der EU-, EFTA-Staaten sowie 7,7 Prozent in Drittstaaten. Zu den Top Fünf Nationalitäten zählen die Geburtsländer Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Deutschland, Kroatien und Ungarn.
2024 gab es 19.400 Zuzüge in die Steiermark. Rund die Hälfte der Zugewanderten stammen aus anderen EU- und EFTA-Staaten bzw. aus dem Vereinigten Königreich, während 41,6 Prozent aus Drittstaaten und die restlichen Zugewanderten aus anderen österreichischen Bundesländern stammen.
Große Unterschiede im Einkommen
Im Bereich Arbeitsmarkt zeigt die Statistik leichte Unterschiede zwischen österreichischen und ausländischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern. In der Steiermark lag die Arbeitslosenquote für ausländische Staatsangehörige im Vorjahr bei 9,5 Prozent, für Österreicherinnen und Österreicher bei 5,2 Prozent. Damit gehört das Bundesland gemeinsam mit Wien und Kärnten zu jenen Regionen mit überdurchschnittlichen Werten.
Das mittlere Netto-Jahreseinkommen der Steirerinnen und Steirer ist im Zehn-Jahres-Vergleich deutlich gestiegen, insgesamt von 22.845 Euro auf 31.777 Euro. Die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne österreichische Staatsbürgerschaft sind groß. Während Österreicherinnen und Österreicher 2023 im Schnitt 32.714 Euro verdienten, waren es bei Nicht-Österreicherinnen und -Österreichern 26.756 Euro. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist das Netto-Einkommen bei dieser Bevölkerungsgruppe aber um 43,9 Prozent gestiegen, während es bei österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern 39,1 Prozent waren.
- Die Geburtenraten nahmen ab.
- Foto: Pixabay/Pexels (Symbolbild)
- hochgeladen von Lucia Königer
Die Anzahl der Geburten ging in der Steiermark sowohl bei in Österreich geborenen als auch bei im Ausland geborenen Frauen zurück. In Österreich geborene Frauen bekamen im Durchschnitt 1,19 Kinder (2014: 1,27), im Ausland geborene Frauen brachten durchschnittlich 1,64 Kinder zur Welt (2014: 1,84).
Das könnte dich auch interessieren:
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.