Berg- und Naturwacht
Mehr Freiwillige für den steirischen Naturschutz

Ob bei der Überprüfung von Naturdenkmälern, der Versetzung von Ameisenhäufen oder im Einsatz für geschützte Pflanzenarten: Die Tätigkeiten der Berg- und Naturwacht sind so vielfältig wie die Natur selbst.
 | Foto: Berg- und Naturwacht Stmk.
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Die Steirische Berg- und Naturwacht schützt Pflanzen, Tiere und Lebensräume – freiwillig und mit großer Verantwortung. Es werden engagierte Helferinnen und Helfer gesucht, um auch künftig flächendeckend Naturschutz leisten zu können.

STEIERMARK. Sie achten auf die Einhaltung der Naturschutzgesetze. Sie leisten wertvolle Aufklärungsarbeit, aber schreiten auch ein, wenn die Natur in Gefahr ist. Und sie tun das alles freiwillig: Die Mitglieder der Steirischen Berg- und Naturwacht leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Schutz von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen in unserem Bundesland. Doch um auch in Zukunft flächendeckend im Einsatz sein zu können, sucht die Naturwacht engagierten Nachwuchs.

Aufsicht für unsere Natur

Wer sich längerfristig engagieren möchte, kann die einjährige Ausbildung zum Bergwächter beziehungsweise Bergwächterin absolvieren. Als solches Aufsichtsorgan unterstützt man die Behörden bei der Umsetzung von Naturschutzgesetzen, bei Begehungen in Schutzgebieten, der Dokumentation von Missständen, dem Artenschutz sowie bei Spezialkontrollen wie im Bereich des Höhlenschutzes oder bei Motorsportveranstaltungen.

Die Ausbildung zur Bergwächterin bzw. Bergwächter erfolgt berufsbegleitend – mit einer Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen. | Foto: Berg- und Naturwacht Stmk.
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„Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend – mit einer Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen. Vorausgesetzt werden körperliche und geistige Eignung, ein Mindestalter von 16 Jahren sowie die österreichische Staatsbürgerschaft“, berichtet Eva Bernhart, Zoologin der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht. 

Auch ohne Ausbildung aktiv helfen

Für alle, die sich freiwillig, aber ohne Ausbildung einbringen möchten, gibt es die Möglichkeit zur unterstützenden Mitgliedschaft. Diese freiwilligen HelferInnen und Helfer arbeiten bei Projekten mit – besonders im Amphibienschutz oder bei der Entfernung invasiver Pflanzenarten (Neophyten). Das Mindestalter liegt auch hier bei 16 Jahren – unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Gerade bei Projekten wie der Krötenwanderung sind helfende Hände immer gefragt.

Besunders beim Amphibienschutz werden jedes Jahr im Frühling freiwillige HelferInnen und Helfer gesucht. | Foto: Berg- und Naturwacht Stmk.
  • Besunders beim Amphibienschutz werden jedes Jahr im Frühling freiwillige HelferInnen und Helfer gesucht.
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Vielfältige Aufgaben, große Verantwortung

Ob bei der Überprüfung von Naturdenkmälern, der Versetzung von Ameisenhäufen oder Storchennestern oder im Einsatz für geschützte Pflanzenarten: Die Tätigkeiten der Berg- und Naturwacht sind so vielfältig wie die Natur selbst.

100.000 Einsatzstunden wurden allein im Jahr 2024 von den rund 2.300 Bergwächterinnen und Bergwächtern in der Steiermark geleistet. Der Landesverband zählt derzeit 125 Einsatzstellen und 14 Bezirksleitungen. Die Struktur ist flächendeckend – doch nicht überall ist der Nachwuchs gesichert. Die Einsatzstellen sind unterschiedlich besetzt, in manchen Bezirken werden dringend neue Freiwillige gesucht.

Derzeit sind auch 30 speziell ausgebildete Biberberater im Einsatz. | Foto: Berg- und Naturwacht Stmk.
  • Derzeit sind auch 30 speziell ausgebildete Biberberater im Einsatz.
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Gelebter Naturschutz mit System

Was die Berg- und Naturwacht auszeichnet, ist ihre professionelle Organisation: Jede Meldung, jeder Einsatz, jedes Projekt wird genau dokumentiert und in eine Datenbank eingetragen. So entsteht ein jährlicher Überblick über die geleistete Arbeit – von der Bekämpfung invasiver Arten über die Biberberatung hin zu Einsätzen bei Schlangenfunden im Wohnbereich, in Kooperation mit der Landeswarnzentrale. 


Jetzt mitmachen – Natur braucht Schutz!

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat – sei es als unterstützendes Mitglied oder als angehende Bergwächterin oder angehender Bergwächter – kann sich jederzeit melden. Die Landesleitung hilft gerne weiter und vermittelt den Kontakt zur zuständigen Einsatzleitung vor Ort.

Kontakt & Infos:
Landesgeschäftsstelle, Herdergasse 3, 8010 Graz
werktags von 8.30 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung
Tel. 0316/383990, office@bergundnaturwacht.at

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