Überblick
Welche Schlangenarten in der Steiermark heimisch sind

Die Ringelnatter kommt in der Steiermark am häufigsten vor. In der Obersteiermark ist auch die Kreuzotter sehr präsent. | Foto: MeinBezirk
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  • Die Ringelnatter kommt in der Steiermark am häufigsten vor. In der Obersteiermark ist auch die Kreuzotter sehr präsent.
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Am 16. Juli ist Weltschlangentag: Kurz davor wurde die seltene Barrenringelnatter, Natrix helvetica, zur eigenständigen Art erklärt. Damit ist Österreich, bisher wurden sechs Schlangenarten gezählt, die mittlerweile alle selten geworden sind, um eine Art reicher. Wie man im Falle einer Schlangen-Begegnung reagieren soll und welche Arten in der Steiermark vorkommen, erklärt Frank Weihmann vom Naturschutzbund.

STEIERMARK. Schlangen kommen in der Steiermark flächendeckend vor. Dabei ist nicht jede Art überall zu finden. "Im Siedlungsraum, wo oft wenig geeignete Strukturen für Schlangen existieren, fehlen Schlangen punktuell mitunter", erklärt Frank Weihmann vom Naturschutzbund Steiermark.

Die Äskulapnatter ist die größte einheimische Schlange. Sie wird in Ausnahmefällen bis zu zwei Meter lang. | Foto: MeinBezirk
  • Die Äskulapnatter ist die größte einheimische Schlange. Sie wird in Ausnahmefällen bis zu zwei Meter lang.
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Insgesamt sind in Österreich sieben Arten heimisch: Neben der erst kürzlich nachgewiesenen Barrenringelnatter sind das die Ringelnatter, die hierzulande am häufigsten anzutreffende Schlange, die Äskulapnatter, Würfelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter und die europäische Hornotter. Letztere ist massiv vom Aussterben bedroht.

"Räuber-Beute-Abhängigkeit"

Auch in der grünen Mark kommt die Ringelnatter am öftesten vor, in der Obersteiermark gibt es allerdings auch Gegenden, wo mitunter die Kreuzotter die häufigste Art darstellt. In den alpinen Gegenden entsteht heuer vielmals beim Wandern der Eindruck, dass sich die Schlangen-Population erhöht habe. Das liege laut dem Experten an der sogenannten "Räuber-Beute-Abhängigkeit".

Weihmann betont: "Wenn im Vorjahr ein gutes Beutejahr war, folgt ein stärkeres Räuberjahr. Kleinräumig kann es zu solchen Beobachtungen sicherlich kommen. Allgemein schwinden die Populationsgrößen der heimischen Reptilien seit vielen Jahren", so der Projektleiter des Fachbereichs Zoologie des Steirischen Naturschutzbundes. Dafür verantwortlich seien unter anderem Lebensraumverlust durch Verbauung oder Zerstörung. Der Experte fügt an: "Ein Jahr der vorübergehenden Erholung ist gut, aber leider eher die Ausnahme."

Die Kreuzotter fühlt sich in alpinen Gebieten am wohlsten. | Foto: Naturschutzbund
  • Die Kreuzotter fühlt sich in alpinen Gebieten am wohlsten.
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Wer eine Schlange erblickt, sollte sich ruhig verhalten – sofern das natürlich möglich ist. Schließlich haben sehr viele Menschen Angst vor ihnen, doch das beruht auf Gegenseitigkeit.
Frank Weihmann meint dazu: "Keine Panik – es gibt nur zwei giftige Schlangen in der Steiermark. Die Hornotter ist dabei so selten, dass man steiermarkweit wohl nie einer begegnen wird. Man sollte sich durch kräftiges Aufstampfen bemerkbar machen und dem Tier Rückzugsmöglichkeit geben – nicht bedrängen, lieber ausweichen." Die zweite Giftschlange ist übrigens die Kreuzotter, sie wurde zum "Reptil des Jahres 2024" gekürt.

In der Regel flüchten Schlangen selbst

Allgemein kann man festhalten: Schlangen sind Fluchttiere, sie beißen also nur, wenn sie sich direkt bedroht fühlen, wenn man sie aktiv berührt oder versehentlich auf sie tritt.

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