WorldSkills 2026
Aufbrausende Kunden und spritzige Testgetränke in Shanghai

Hier lacht die Schladminger Verkäuferin Anna Tritscher noch: In "Best for Baby" passierte seit Ladeneröffnung jedoch allerhand Skurriles. | Foto: SkillsAustria
6Bilder
  • Hier lacht die Schladminger Verkäuferin Anna Tritscher noch: In "Best for Baby" passierte seit Ladeneröffnung jedoch allerhand Skurriles.
  • Foto: SkillsAustria
  • hochgeladen von Cornelia Gassler

Am Freitag hieß es für die verbleibenden elf steirischen Medaillenanwärterinnen und -anwärter bei den WorldSkills in Shanghai durchbeißen. Der vorletzte Wettbewerbstag hielt für einige erneut überraschende Aufgaben bereit. So musste die Schladminger Einzelhandelskauffrau Anna Tritscher etwa eine Kundenreklamation vor den Augen der Experten deeskalieren. Außerdem durfte MeinBezirk als Testobjekt an der Bar der Restaurantfachkräfte Platz nehmen.

STEIERMARK/SHANGHAI. Seit Mittwoch haben die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den WorldSkills in Shanghai alle Hände voll zu tun. Der vorletzte Tag ist geschafft, am Samstag wird nach und nach der Countdown eingeläutet. Rund 1.400 junge Fachkräfte aus allen Teilen der Welt kämpfen in ihren Disziplinen seit drei Tagen um Gold, Silber und Bronze. Eine davon ist Einzelhandelskauffrau Anna Tritscher.

Die Schladmingerin durfte im Rahmen der WorldSkills ein Baby-Modegeschäft eröffnen und daraufhin diverse Herausforderungen meistern: Am ersten Tag fehlten Produkte, andere waren beschädigt und auch die Kassa gab den Geist auf. Am Donnerstag wurde dann auch noch in "Best for Baby" eingebrochen. Doch die Schladmingerin, die normalerweise Wintersportartikel verkauft, hatte bislang für jedes Problem eine Lösung.

Ein Blick in das "Geschäft" der steirischen Medaillenhoffnung. | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • Ein Blick in das "Geschäft" der steirischen Medaillenhoffnung.
  • Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • hochgeladen von Cornelia Gassler

Neue Disziplin "Retail Sales" in den Kinderschuhen

Am Freitag wurde ein Kundengespräch in Echtzeit bewertet. Ein Kunde hat online Ware bestellt, die defekt ankam und diese daraufhin im Geschäft reklamiert. "Wenn man sich entschuldigt hat, dem Kunden die Ersatzware gegeben und alle Prozessschritte ausgeführt hat, die man im Verkauf tätigt, hat man die Aufgabe erfüllt", erklärt Raimund Lainer, Experte für Retail Sales im Team Austria, der in der Live-Jury zugegen war.

Im Verkauf sei es natürlich immer auch ein Kriterium, ob der Kunde zufrieden aus dem Geschäft geht, so Lainer. Letzteres sei an diesem Tag aber allen Verkäuferinnen und Verkäufern gelungen. Die Disziplin "Retail Sales" ist zum ersten Mal im Wettbewerb und wird sich - so die Einschätzung des Experten - in den nächsten Jahren noch weiterentwickeln müssen. Die Herausforderung in der Disziplin: Die Testsituationen müssen vergleichbar und messbar sein.

Steirischer Rückenwind für Floristin Julia Gschwandtner

Bei den Floristen zählt Österreich zur absoluten Weltspitze: 2024, 2022 und 2019 ging die Goldmedaille an uns. Mit Julia Gschwandtner steht nun eine Salzburgerin bereit, diese Serie bei den WorldSkills in Shanghai fortzusetzen. Mit ihrem steirischen Coach Johann Obendrauf hat sie im Vorfeld gezielt an Technik und Gestaltung gearbeitet. Am Freitag musste ein aufwendiges Gesteck und ein "Blumenbart" gefertigt werden.

"Es ist ganz wichtig, dass man von der Technik her sehr, sehr sauber arbeitet", erklärt die Floristin - auf diesem Niveau entscheiden Details. "Die Teilnehmer müssen ihre Werkstücke planen, einkaufen und kalkulieren", weiß Obendrauf. Dafür wurde eigens ein kleiner Blumen-Marktplatz in der Halle geschaffen. Mentale Unterstützung bekommt die 21-Jährige von ihren Eltern und Arbeitskolleginnen, die eigens hierher gereist sind: "Ich bin sehr dankbar, dass sie den weiten Weg auf sich genommen haben, um das mit mir zu erleben."

Mit höchster Konzentration bestäubt Floristin Julia Gschwandtner ihre fertigen Kreationen mit Wasser.  | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • Mit höchster Konzentration bestäubt Floristin Julia Gschwandtner ihre fertigen Kreationen mit Wasser.
  • Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • hochgeladen von Cornelia Gassler

Apfel-Zimt-Mocktail mit schwedischem Charme

Am Nachmittag durfte MeinBezirk dann die Perspektive wechseln. An der Bar der 20-jährigen Service-Fachkraft Ronja Roos aus dem schwedischen Örtchen Malmö war ein Platz frei geworden. Ihre Aufgabe an diesem Tag: Das Rezept für einen fruchtigen, alkoholfreien Cocktail zu kreieren und diesen dann vor echten Gästen zuzubereiten und zu servieren.

Neben einem sympathischen Gespräch in perfektem Englisch war auch der Apfel-Zimt-Mocktail mit Ingwer erfrischend. Einen Punkt Abzug gibt es als Laie für die Dauer der Zubereitung. Zum Trinken des mit viel Liebe geschüttelten Getränks blieb im Testzeitraum nämlich fast keine Zeit mehr. Fotos und Videoaufzeichnungen der technischen Aufgabe und des Endprodukts wurden leider untersagt.

So sahen die WorldSkills-Bars von der Ferne aus - ganz rechts hinten lässt sich die schwedische Kandidatin erahnen. | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • So sahen die WorldSkills-Bars von der Ferne aus - ganz rechts hinten lässt sich die schwedische Kandidatin erahnen.
  • Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
  • hochgeladen von Cornelia Gassler

Das NECC in Shanghai war am Freitag noch stärker besucht als bereits die Tage zuvor. Ein Grund dafür ist, dass in China ein Feiertag zelebriert wird. Das "Mondfest" gilt als Fest der Familien, dementsprechend viele hatten heute auch gemeinsam frei. Am Samstag geht es in die Zielgerade, MeinBezirk wird an der Ziellinie warten.

Mehr zu den WorldSkills 2026: 

Fulminantes Opening der WorldSkills in Shanghai als Startschuss



Jennifer Lueger "bäckt" als erste Steirerin Geschichte
Hier lacht die Schladminger Verkäuferin Anna Tritscher noch: In "Best for Baby" passierte seit Ladeneröffnung jedoch allerhand Skurriles. | Foto: SkillsAustria
Ein Blick in das "Geschäft" der steirischen Medaillenhoffnung. | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
Vollste Konzentration von Experte Lainer (re.) bei der Prüfungssimulation  | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
Mit höchster Konzentration bestäubt Floristin Julia Gschwandtner ihre fertigen Kreationen mit Wasser.  | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
So sahen die WorldSkills-Bars von der Ferne aus - ganz rechts hinten lässt sich die schwedische Kandidatin erahnen. | Foto: MeinBezirk/Cornelia Gassler
0:46
0:46

Jetzt teilnehmen!
Regionale Kundenbindung stärken und Wettbewerbsvorteil gewinnen

Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden. Dabei wird oft übersehen, wie viel Potenzial bereits in der bestehenden Stammkundschaft steckt. Wer regelmäßig gekauft hat, kommt meist auch gerne wieder. Vorausgesetzt, der Kontakt bleibt bestehen. STEIERMARK. Genau hier setzt die MeinBezirk App an. Sie unterstützt regionale Betriebe dabei, mit ihrer Kundschaft in Verbindung zu bleiben und gleichzeitig neue Interessierte aus der Umgebung zu erreichen....

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.