Almen werden nicht bekanntgegeben
Studie zu Herdenschutz auf vier Tiroler Almen

Ein weitläufiges, hochalpines Gelände, inhomogene Herden sowie eine starke touristische Frequenz sind begrenzende Faktoren beim Herdenschutz.
  • Ein weitläufiges, hochalpines Gelände, inhomogene Herden sowie eine starke touristische Frequenz sind begrenzende Faktoren beim Herdenschutz.
  • Foto: © Land Tirol/Berger
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TIROL. Bereist vor einem Jahr wurde eine Steuerungsgruppe von der Tiroler Landesregierung zum Thema Herdenschutz eingerichtet. Nun werden erste Schritte eingeleitet: Vier Tiroler Almen wurden ausgewählt, um auf ihnen exemplarisch die Machbarkeit von Herdenschutz zu untersuchen. Anfang des kommenden Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen. 

Die Namen der vier Almen werden seitens des Landes  aus Datenschutzgründen nicht genannt. "Es war auch nicht so einfach Almen zu finden. Auf den betreffenden Almen werden zudem keine konkreten Maßnahmen getroffen, es werden die Gegebenheiten aufgenommen und darauf aufbauend wird untersucht, welche Maßnahmen auf Almen dieses Typs überhaupt infrage kommen würden. Das Oberland ist jedenfalls entsprechend repräsentiert", heißt es aus dem Büro von LHStv. Josef Geisler.

Einerseits ein Problem, andererseits unter höchsten EU-Schutzstatus

Zwar stellen große Beutegreifer wie Wolf und Bär ein Problem für die Tiroler Almwirtschaft dar, trotzdem stehen die Tiere unter höchsten EU-Schutzstatus. Sie dürfen nur unter bestimmten Voraussetzung "entnommen" werden. 

"Eine davon ist, dass die möglichen Präventionsmaßnahmen zum Schutz des Almviehs ausgereizt sein müssen“,

erläutert LHStv Josef Geisler.

Dazu wird nun die Studie auf den vier Tiroler Almen gestartet. Man möchte prüfen, inwiefern Herdenschutz in Tirol überhaupt möglich ist. Denn Erfahrungen mit Maßnahmen aus anderen Ländern kann man nicht einfach so auf Tirol übertragen. Es muss die hochalpine Topographie beachtet werden, genau wie Umstände einer inhomogenen Tierherde unterschiedlicher Größe und die Nutzung der Region durch Touristen.

Großflächiger Herdenschutz macht momentan keinen Sinn

Zwar verleiten die aktuellen Ereignisse, mit gerissenen Schafen, zu einem großflächigen Herdenschutz, jedoch würde dies momentan "keinen Sinn machen", so Martin Janovsky, Beauftragter des Landes Tirol für große Beutegreifer.

„Wir haben es derzeit in Tirol mit einzelnen durchziehenden Wölfen oder Bären zu tun. Herdenschutzmaßnahmen sind vor allem dann angezeigt, wenn es ein dauerhafte Präsenz von großen Beutegreifern, beispielsweise einem Wolfsrudel, gibt.“

Für derartige Fälle gibt es einen sogenannten Wolfsmanagementplan.

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
TOTE SCHAFE: DNA-Analysen deuten auf Wolf hin

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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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