Rücktritt
Anschober tritt zurück – Tiroler Politik äußert sich

Mit brüchiger Stimme gab ein merklich trauriger Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) seinen Rücktritt bekannt.
  • Mit brüchiger Stimme gab ein merklich trauriger Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) seinen Rücktritt bekannt.
  • hochgeladen von Lucia Königer

TIROL. Gesundheitsminister Anschober verkündete am Vormittag des 13. Aprils seinen Rücktritt aufgrund von seiner gesundheitlichen Verfassung. Mehrere Parteien äußerten sich zum Rücktritt.

Tiroler Grüne zum Rücktritt von Rudi Anschober

Aus der eigenen Partei erhält Anschober zu seinem Rücktritt aus Tirol Rückhalt. Tiroler Grünen Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe, Landesrätin Gabriele Fischer und Gesundheitssprecher Gebi Mair finden folgende Worte:

„Der Rücktritt als Gesundheitsminister zum Schutz der eigenen Gesundheit zeigt, wie konsequent und offen Rudi Anschober als Politiker und Mensch handelt und kommuniziert. Ein Politiker, ein Mensch der in der Bevölkerung genau deswegen auch so beliebt ist, weil er einfach und überlegt kommuniziert, dabei weniger die nächste Schlagzeile im Auge hat, sondern vielmehr immer dialogorientiert den breiten Konsens suchend, agiert. Dafür darf ich mich bei Rudi Anschober bedanken und ich bin wirklich froh, dass genau er grüner Gesundheitsminister war, der uns durch diese Pandemie geführt hat",

so LHStvin Ingrid Felipe

Soziallandesrätin Gabriele Fischer:

„Ehrlichkeit und Menschlichkeit zeichnet Rudi aus und haben seine Karriere so herausragend und besonders gemacht. Ich möchte ihm herzlich für seine unschätzbare Arbeit danken, er hat gezeigt, wie wichtig Ruhe und Umsicht, mit gleichzeitiger Hartnäckigkeit bei der Erarbeitung von Lösungen, auch in der schnelllebigen Welt der Politik sind.“

„Danke an Rudi Anschober für seinen übermenschlichen Einsatz in diesem Krisenjahr. Sein Einsatz für die physische und psychische Gesundheit aller Menschen in Österreich ist unglaublich und kostet auch einen persönlich hohen Preis",

so Klubobman Gebi Mair, der sich auch auf Twitter äußerte:

Tiefer Respekt für Anschober

„Ich habe tiefen Respekt für den scheidenden Bundesminister und seinen Einsatz bei der Bekämpfung der Pandemie",

so die Worte des Tiroler SPÖ Vorsitzenden und Klubobmann Georg Dornauer. Er definiert Anschober als integren und kompetenten Menschen, Eigenschaften, die man in der türkis-grünen Bundesregierung nicht oft findet, so ein Seitenhieb Dornauers. 
Zwar habe auch Rudi Anschober Entscheidungen in dieser Pandemie getroffen, die zu kritisieren sind, jedoch liege das eigentliche Problem der Krisen-Bekämpfung bei Bundeskanzler Kurz, so Dornauer. 
In den Augen des Sozialdemokraten sei der Bundeskanzler kurz davor "die nächste Koalition an die Wand zu fahren". Das Arbeitsklima in der Koalition dürfte sich nun noch weiter verschärfen. Das politische Hick-Hack rund um die Corona-Ampel wäre nur ein trauriges Beispiel von vielen gewesen, wie man in dieser Koalition tatsächlich miteinander umgeht, so Dornauer.

"Ich habe vollstes Verständnis, dass sich Rudi Anschober aus diesem toxischen türkisen Würgegriff zurückzieht und ich wünsche ihm auf seinem weiteren Weg von Herzen alles Gute und dass er bald wieder zu voller Kraft kommt.“

Dornauer plädiert dafür, dass Bundeskanzler Kurz die politischen Agenden im Gesundheitsministerium selbst übernimmt. Er solle die Verantwortung für das Ressort übernehmen, wenn er sich schon permanent einmische.

Hechenberger dankt Minister Anschober für die konstruktive Zusammenarbeit

Auch der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Josef Hechenberger nimmt Anschobers Rücktritt zum Anlass und bedankt sich herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit bei Minister Anschober.

„Besonders bedanken möchte ich mich, dass in puncto Herkunftskennzeichnung in den letzten Wochen sehr viel passiert ist. Minister Anschober hat eine Vorlage für eine umfassende Herkunftskennzeichnung laut Regierungsprogramm vorgelegt. Dafür bedanke ich mich herzlich. Man hat immer gemerkt, dass ihm Tierschutz und Lebensmittelsicherheit wirklich am Herz liegen und dass er in diesen Punkten wirklich etwas weiterbringen möchte."

FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger zum Rücktritt von Rudolf Anschober

„Im Namen der Tiroler FPÖ danke ich ihm für seine Arbeit und seine Bemühungen in diesen Zeiten und wünsche ihm rasche Gesundung und das Beste für den weiteren Lebensweg. Besonders gebührt ihm Anerkennung für seine offenen und ehrlichen Worte bei seiner heutigen Abschiedspressekonferenz. Auffallend war ja, dass er kein einziges Wort des Dankes für seinen Koalitionspartner die ÖVP übrighatte, was darauf schließen lässt, dass eine Koalition mit der türkisen Kurz-ÖVP schädlich für die Gesundheit sein kann.“

Landeshauptmann Günther Platter auf Facebook

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