Coronavirus
Kritik an 22:00 Uhr-Sperrstunde reisst nicht ab

Seit Freitag, 25. September, gilt in Tirol die vorgezogene Sperrstunde um 22:00 Uhr. Diese Maßnahme sorgt für viel Kritik.
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  • hochgeladen von Sabine Knienieder

TIROL. Seit Freitag, 25. September, gilt in Tirol die vorgezogene Sperrstunde um 22:00 Uhr. Diese Maßnahme sorgt für viel Kritik.

Erfolg von vorgezogener Sperrstunde ist fraglich

Erneut übt die Tiroler FPÖ Kritik an der vorgezogenen Sperrstunde. In ihrer Kritik bezieht sie sich auf die Spontanparty vor dem Haus der Musik am 2. Oktober. Noch um 23:30 wurde dort nach einer Veranstaltung gefeiert, da "sämtliche Lokale durch die sinn- und planlose Verordnung von LH Platter und seiner schwarz-grünen Landesregierung geschlossen sind.“, so der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann, Markus Abwerzger. Der Erfolg der vorgezogenen Sperrstunde sei wissenschaftlich nicht erwiesen. Die FPÖ Tirol fordert daher die sofortige Rücknahme der Sperrstundenvorverlegung in Tirol.

Pauschalmaßnahmen sind der falsche Weg

Stefan Zaggl, Bundesrat für die neue SPÖ Tirol aus dem Bezirk Reutte weist darauf hin, dass generelle Beschränkungen, wie beispielsweise die Vorverlegung der Sperrstunde auf 22:00 Uhr nicht zweckmäßig noch gerechtfertigt.

„In Reutte und in Osttirol ist die Ansteckungsgefahr aktuell sehr gering und die Corona-Ampel blinkt grün. Entsprechend sollten diese Regionen auch von den verschärften Regelungen der Landesregierung einerseits, aber auch von den Reisebeschränkungen seitens der Nachbarländer ausgenommen werden.“ (Stefan Zaggl)

Ganze Bundesländer über einen Kamm zu scheren, sei gesundheitspolitisch nicht zur rechtfertigen und wirtschaftlich wie gesellschaftlich mehr als bedenklich, so Stefan Zaggl.

Existenzielle Bedrohung durch jetzige Regelung

Kritik kommt auch von der Alternativen ListeInnsbruck. Auch sie spricht sich für eine Erweiterung der Sperrstunde aus. Die jetzige Regelung sei problematisch für VeranstalterInnen und Restaurants. Gleichzeitig würde diese Regelung nicht funktionieren, da sich das Problem unkontrollierbar verlagere. Die Menschen würden ja dennoch ohne Sicherheitskonzept weiterfeiern; Cluster seien so nicht mehr nachverfolgbar, so die Alternative Liste.

"Die jetzige Regelung wirkt nicht, denn die Leute werden um 22 Uhr vor der Tür gesetzt, doch sie stehen dann noch vor den Lokalitäten und werden dort noch länger konsumieren und die Betreiber*innen tragen die Schuld.“ (Mesut Onay, Alternative Liste Innsbruck)

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