Energiepreise
TIGAS beruhigt vor dem Winter – Gasversorgung gesichert

TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger informierte über die aktuelle Situation am Energiemarkt. | Foto: Pixabay (Symbolbild)
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Mit Beginn der neuen Heizperiode am 1. Oktober rückt die Entwicklung der Energiepreise wieder in den Fokus. Während die Preise für Heizöl, Pellets und Gas zuletzt teilweise deutlich gestiegen sind, bleiben die Fixpreise der TIGAS für rund 100.000 Haushalte und Gewerbekunden stabil. TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger betont zudem, dass die Gasversorgung Tirols für den kommenden Winter gesichert sei.

TIROL. Nach einer zwischenzeitlichen Entspannung haben die Energiepreise zuletzt wieder deutlich angezogen. Laut TIGAS stiegen die Preise an der Börse zuletzt bei Heizöl um rund 48 Prozent, bei Pellets um 28 Prozent und bei Gas um 12 Prozent.

Als Grund für die Entwicklung nennt TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger unter anderem die internationale Lage.

„Die Unsicherheit im Nahen Osten schlägt voll auf die Preise in Europa durch“

erklärte Tollinger. Wer nicht frühzeitig eingekauft habe, müsse nun teilweise deutlich höhere Preise in Kauf nehmen.

Für die rund 100.000 Haushalte und Gewerbekunden mit Fixpreisprodukten der TIGAS habe diese Entwicklung allerdings keine unmittelbaren Auswirkungen. Die Preise wurden mit 1. Juli 2026 sogar um mehr als zehn Prozent gesenkt. „Daran ändert sich auch nichts. Der Fixpreis gilt jedenfalls bis zum Ende der Heizperiode“, betonte Tollinger.

Die rund 100.000 TIGAS-Kunden mit Fixpreisprodukten profitieren seit Juli von einer Preissenkung. | Foto: pixabay / neelam279
  • Die rund 100.000 TIGAS-Kunden mit Fixpreisprodukten profitieren seit Juli von einer Preissenkung.
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TIGAS sieht sich als günstigen Anbieter

Nach Angaben des Unternehmens zählt die TIGAS mit ihren aktuellen Standard-Fixpreisprodukten zu den günstigsten Gasanbietern in Österreich. Tollinger verwies dabei auf die unterschiedlichen Entwicklungen am Energiemarkt.

Wer darauf gesetzt habe, dass die Preise weiter sinken würden, habe nun das Nachsehen.

„Diejenigen, die spekuliert haben, dass es billiger wird, sind jetzt die Verlierer“

sagte Tollinger.

Eine konkrete Prognose für die Gaspreise im Jahr 2027 sei derzeit allerdings nicht möglich. „Den Preis für 2027 kann man noch nicht vorhersagen“, so der TIGAS-Geschäftsführer.

Gasversorgung für Tirol laut TIGAS gesichert

Neben der Preisentwicklung war auch die Versorgungssicherheit ein Thema. Zuletzt hatten Berichte über teilweise nicht vollständig gefüllte Gasspeicher für Diskussionen gesorgt. Tollinger sieht für Tirol jedoch keinen Grund zur Sorge.

„Es ist keine Versorgungsfrage, sondern eine Preis- beziehungsweise Kostenfrage“

stellte der TIGAS-Geschäftsführer klar.

Der eigene Gasspeicher der TIGAS sei aktuell zu rund 90 Prozent gefüllt. Damit sei die eigenständige Versorgung Tirols für den bevorstehenden Winter aus heutiger Sicht gesichert.

Zum Vergleich: Die österreichischen Gasspeicher sind laut TIGAS derzeit zu rund 67 Prozent gefüllt. In anderen europäischen Ländern gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Polen kommt demnach auf rund 95 Prozent, Portugal auf 93 Prozent. In Lettland sind es rund 45 Prozent, in den Niederlanden rund 48 Prozent.

Auch ein vollständiges Ausbleiben von Gaslieferungen erwartet Tollinger nicht. „Dass kein Gas mehr kommt, wird nie passieren“, sagte er. Die europäischen Leitungsnetze seien zudem bestens miteinander vernetzt. Dadurch könne Gas aus unterschiedlichen Regionen bezogen und innerhalb Europas verteilt werden.

Der TIGAS-Gasspeicher ist laut Geschäftsführer Georg Tollinger derzeit zu rund 90 Prozent gefüllt. (Symbolbild) | Foto: pexels / Jan van der Wolf
  • Der TIGAS-Gasspeicher ist laut Geschäftsführer Georg Tollinger derzeit zu rund 90 Prozent gefüllt. (Symbolbild)
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Beschaffung bereits bis Sommer 2027 abgeschlossen

TIGAS hat nach eigenen Angaben bereits einen Großteil der benötigten Mengen abgesichert. Die Beschaffung des Unternehmens sei bis Sommer 2027 abgeschlossen. Dadurch könnten die aktuellen Preisschwankungen am Großhandelsmarkt nicht unmittelbar auf die bestehenden Fixpreisprodukte durchschlagen.

Tollinger rechnet angesichts der aktuellen Entwicklungen allerdings nicht mit einer raschen Entspannung an den Energiemärkten. In der vergangenen Woche war der europäische Erdgaspreis laut TIGAS auf den höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen.

Beratung für Kunden

Bei der Frage nach der Leistbarkeit der Heizkosten verwies Tollinger auch auf die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch die TIGAS. „Wir wohnen in einem Staat, in dem man sich das Heizen Gott sei Dank leisten kann“, sagte der Geschäftsführer.

Wer Schwierigkeiten habe, seine Heizkosten zu finanzieren, solle sich direkt an die TIGAS wenden. „Wenn jemand sagt, er kann sich nicht leisten zu heizen, bekommt bei uns Hilfe. Wir beraten jeden“, erklärte Tollinger.

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Der TIGAS-Gasspeicher ist laut Geschäftsführer Georg Tollinger derzeit zu rund 90 Prozent gefüllt. (Symbolbild) | Foto: pexels / Jan van der Wolf
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