22.11.2017, 13:31 Uhr

Neue Ambulanz am LKH Voitsberg - mit Video

Peter Mrak, Abteilungsleiter der Inneren Medizin, in einem der modernen Behandlungsräume im LKH Voitsberg.

Chirurgie und Innere Medizin wurden zusammengeführt, ab Montag wird auf der Ambulanz am LKH Voitsberg nach neuem System gearbeitet.

Es ist nicht alles neu am LKH Voitsberg. Das lassen die finanziellen Spielräume im Krankenhausverbund gar nicht zu. "Wir haben aber aus dem Vorhandenen das Beste gemacht", ist sich Gottfried Filzwieser, ärztlicher Direktor des LKH Weststeiermark, sicher. "Wir konnten nicht das ganze Haus umbauen." Also verlagerte man die gesamte medizinische Ambulanz vom Erdgeschoss in den 1. Stock und führte sie mit der chirurgischen Ambulanz zusammen. Daraus entstand eine neue interdisziplinäre Ambulanz, die laut Filzwieser in modernster Weise nach den geforderten Schwerpunkten ausgestattet ist.

So funktioniert die Ambulanz

Ab kommenden Montag geht das neue System in Betrieb. Dies soll wie folgt aussehen: Die Patienten kommen über den Haupteingang des Krankenhauses zur Rezeption im Erdgeschoss, wo die Anmeldung erfolgt. Per Stiege oder Lift geht es in den 1. Stock in den Warteraum. Dort gibt es ein neues Zimmer zur Ersteinschätzung, wo jeder Patient zuerst einmal hin muss. Dort wird nach dem Manchester-Triage-System vorgegangen. Dieses in den 90ern in England entwickelte System wurde in Österreich vor acht Jahren am LKH-Universitätsklinikum Graz eingeführt. Voitsberg ist eines der ersten steirischen Krankenhäuser, das dieses Modell nun übernimmt.

Der Patient wird von einer Schwester im Ersteinschätzungsraum untersucht und zu seinen Beschwerden befragt. Daraus ergibt sich eine von fünf Dringlichkeitsstufen: von rot für hochakut, also sofortige Behandlung, bis blau für ungefährlich und nicht dringend. Wer zuerst kommt, muss also nicht zwingend zuerst zur Behandlung kommen. Für nicht dringliche Fälle kann sich eine Wartezeit von bis zu zwei Stunden ergeben, wer einen Termin hat, soll jedoch innerhalb einer halben Stunde dran kommen. Während der Wartezeit werden die Patienten laufend beobachtet, ob sich ihr Status verändert. Zur Behandlung gibt es rund um den Wartebereich fünf Untersuchungsräume, die von Chirurgie und Innerer Medizin genutzt werden. Der Ultraschallraum kann in Notfällen ebenfalls zur Behandlung genutzt werden.


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Sechs neue Betten ab 2018

Außerdem befinden sich im 1. Stock die Intensivstation, Computertomographie, Röntgen und die ehemalige Aufwachstation, die zur Beobachtungsstation umfunktioniert wurde. "Das bringt uns deutliche Vorteile in der Behandlung der Patienten", meint Peter Mrak, Abteilungsleiter der Inneren Medizin in Voitsberg. Man habe vor der Umstellung die Patientenströme genau durchgerechnet. "Es ergeben sich keinerlei Probleme durch die gleichzeitige Behandlung auf der interdisziplinären Ambulanz", so Filzwieser.

Für die ehemaligen Räumlichkeiten der medizinischen Ambulanz im Erdgeschoss gibt es noch keine fixen Pläne zur Nachnutzung, man wolle erst abwarten, wie sich die neue Ambulanz bewährt. Die Öffnungszeiten der ambulanten Chirurgie bleiben jedenfalls unverändert. Sicher ist, dass es ab April 2018 sechs neue Betten im LKH Voitsberg geben wird, derzeit gibt es 42 im Krankenhaus. Das LKH Voitsberg wird mit Jahresende über 11.000 ambulante Patienten im Jahr 2017 behandelt haben, mehr als die Hälfte davon in der Chirurgie.
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