28.06.2017, 09:39 Uhr

Baureportage Wirtschaftshof Weiz: Wirtschaftshof ist zukunftsfit

Ein schlichtes Design zieht sich durch die gesamte Architektur. Bereits der Eingangsbereich macht das deutlich. (Foto: Grafiken, Treusch architecture)

Der neue Wirtschaftshof Weiz punktet mit seiner Einfachheit und Funktionalität.

Der Neubau des Wirtschaftshofes in Weiz geht in die heiße Endphase. Mitte Juli sollen bereits die Mitarbeiter mit der Umsiedelung in die neuen Räumlichkeiten beginnen. Die offizielle Eröffnung ist für 7. Oktober angesetzt. Der Startschuss für den Bau des modernen Gebäudekomplexes der Stadtgemeinde Weiz mit Unterstützung des Landes Steiermark fiel im Mai 2016. Im Gewerbepark "Energiestraße" neben der Elin-Motoren-Arena im Ortsteil Preding schufen die bauausführenden Firmen auf einer Grundstücksfläche von knapp 20.000 m² einen modernen, schlicht gehaltenen und funktionalen Stahlbetonbau. Die beiden Baukörper bilden einen winkelförmigen Abschluss im Sinne einer Blockrandbebauung. So entstand ein geschützter und übersichtlicher Platz, der die Funktionen des Wirtschaftshofes miteinander verbindet.

Von Verwaltung bis Fuhrpark
Die neuen Bereiche umfassen die Verwaltung, Werkstätten für Kraftfahrzeuge, die Schlosserei, das Wasserwerk, eine Tischlerei, eine Lackierstation, den Elektriker, die Gebäudeverwaltung und Gärtnerei, Fahrzeughallen für den gesamten Fuhrpark, Lagerhallen mit Archiven, Waschanlagen und vieles mehr.

Klare Akzente
Die Planungsgemeinschaft "Treusch architecture und FCP" legte mit dem Bauherren Wert darauf, die Hofstruktur großzügig und übersichtlich anzulegen. Die reduzierte Formensprache des Gebäudes vermittle Klarheit für eine strukturierte Arbeitswelt mit dem Fokus auf einfache, effiziente Abläufe. Das schlichte Erscheinungsbild betone die Funktionalität des Gebäudes und stehe für nachhaltige Prozesse in Wirtschaft und Technik, wie es die Verantwortlichen der Planungsgemeinschaft beschreiben. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Punkt in der Planung des Gebäudes. So wird erneuerbare Energiegewinnung durch Photovoltaik und Fernwärme möglich.

Regionale Firmen mit an Bord
Das beauftragte Bauunternehmen ÖSTU-Stettin wählte Subunternehmer aus der Region, die maßgeblich zum Gelingen des Bauprojektes beitrugen. Nun – kurz vor der Fertigstellung – ist die Freude beim neuen Leiter des Bau- und Wirtschaftshofes, Gerald Egger, spürbar: "Das Wunderbare am Gebäude ist die Gestaltung, die ins Landbild passt. Das Gebäude selbst bildet ein Zentrum für die derzeit noch getrennten Bauhof- und Wasserwerkstandorte. Ich freue mich, wenn meine Mitarbeiter und ich in den nächsten Wochen in einen der größten und zukunftsweisendsten Wirtschaftshöfe der Steiermark einziehen werden." Die Gesamt-Bruttogeschossfläche beträgt übrigens 8.770 m² (15 Prozent größer als der alte Bau- und Wirtschaftshof samt seinen Außenstellen). Es wurden Maßnahmen getroffen, um die Basis für mögliche Erweiterungen zu schaffen. Künftig sorgen 100 Mitarbeiter auch am neuen Standort dafür, dass kommunale Aufgaben und Services zum Wohl der Bürger erfüllt werden.

Neuer Leiter für städtischen Bau- und Wirtschaftshof

Gerald Egger ist der neue Leiter des Bau- und Wirtschaftshofes Weiz. Der 46-Jährige wohnt mit seiner Ehefrau Ingrid in Birkfeld/Waisenegg. Nachdem er an der HTL Weiz im Bereich Maschinenbau-Betriebstechnik maturiert hatte, startete er als Gemeindearbeiter am Bauhof der Marktgemeinde Birkfeld ins Arbeitsleben. Nach knapp einem Jahr ging es wieder zurück nach Weiz – Gerald Egger arbeitete sodann in der Elin als Produktionsmitarbeiter in der Generatorenfertigung im Dreischichtbetrieb. Anschließend wechselte er zwischen den Bereichen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und Qualitätsplanung bis hin zum Projektmanagement im Bereich "Turbogeneratoren" für General Electric USA. Den Großteil seiner 22 Dienstjahre war er für die Elin/Andritz tätig.

Berufliche Veränderung
Am 1. Jänner 2017 trat er die Nachfolge von Fredi Leitgeb als Leiter des städtischen Bau- und Wirtschaftshofes an. "Die Zusammenarbeit mit Menschen ist für mich von großer Bedeutung. Es geht mir darum, gemeinsam als Team, gesteckte Ziele zu erreichen. Die Menschen und die Gegend sind mir seit jeher vertraut und so blicke ich den notwendigen kommunalen Aufgaben, die wir entsprechend erfüllen werden, optimistisch entgegen", sagt der neue Leiter. Der Bau im Ortsteil Preding sei, so Egger, ein wichtiger Teil für die Infrastruktur der Stadtgemeinde Weiz, der wesentliche Funktionen in einem modernen Gebäudekomplex vereine.

• Hier geht es zum ePaper

Ermöglicht durch:

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.