Kunstsymposion: Design, Diskurs & Robotik

Ewald Ulrich mit "Fiat Lux"
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Das 2015er Kunstsymposion geht nun in einen ruhigeren Abschnitt über. Etwa demnächst im G20, einem sehr frischen Ereignisort.

Das Kürzel G20 steht einerseits für die Grazerstraße 20 in Gleisdorf, andrerseits für einen Veranstaltungsort, der sich als Akzent in der Peripherie des Zentrums zeigt. Was damit gemeint ist?

Gleisdorf hat einen bemerkenswerten Stadtrand der Betriebsstätten. Sitze ich bei Peter Eberl im Büro und schau zum Fenster hinaus, blicke ich auf die Fabrik, in der 2012 mit der Serie von Kunstsymposien begonnen wurde; nämlich in der Rundhalle von Binder +Co.

Es geht momentan darum, das 2015er Kunstsymposion auf einen nächsten Punkt zu bringen. Es wurde eben „Mythos Puch“ II absolviert, was im Rückblick als erheblicher Erfolg gelten darf. Dabei wurden Kunst, Handwerk und Volkskultur auf mögliche gemeinsame Quellen befragt.

Nun geht es zu Themenstellungen für das neue Arbeitsjahr voran. Die „Talking Communities“ werden bei Peter Eberl im G20 weitergeführt. Norbert Gall, vormals Brand Manager von Abarth Austria, jetzt für DAF Trucks zuständig, wird einen Input zum Thema „Die Farben der Geschwindigkeit" liefern. Dabei geht es unter anderem um das Phänomen, wie aus technischen Implikationen kulturelle Codes werden.

Den anderen Part liefert Medienkünstler Niki Passath mit "Crazy Robots". Dabei haben Interessierte die Gelegenheit, mit Passath jene kleinen Roboter zu bauen, die dann abends auf das Feld geschickt werden, wo das Publikum sehen kann, was die kleinen Schwärmer als Gruppe ausmacht.

Das verweist inhaltlich auch auf die erste Ausbaustufe des Projektes „Fiat Lux“, wo Fragen zum „Geist in der Maschine“ mit anderen Zugängen und Schwerpunkten erhoben wurden.

Hier entwickeln also der Kultur.at: Verein für Medienkultur und Kunst Ost in Kooperation mit Fokus Freiberg schon die Arbeitsgrundlagen für 2016 und das kommende Kunstsymposion.

Das wird auch zu Künstler Selman Trtovac („Heterotopia PerpetuumMobile“) nach Belgrad verzweigt werden. Trtovac arbeitet am Thema Mensch-Maschinen-Interaktion auf völlig andere Art als das oststeirischen Projekt-Team.

Mit dem ersten Auftritt von „Fiat Lux“ vor Publikum bei der Veranstaltung „Mythos Puch“ II ist dieser Prozeß des interdisziplinären Arbeitens an solchen Themen auch nach außen, an die Öffentlichkeit geführt worden. Das Artefakt steht momentan in Graz in der Ausstellung „30 Jahre WiGL-Design“: [link]

Diesen selbstgesteuerten Roboter können Sie auch kurz im Einsatz sehen. Es gibt inzwischen ein Blogmobil-Video: [link]

Ein wichtiger Termin in dieser Abschluß-Serie des Oktobers steht schon fest. Am 20.10.2015 referiert Karl Stocker "Von der Geschichte des Designs zu einer Geschichte der immateriellen Dinge" (Vortrag & Debatte 19:00 Uhr, Stadtapotheke, Florianiplatz 8, 8200 Gleisdorf).

Was sich heuer zeigen ließ, ist eine multidisziplinäre Vorgangsweise. Das bedeutet, im 2015er Kunstsymposion wurden unterschiedliche Disziplinen gebündelt. Im kommenden Jahr geht es um einen Modus, bei dem in einer Zusammenarbeit die Grenzen der Disziplinen aufgelöst werden können, um einen interdisziplinären Modus herbeizuführen. Aber dazu ist noch einige Klärungsarbeit nötig.

+) Das 2015er Kunstsymposion (Dokumentation): [link]

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