Verheerende Unwetter in Ratten

Die Gemeinde Ratten wurde am Dienstag von schlimmen Unwettern heimgesucht, die schwere Schäden hinterlassen haben.
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  • Foto: Gemeinde Ratten
  • hochgeladen von Nadine de Carli

Die Unwetter nehmen in diesem Sommer kein Ende: Vorgestern wurde die Gemeinde Ratten von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. 

Dienstag, 11. August, war Unwettertag im oberen Feistritztal. In kürzester Zeit stürzten riesige Wassermengen vom Himmel herunter und hinterließen in Teilen von Ratten, im Bereich Klause sowie auch in St. Kathrein/H. eine Spur der Verwüstung.
Die Feuerwehren in den betroffenen Gebieten standen im Dauereinsatz. Daniela Zapf, Vizebürgermeisterin von Ratten und Sicherheits-GR Christian Gutschelhofer übernahmen als Vertreter der Gemeinde die Koordination und haben ihre Hilfe angeboten. Bürgermeister Thomas Heim brach seinen Urlaub ab und kehrte in seine Heimatgemeinde zurück, um sich ein persönliches Bild von den Unwetterschäden machen zu können.

"An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Einsatzkräfte und den vielen fleißigen Händen! Wir sind noch bei der Schadenserhebung", so der Bürgermeister, "man kann noch keine Zahlen oder Schätzungen abgeben, aber es wird eine große finanzielle Herausforderung werden. Mit Sicherheit gab es Schäden an Landes- und Bundesstraßen sowie im Privatbereich."

Auch Landesrat Hans Seitinger informiert sich vor Ort über die teils verheerenden Schäden, die das Unwetter heute hinterlassen hat.

Sperre im Bereich Klause

Die L407 zwischen Ratten und Rettenegg wurde im Bereich Klause gesperrt, da aufgrund der großen Menge an Schadholz und Geschiebe im Hangbereich eine gesicherte Durchfahrt nicht gewährleistet werden konnte. Die Sperre bleibt bis auf weiteres für etwa zwei Wochen aufrecht!

Hier geht's zum Video des Hochwassers.

Hochwasserschutzmaßnahmen haben gewirkt

Trotz der verheerenden Bilder lässt Bürgermeister Thomas Heim wissen: "Die Hochwasserschutzmaßnahmen der letzten Jahre haben gewirkt." Denn ohne die Maßnahmen der letzten Jahre hätten die Schäden noch viel größer sein können.
So wurden in der Vergangenheit bereits einige Sperren und Rückhaltebecken errichtet, wie die Erneuerung des Bretterhofer-Grabens vor fünf Jahren oder die Errichtung des Hochwasserschutzes bei der Verbandskläranlage im Vorjahr. Auch beim Bauhof wurde eine neue Hochwasser-Mauer errichtet. "Gott sei Dank haben wir diese Maßnahmen bereits errichtet, die Mauern haben gehalten", so Heim. Nun müssen weitere Schwachstellen evaluiert werden, denn die Gemeinde hat ein großes Einzugsgebiet an Nebenflüssen. Wie den Hirschbach, der einen wichtigen, "neuralgischen Punkt" darstellt, wie Heim wissen lässt. An der Engstelle zum Feistritzbach kam es nun zu Überschwemmungen. "Es ist unvorstellbar, was sich da an Wassermaßen gebildet hat. Das hat es in dem Ausmaß noch nie gegeben. 1964 hat es das letzte große Hochwasser gegeben und seitdem haben wir die Sperren Jahr für Jahr verbessert", ergänzt der Bürgermeister.

Samariterbund vor Ort

Seit Mittwoch Nachmittag ist der Samariterbund Landesverbands Steiermark in Ratten vor Ort und hat beim Pflegeheim eine Notfallversorgung eingerichtet – mit Notbetten, Wasseraufbereitungsanlage, Notstromaggreagat, Feldküche, einer Drohne mit Wärmebildkamera sowie gmodernstes medizinisches Equipment.
Der Katastrophenzug des Samariterbund wurde vom Seniorenkompetenzzentren (Lärchenhof) nach Ratten alarmiert. Grund war ein Stromausfall im Pflegeheim. Auch Versorgungswege und Straßen waren überschwemmt und mussten von der FF freigelegt werden. Der Samariterbund bietet nun der Bevölkerung von Ratten mit Sanitätern und Notfallsanitätern eine umfangreiche Notfallambulanz im Lärchenhof. 

Telefonnummer für Notfälle: 0664/9126582

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