Kultur im Bezirk Weiz
Aufmerksamkeitsökonomie
- Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark
- hochgeladen von martin krusche
Ist Ihnen dieser Begriff vertraut? Er handelt davon, daß die Aufmerksamkeit eine Währung und eine Ressource ist. Dabei wäre auch von Präsenz und Sichtbarkeit zu reden.
Wenn Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark eben kurz in unserem „Kulturraum“ vorbeigeschaut hat, dann darf ich annehmen, das wurzelt in seiner Neugier, was unsere Aktivitäten angeht. Ich bin für seine Reputation kein nennenswerter Gewinn.
Wenn ich dann sage: „Gib mir eine Pose“, sehen Sie hier zwar nicht jene lustige Haltung, mit der er mir das Wort Pose quittiert hat, aber da stand er nun. Das bedeutet unter anderem, wir beide spielen mit dem Sujet Aufmerksamkeitsökonomie, wissend, das gehört zu unserem Handwerk. Und ich meine, wir machen das recht entspannt, augenzwinkernd.
Für Politiker wie Künstler ist es beruflich gleichermaßen essenziell, mit Präsenz und Sichtbarkeit zu arbeiten. Wer das runterspielt, wäre a) der Heuchelei verdächtig und müßte sich b) fragen lassen, ob er oder sie von solchen Angelegenheiten überhaupt eine Ahnung hat.
All das hängt auch mit zwei alten Kategorien zusammen: das private und das öffentliche Leben, gekoppelt an den Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Räumen. Sowas ergibt unter anderem kulturpolitische Zusammenhänge.
Damit ist vor allem die Frage gemeint, wie a) Funktionstragende der Politik und b) Privatpersonen im Wechselspiel jene Beiträge gestalten, die in einem relevanten geistigen Leben zur Zukunftsfähigkeit des Gemeinwesens beitragen. Da läuft nichts mit großen Gesten, knackigen Slogans und blumigen Ankündigungen. Da zählen ganz einfach Arbeitsergebnisse.
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