Corona-Pandemie
Raus aus dem Kindergarten!

Aus LFF läßt sich kein guter Schlachtruf machen. Dazu sollte das dritte Wort ein paar Silben mehr haben. (Da kann man vermutlich von Fußball-Fans was lernen.)
  • Aus LFF läßt sich kein guter Schlachtruf machen. Dazu sollte das dritte Wort ein paar Silben mehr haben. (Da kann man vermutlich von Fußball-Fans was lernen.)
  • hochgeladen von martin krusche

Wird die Verbreitung relevanter Informationen in Österreich blockiert? Nein, soweit ich sehe, geschieht nichts dergleichen. Wir haben alle denkbaren Möglichkeiten, unsere Ansichten über eine Vielzahl von Kanälen in öffentliche Debatten einzubringen. Wir können uns nach Belieben und eigenem Geschmack informieren wo es uns paßt.

Das steht bei uns ganz im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die mir garantiert, daß ich mich frei informieren und äußern darf, daß ich jedem Gedanken anhängen darf. Freilich bleiben wir dabei an geltende Reglements gebunden.

Wer gegen die Ansichten anderer Leute etwas vorbringt, etwas behauptet, was er oder sie nicht belegen, nicht beweisen kann, wenn das überdies den Ruf und/oder die Existenz anderer Leute beschädigt, ist sowas klagbar. Dann wird man eventuell vor Gericht beweisen müssen, was die geäußerte Meinung taugt.

Wem dieser Modus nicht paßt, fördert die Tyrannei. Bloße Behaupterei ist unzureichend. Man sollte belegen können, was man behauptet oder wenigstens einen gut nachvollziehbaren begründeten Verdacht äußern. Ab da braucht man Verbündete. (Ein einsames Herumposaunen von irgendwas fällt unter Privatmythologie.)

Gleisdorfs Krawall
Bin ich auf eine rollende Lautsprecheranlage angewiesen, die uns alle anbrüllt und überdies einen sehr mäßigen Musikgeschmack verbreitet, um die Argumente von Impfgegnern, Kulturpessimisten und Zunkunftsängstigen zu erfahren? Nein, das bin ich nicht!

Das Internet ist voll davon. Ich kann mir holen, was immer mich interessiert. Ich empfinde es daher als Nötigung, wenn mich Leute zweimal pro Woche anbrüllen, um mir Dinge aufzudrängen, die ich heute für weniger als zehn Cent an jeder Ecke bekommen kann. (Und ich will nicht mit einer Musik bedröhnt werden, die meinem Geschmack entgegensteht!)

Es umgibt mich ohnehin ein ganzes Rudel von Facebookies, die mir laufend Wahrheiten zum Thema anbieten. Würde ich mehr als zehn Minuten brauchen, um per Web-Recherche einige gewichtige Info-Portale und diverse Kanäle mit Videos wie Podcasts zu finden, man müßte mich für einen Agenten der Blödheit halten.

Allgemein verfügbare Informationen und mittelmäßige Musik sind meiner Ansicht nach keine ausreichend schwerwiegende Sensationen, um dafür andere Rechtsgüter notorisch zu übersteuern. Wie also geht Demokratie?

Zum Beispiel indem man einmal aufhört herumzubrüllen, die mühsame und konsequente politische Arbeit beginnt, Mehrheiten bildet, Ergebnisse erarbeitet und vorlegt, der eigenen Gefolgschaft Respekt erweist, indem man sachlichen Einwänden dank solider Kompetenz standhält.

Das Motto hieße nach all den Monaten der Mobilisierungsarbeit, da die Mobilisierung eh gerade so deutlich schwächelt: „Raus aus dem Kindergarten, rein in die Realpolitik!“

+) Übersicht: Zur Pandemie-Debatte

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