28.03.2016, 10:37 Uhr

Beim härtesten Weltcup Mountainbike Rennen der Welt, dem Absa Cape Epic in Südafrika, waren auch zwei aus dem Bezirk Weiz dabei

(li.) Der Gleisdorfer Franz Lafer und der Albersdorfer Rudolf Steindl beim Start einer Etappe, beim Absa Cape Epic in Südafrika. (Foto: Sportograf.com)
Das Rennen wird jedes Jahr im Südafrikanischen Westerncape, im Raum Kapstadt ausgetragen und verläuft immer auf einer anderen Route. Mit einer Gesamtlänge von 654 km, Insgesamt 15000 Höhenmetern in einer Gesamtzeit von 50:42:48 Stunden und einen Gesamtschnitt von 12,9 km/h wurden der Gleisdorfer Franz Lafer und der Albersdorfer Rudolf Steindl in ihrer Klasse 142. und im Gesamten belegten sie den 400. Platz. Um als Amateur bei diesen Rennen teilnehmen zu können muss man sich zuerst anmelden und die begehrten Plätze werden ausgelost. Es nahmen 650 Zweier-Teams beim Rennen teil das über Stock und Stein ging und 8 Tage dauerte. Von den 11 gestarteten Östereichern, inklusive der Profis, waren am Ende 6 in der Wertung und sie die einzigen Steirer. Franz Lafer hat das Rennen jetzt drei Mal beendet und wurde dadurch in den ehrenvollen und exklusiven "Amabubesi Finisher Club" aufgenommen.
Prolog in Meerendal 26 km und 770 Höhenmeter: Sollzeit 3 Stunden.
Die Strecke war ein Traum zum Fahren, sie bestand zu 80% aus Singletracks und zum Reinkommen perfekt, auch die Temperatur war angenehm. Vom Start weg ging es gleich 270 Höhenmeter auf einer Länge von 3,5 km Singletracks auf den Dorstberg. Von dort an war es ein ständige auf und ab bis in Ziel. Die beiden brauchten für die Strecke 1:47:14 Stunden und belegten die Plätze 182 sowie 489. im Gesamten.
Etappe 1 von Tulbagh nach Tulbagh 108 km mit 2300 Höhenmetern: Sollzeit 10 Stunden.
Die Strecke führte durch Weingärten und Obstplantagen, dabei waren 10 Anstiege zu meistern, die eine Höhendifferenz von 100 -300 Meter hatten und es lag stellenweise Staub von 10 cm auf den Wegen. Da es an diesem Tag sehr heiß war, hatten beide Probleme mit Krämpfen in den Beinen und konnten nicht mehr viel zulegen, trotzdem haben sie Plätze gut gemacht. Die Strecke wurde in einer Zeit von 8:15.42 Stunden bewältigt und wurden 171. und 486.
Etappe 2 wieder von Tulbagh nach Tulbagh 94 km mit 2200 Höhenmetern: Sollzeit 9:30 Stunden.
Die Strecke hat es in sich gehabt. Von Start weg ging es 8 km fast flach zum einrollen und von da an ging es Bergauf, dabei mussten sie auf einer Strecke von 10 km 900 Höhenmeter machen, dabei mussten sie das Rad auch tragen und schieben. Oben angekommen auf einer Höhe von 1000 Metern war der Ausblick ein Traum. Dann ging es auf einer Höhe zwischen 750 m bis 1250 m auf und ab, am höchsten Punkt angekommen ging die Tour dann ca.18 km bergab ins Ziel. Da der Singletrail sehr felsig war, waren die Räder auch bergab stellenweise zu tragen. Vom Vortag noch geschwächt war das der schlechtester Tag mit 8:22.06 Stunden und den Plätzen 175.und 488.
Etappe 3 von Tulbagh nach Wellington 104 km 2200 Höhenmeter: Sollzeit 9:15 Stunden.
Die Etappe fing zum Reinkommen perfekt an, nur das ändertet sich nach der ersten Labestation, von da an waren zwar nicht viel Höhenmeter zu machen, aber es war der Untergrund fast nur Sand und das stellenweise so tief und lang, dass man mit schieben oft schneller war als mit fahren, und das auf einer Länge von ca. 30 km. Nach der zweiten Labestation kam dann der ca.18 km lange Anstieg auf der Passstraße zum Bain`s Kloof Pass, bei einer Temperatur von 35 Grad. Oben am höchsten Punkt war der Ausblick unbeschreiblich und von dort gingen die letzten 35 km auf Singletracks ins Ziel. Sie brauchten für die Strecke 8:12.45 und im Ziel wurden wir 149. und 413.
Etappe 4 Wellington nach Wellington 74km 1900 Höhenmeter: Sollzeit 7 Stunden.
Die Strecke führte durch Weinberge und Olivenplantagen zu 85% nur auf Singletracks und mit 5 Anstiegen war es der leichteste Tag bis jetzt. Der erste Anstieg ging über 29 Singeltrack-kehren von 150m über den Alp d`Heuz genannten Anstieg auf 500m Höhe. Das war aber nicht der höchste Punkt des Tages, einmal ging es noch auf einmal 350 Höhenmeter auf 550 Metern hinauf. Trotzdem war es ein Tag zum genießen und Kräfte sparen. Die Strecke hatten sie in 5:40.04 Stunden geschafft, dabei wurden die Plätze 151. und 423. erreicht.
Etappe 5 Wellington nach Boschendal 94 km 2500 Höhenmeter: Sollzeit 8:30 Stunden.
Das war die Königsetappe vom Cape Epic 2016 mit 5 Anstiegen die es in sich hatten mit schieben und das tragen des Rades und mit einer Abfahrt die einen noch den letzten Rest Kraft abverlangt hatte, aber nach der Abfahrt kam eine Fluss Durchfahrt, die für alles was war und noch auf den letzten 10 Kilometern kommen sollte entschädigte. Es waren die gefühlten längsten 10 km ins Ziel. Es war sehr starker Gegenwind und die Strecke führte bis ins Ziel immer Bergauf, dafür brauchten sie 7:16.22 Stunden und wurden 141 und 397.
Etappe 6 Boschendal nach Boschendal 72 km 2100 Höhenmeter: Sollzeit 6:45 Stunden.
Diese Etappe hatte es in sich mit 7 Anstiegen zwischen 200-450 Höhenmeter und mit einer Sollzeit von nur 6:45 Stunden war es eine Etappe zum Gas geben. Es war den ganzen Tag nur ein auf und ab und vor der letzten Labestation kam dann das Highlight des Tages, zuerst ein Singletrack von 3 km Bergauf und dann kam der Skyfall auf einer Länge von 6 km. Und von da weg ging es noch bis zum Ziel über Stock und Stein, dafür brauchten sie 5:42.29 Stunden, was den 121. und 353. Platz bedeutete.
Etappe 7 Boschendal nach Meerendal 86 km 1500 Höhenmeter: Sollzeit 7:15 Stunden.
Die letzte Etappe war nichts zum Genießen, da es die ersten 30 km nur Bergauf und Bergab ging und das Mittelstück war zwar flach, aber mit viel Gegenwind und der Schlussabschnitt hatte es noch einmal in sich, da ging es auf 14 km Singletracks ins Ziel nach Meerendal. Das Highlight am letzten Tag war der Zieleinlauf und das Gefühl es geschafft zu haben, das härteste Weltcup Mountainbike Rennen der Welt durchgefahren zu sein. Für die letzte Etappe brauchten sie 5:26.04 Stunden und wurden 142. und Gesamt 404.

Ein Dank geht auch an Bike Shop Bernhard Schmuck in Anger für die Dressen!
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 28.03.2016 | 11:35   Melden
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