Corona-Krise
Banken-Obmann Gasselsberger: Genug Bargeld vorhanden

Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank und Sprecher der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer OÖ: "Werden Abschwung erleben."
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  • Foto: Eric Krügl
  • hochgeladen von Thomas Winkler, Mag.

Die Banken haben neben Supermärkten, Apotheken und Tankstellen trotz Corona-Krise weiterhin geöffnet. In den vergangenen Tagen wollten einzelne Kunden hohe Bargeldbeträge abheben. Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger, Sprecher der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Oberösterreich, beruhigt: "Bei den Banken ist genug Bargeld vorhanden." Er rät allerdings aus Sicherheitsgründen davon ab, große Geldmengen zuhause zu horten. Seine Wirtschaftsprognose: "Wir werden einen Abschwung erleben."

OÖ. Die erhöhte Bargeldnachfrage vor allem in der letzten Woche an Bankschaltern und Bankomaten habe sich aber bereits wieder normalisiert, so Gasselsberger. "Und die Nationalbank sowie die oberösterreichischen Banken sind hinreichend mit Bargeld ausgezeichnet." Die Vermutung des Oberbank-Generaldirektors zur erhöhten Bargeld-Nachfrage: "In der vergangenen Woche ist bei 400 Bankomaten in Österreich das Netzwerk ausgefallen – das hat zusammen mit Fake News und der Verkündung der Maßnahmen gegen die Corona-Krise zu Irritationen geführt."

"Bargeld-Sehnsucht" wie Hamsterkäufe

So wie die Hamsterkäufe sei deshalb auch eine "Bargeld-Sehnsucht" entstanden. "Bargeld ist ein sehr sensibles Thema, genau deshalb ist es auch so wichtig, dass die Banken weiterhin offen haben." Gasselsberger warnt jedoch: "Es ist ein sehr hohes Risiko, höhere Bargeldbeträge daheim aufzubewahren, das sollte man nicht tun."

"Nachhaltige Abschwächung" der Wirtschaft


Der Oberbank-Generaldirektor erwartet durch die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung eine nachhaltige Abschwächung der Wirtschaft, weil etwa die Autoproduzenten in Deutschland teils ihre Werke stilllegen, was die vielen Zulieferer in Oberösterreich betrifft. Gerade die eigenkapitalschwächeren Klein- und Mittelbetriebe bräuchten jetzt dringend Überbrückungshilfen des Bundes und des Landes. "Mit den entsprechenden Programmen, die sie aufgelegt haben und noch auflegen werden, werden wir ganz gut drüber kommen." Noch wichtiger sei aber für die Stimmung eine nachhaltige Abschwächung der Ansteckungszahlen mit dem Corona-Virus. Die Regierung tue das Ihre mit einer "hervorragenden Kommunikation" der Maßnahmen, die "von den Leuten größtenteils diszipliniert umgesetzt werden.

"Home Office ist Gewinner aus Corona-Krise"

Gasselsberger ist überzeugt: "Home Office wird als Gewinner aus der Corona-Krise hervorgehen." Die derzeitigen Erfahrungen würden den Unternehmen die Scheu vor Home Office nehmen, "teilweise sind die Mitarbeiter im Home Office produktiver als bei normalen Bürotätigkeiten." Die Oberbank habe 500 Home Office-Arbeitsplätze eingerichtet: "Es funktioniert sehr gut" – fast die ganze IT sei im Home Office, in großen Filialen wie an der Donaulände liefen 50 Prozent der Funktionen über Home Office. All jene Mitabeiter, die Kinder betreuen müssen, seien bei voller  Lohnfortzahlung dafür freigestellt.

AKOÖ rät nichts zu überstürzen
Autor:

Thomas Winkler, Mag. aus Oberösterreich

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