Reha-Zentrum Aflenz
Pensionsversicherung sucht Modelle für die künftige Nachnutzung
- Das Reha-Zentrum in Aflenz und seine ungewisse Zukunft kommt nicht aus den Schlagzeilen.
- Foto: Patrick Baumgartner
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Wieder ist das Reha-Zentrum in Aflenz und die angekündigte Schließung Thema: Die Pensionsversicherung startet eine Marktsondierung und lädt öffentliche, aber auch private Einrichtungen ein, Konzepte für die langfristige medizinische bzw. gesundheitliche Nachnutzung des Standorts einzubringen.
AFLENZ. In den letzten Wochen und Monaten ist das Reha-Zentrum in Aflenz und die angekündigte Schließung der Einrichtung kaum aus den Schlagzeilen gekommen. Es gab lautstarken Widerstand von vielen Seiten, einen organisierten Protestmarsch und immer wieder haben sich Politiker aus der Region für den Erhalt der Einrichtung stark gemacht.
- Blutzuckermessung: Das Reha-Zentrum in Aflenz ist derzeit auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes spezialisiert.
- Foto: Symbolbild: Panthermedia/SimpleFoto
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Nun kommt wieder Bewegung in die Diskussion, denn die Pensionsversicherung (PV) startet nun eine Marktsondierung und lädt öffentliche, aber auch private Einrichtungen ein, Konzepte für die langfristige medizinische bzw. gesundheitliche Nachnutzung des Standorts einzubringen. Auch das Land Steiermark ist eingeladen, sich mit konkreten Vorschlägen zu beteiligen.
Unterschiedliche Nachnutzungen möglich
Die Marktsondierung wurde von der PV bewusst offen gestaltet, um unterschiedliche Modelle einer gesundheitlichen Nachnutzung zu ermöglichen. Denkbar sind verschiedene Formen der gesundheitlichen Versorgung, etwa Angebote im Bereich der Kurz- und Langzeitpflege, Rehabilitation, Nachsorge oder andere gesundheitsbezogene Leistungen.
- Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden haben sich gemeinsam für den Erhalt stark gemacht.
- Foto: SPÖ
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„Mit der Marktsondierung gehen wir aktiv auf die Suche und schaffen die Grundlage, um unterschiedliche Möglichkeiten für die Nachnutzung des Standorts auszuloten. Unser Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur bestmöglich für die Gesundheitsversorgung zu nutzen und eine nachhaltige Perspektive für Aflenz zu schaffen“, so Andreas Herz und Peter Schleinbach, Obmänner der Pensionsversicherung.
Auch das Land ist eingeladen
Ausdrücklich lädt die Pensionsversicherung auch das Land Steiermark ein, sich mit konkreten Vorschlägen zu bedarfsorientierten Versorgungsangeboten und Investitionen zu beteiligen. „Wir wollen gemeinsam mit dem Land Steiermark und weiteren Partnern überlegen, wie eine langfristige Nutzung vom Standort Aflenz aussehen kann. Wenn alle Beteiligten ihre Möglichkeiten nutzen, können wir gemeinsam zum Ziel gelangen“, so Herz und Schleinbach weiter.
- In den letzten Wochen und Monaten wurde mehrfach gegen die geplante Schließung demonstriert.
- Foto: SPÖ
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Welche konkrete Nutzung letztlich umgesetzt werden kann, wird auf Basis der eingehenden Interessenbekundungen und Konzepte geprüft. Die Marktsondierung wird auch im Amtsblatt der Europäischen Union (TED) veröffentlicht.
"Einspruch!"-Tour
Nicht nur die Menschen in der Region bewegt die Zukunft des Reha-Zentrums Aflenz; mehr als 13.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein starkes Zeichen für den Erhalt des Standortes gesetzt. Auch politisch gibt es breite Unterstützung für den Weiterbestand der Gesundheitseinrichtung und die Sicherung der rund 135 Arbeitsplätze in der Region.
Für den steirischen SPÖ Chef Max Lercher etwa ist klar: „Jetzt braucht es ein deutliches Signal der Landesregierung: Wir wollen, dass sich das Land Steiermark an diesem Prozess beteiligt. Deshalb fordere ich eine verbindliche Interessensbekundung des Landes, um den Standort Aflenz zu erhalten“, sagt Lercher. „Die PVA selbst sieht eine Beteiligung des Landes als wünschenswerte Option. Jetzt darf das Land nicht länger abwarten, sondern muss diese Chance ergreifen und sich zu Aflenz bekennen“, so Lercher.
Für Lercher geht es dabei um die Zukunft des Standorts: „Aflenz hat enormes Potenzial. Wir brauchen jetzt eine klare Perspektive und die Bereitschaft des Landes, Verantwortung zu übernehmen. Die Steiermark muss bei diesem Prozess am Tisch sitzen – und zwar mit der Absicht, sich zu beteiligen.“
Im Rahmen seiner „Einspruch!“-Tour kommt SPÖ-Landesparteivorsitzender Max Lercher nach Aflenz. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort soll über den aktuellen Stand, die Zukunft des Reha-Zentrums und mögliche Perspektiven für den Standort diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am kommenden Donnerstag, dem 17. September mit Beginn um 18.30 Uhr Hotel Post Karlon, Mariazeller Straße 10 in 8623 Aflenz statt.
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