Gesundheitsvorsorge
Niereninsuffizienz bleibt oft lange unerkannt

Nieren leisten dem Körper wichtige Dienste.
  • Nieren leisten dem Körper wichtige Dienste.
  • Foto: Shidlovski/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Margit Koudelka

Schätzungen zufolge sind etwa zehn Prozent der Österreicher von einer Niereninsuffizienz betroffen.

ÖSTERREICH. Die Nieren sind erstaunliche Organe, so dienen sie dem Körper unter anderem als „Waschanlage“ und filtern täglich rund 1.400 bis 1.600 Liter Blut. Etwa 1/8 Liter Primärharn wird im Körper pro Minute gebildet, pro Tag ergibt dies bis zu 180 Liter. Daraus gewinnt der Körper in einem weiteren Schritt einen Großteil des Wassers und wichtige lösliche Blutbestandteile, etwa Zucker und Salze. Der Primärharn wird dadurch konzentriert, das Ergebnis ist der eigentliche Urin. Etwa zwei Liter davon werden pro Tag ausgeschieden – und damit Abfallprodukte und Giftstoffe. Die Entgiftung ist jedoch nur eine der wichtigen Funktionen dieses Zwillingsorgans.

Die Nieren regeln weiters Blutdruck, Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, Knochenstoffwechsel, Säure- und Basenhaushalt sowie die Bildung der roten Blutkörperchen. Umso wichtiger ist es, auf die Nierengesundheit zu achten. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Anteil jener Menschen stetig gestiegen, bei denen ein ungesunder Lebensstil zu einer chronischen Nierenerkrankung führt. Die Folgen sind eine lebenslange medikamentöse Behandlung, Dialyse oder auch eine Transplantation. Arbeiten die Nieren nicht effizient, wird das häufig lange nicht erkannt. Erste mögliche Anzeichen sind unter anderem Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Niereninsuffizienz kann sich auch durch Ödeme (Wassereinlagerungen), Kopfschmerzen und Atemnot äußern. Häufig hat sich das Problem dann jedoch bereits so weit ausgewachsen, dass eine Dialyse vonnöten ist.

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