In 1.500 Klassen
"Tägliche Bewegungseinheit" startet ab September

In neun Pilotregionen wird im kommenden Schuljahr die "tägliche Bewegungseinheit" eingeführt.
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  • In neun Pilotregionen wird im kommenden Schuljahr die "tägliche Bewegungseinheit" eingeführt.
  • Foto: Sportcampus Attemsgasse
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Lange wurde sie angekündigt, nichts ist geschehen. In neun Pilotregionen wird nun im kommenden Schuljahr die "tägliche Bewegungseinheit" eingeführt. Der Bund nimmt dafür  viel Geld in die Hand.

ÖSTERREICH. "Es war nicht einfach, da will ich meine Vorgänger gar nicht kritisieren. Die Schwierigkeiten waren das Finanzielle und die Infrastruktur," erklärt Sportminister Werner Kogler (Grüne) bei der Präsentation der Initiative "tägliche Bewegungseinheit" gemeinsam mit  Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) und Sport-Austria-Präsident Hans Niessl. Zunächst soll das Projekt aber nur in 1.500 Klassen stattfinden, österreichweit gibt es zirka 30.000 Pflichtschulklassen.

In Abstimmung mit Sport Austria werden Trainercoaches in der Schule die Bewegungseinheiten leiten. Das sei auch notwendig, denn während der Pandemie "ist der Sport sehr vernachlässigt worden", so Polaschek. Sport sei auch für die psychische Gesundheit wichtig und stärke den Zusammenhalt.

"Die Schwierigkeiten waren das Finanzielle und die Infrastruktur", erklärte Kogler die Verzögerung des Projekts.
  • "Die Schwierigkeiten waren das Finanzielle und die Infrastruktur", erklärte Kogler die Verzögerung des Projekts.
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Eckpunkte der Initiative

Ab Herbst soll das "Drei-Säulen-Modell" erprobt werden. Als erstes wird Bewegung als Förderung der Aufmerksamkeit angesehen, die auch nur ein paar Minuten dauern können. Das könne auch in der Pause passieren oder am Schulweg. Für die zweite Säule kooperiere man mit Vereinen bzw. Sportverbänden, die Trainer in die Schule schicken. Insgesamt würden so über 90.000 Bewegungseinheiten in 1.500 Klassen und Gruppen bereitgestellt. In der dritten Säule können Lehrkräfte Kinder, bei denen sie motorischen Bedarf sehen, in Abstimmung mit deren Eltern nominieren, so Bildungsminister Polaschek. Für diese soll es spezifische Angebote geben. "Kinder sollen das nicht als Strafaktion sehen, sie sollen sagen, dass es ihnen gefällt."

Die neun Pilotregionen sind der Bezirk Neusiedl bzw. Teile von Eisenstadt Umgebung (Burgenland), der Bezirk Korneuburg (NÖ), die Regionen Leibnitz (Steiermark) und Carnica-Rosental (Kärnten), der Bezirk Schwaz (Tirol), der Bregenzerwald (Vorarlberg) die Salzburger Stadtteile Aigen, Parsch und Salzburg Süd, Teile des Bezirks Rohrbach bzw. Urfahr Umgebung (OÖ) sowie in Wien der Donaustädter Stadtteil Kagran.

3 Mio. Euro für nationale Ausrollung

Vom Sportministerium kommt die Hälfte der sechs Millionen Euro. Finanziert ist das Modell somit bis zum Schuljahr 2023/2024. "Wir investieren in größeres Gluck und in gesündere Lebensjahre. Das ist ein langfristiges Investment. Wenn wir jetzt Pilotregionen machen, dann wird Druck entstehen, weil es machbar ist, meint Kogler. Wenn das Modell ein Erfolgsmodell wird, dann sollen immer mehr Schulen dazukommen. Eine Ausrollung auf ganz Österreich würde laut dem Sportminister einen dreistelligen Millionenbetrag kosten oder knapp darunter.

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