Österreichweit
7 von 10 Aluminiumdosen werden recycelt

Je nachdem, wie oft eine Aludose verwendet, entsorgt, gesammelt und wiederverwertet wird, desto besser wird ihre Umweltbilanz.
  • Je nachdem, wie oft eine Aludose verwendet, entsorgt, gesammelt und wiederverwertet wird, desto besser wird ihre Umweltbilanz.
  • Foto: pixabay | pasja1000
  • hochgeladen von Adrian Langer

In Österreich sind Aluminiumdosen beliebt und werden in meisten Haushalten getrennt entsorgt. Dass die Dosen aber gut wiederverwertet werden, wissen die wenigsten. Dennoch sind sie für Umweltorganisationen nicht das Material der Zukunft.

ÖSTERREICH. Sieben von 10 Aluminiumdosen werden weltweit und in Österreich wiederverwertet. Über die Recyclingfähigkeit der Dosen wissen aber nur 17 Prozent der Befragten. Dabei können sie beliebig oft und nahe zu ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Diese Zahlen sind aus einer Studie, die die Initiative "Jede Dose zählt" in Auftrag gegeben hat. 

Energy Drinks Spitzenreiter

Mehr als die Hälfte der Befragten kaufen Getränke in Aluminiumdosen, davon 18 Prozent regelmäßig. Vor allem Energy Drinks (60 Prozent) gefolgt von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (45 Prozent) und Bier (34 Prozent) werden in Dosen konsumiert. Die getrennte Entsorgung der Dose ist für 71 Prozent der Befragten wichtig.

Recyclen nicht die perfekte Lösung

Und das ist die Krux: Die Aludose als Getränkeverpackung steht und fällt mit der Wiederverwendung. Allein die Gewinnung von Aluminium verbraucht ohnehin extrem viele Rohstoffe und Energie. Wenn Alu nicht recycelt wird, "gehen nicht nur wertvolle Ressourcen verloren, eine Aluminiumdose benötigt auch etwa 200 Jahre, bis sie verrottet", so Global 2000.
Recyclen von Aluminiumschrott erspart im Vergleich zu neuem Material rund 95 Prozent Energie. Die Umweltorganisation zieht die Wiederverwertung der Neuproduktion zwar vor, gibt aber zu bedenken, dass das Einschmelzen von bedrucktem Aluminium offenkundig ökologische Risiken birgt. Untersuchungen weisen auf eine Freisetzung von organischen Schadstoffen wie Dioxine und Furane hin. Aus diesem Grund sollte man sich daran gewöhnen, Aluminiumdosen und andere aluminiumhaltige Produkte in Zukunft weniger zu kaufen. 

Pfand für Aluminiumdosen

Angesichts der guten Wiederverwertbarkeit von Aluminium ist es für Global 2000 "nahezu unverantwortlich, dass es in Österreich kein Steuerungssystem gibt, um die Alu-Recyclingquote zu erhöhen". In Deutschland etwa gilt seit dem 1. Januar 2003 die Pfandpflicht für Einwegverpackungen von Getränken.

Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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