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Corona-Virus: 189 Infizierte, Bundesliga sagt Spiele ab, Staatsoper geschlossen

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Der Stephansdom in Wien ist für Touristen gesperrt und lässt nur mehr 99 Gläubige zum Beten in die Kirche, die Staatsoper sowie das Burgtheater sind geschlossen, Fußballspiele der Bundesliga sind abgesagt, ebenso zahlreiche Konzerte und Kultur-Events: Die Maßnahmen (bis 3. April) der Bundesregierung, um das Corona-Virus einzudämmen, könnten sich bald um eine erweitern: Die Schließung der Schulen. Dazu wird am Mittwoch im Ministerium beraten.

ÖSTERREICH. In Österreich ist die Zahl der Infizierten erneut gestiegen: Aktuell sind 189 Personen infiziert. Tendenz steigend. Kurz warnt: "Ältere sollen ihre sozialen Kontakte einschränken, Großeltern nicht auf Enkel aufpassen." Gesundheitsminister Anschober: "Wenn man die sozialen Kontakte um ein Viertel reduziert, minimiert man die Gefahr der Ansteckung um die Hälfte. Das Corona-Virus ist eine europaweite Epidemie."

  • Burgtheater und die Staatsoper geschlossen
  • Bundesliga stellt für zwei Runden den Spielbetrieb ein
  • ORF sagt Show "Dancing Stars" ab
  • Stephansdom für Touristen gesperrt
  • Kinosäle nur maximal 99 Personen 
  • Lehrbetrieb auf Unis eingestellt
  • Keine Veranstaltungen über 100 Teilnehmer
  • Einreiseverbot für Personen aus Italien
  • Kanzler Kurz: "Man kann sich auch bei einer Familienfeier anstecken"


5.50 Uhr:
"Großeltern dürfen Schulkinder nicht betreuen." Gesundheitsminister Rudolf Anschober nimmt in der ZIB 2 Stellung zu den Maßnahmen der Regierung. Anschober: "Wenn man die sozialen Kontakte um ein Viertel reduziert, minimiert man die Gefahr der Ansteckung um die Hälfte." Anschober weiter: "Jeder entscheidet in Eigenverantwortung." Gefragt, ob man die Öffis meiden soll, sagt er: "Wenn man über 70 Jahre alt ist oder eine Vorerkrankungen hat, dann würde ich denen raten, die Stoßzeiten zu meiden. Ich werde weiter U-Bahn fahren. Und ich werde mehr zu Fuß gehen wenn möglich." Auch Restaurants und Cafes sind  von der Veranstaltungsregel mit maximal 100 Personen betroffen. "Es ist ein wichtiger Beitrag, um das Ansteckungsgefahr zu minimieren. Daher dürfen auch in einem Cafe oder Restaurant in einem Raum nicht mehr als 100 Leute sein." Das gelte auch für Kinos. Gefragt auf eine potentielle Schulschließung sagt Anschober: "700.000 Schüler sind in der Unterstufe in Österreich und betreuungspflichtig, da müssen wir uns ansehen, ob die Betreuungspflichtigen in wichtigen Berufen arbeiten, etwa als Ärzte oder Pfleger. Und wir müssen ausschließen, dass die Großeltern die Betreuung übernehmen. Denn genau die Großeltern sind besonders gefährdet." Gefragt, ob Krankschreibungen stattfinden können, auch ohne den Arzt persönlich aufzusuchen, sagt Anschober: "Daran arbeiten wir".Auf Urlaub fliegen würde er aktuell nicht. Zum Händeschütteln, da müssten wir neue Verhaltensregeln lernen. Händeschütteln zur Begrüßung, ich tue es nicht mehr.  Das Corona-Virus ist eine europaweite Epidemie." Über die Wirtschaftslage sagt Anschober:  "Wir müssen eben das tun, was für die Bevölkerung gesundheitlich positiv ist. Auch wenn die Wirtschaft darunter leidet. Aber es wird Hilfszahlungen geben, wir lassen keinen Unternehmer alleine."

5.45 Uhr: Generationensolidarität. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fordert in der ZIB-Spezial zur Generationensolidarität auf: "Junge Menschen so wie ich sollten ihre Verantwortung gegenüber der älteren Generation ernst nehmen. Denn für sie selbst sie die Krankheit in den meisten Fällen nicht schwerwiegend. Ältere sollten ihre Sozialkontakte für die nächsten Wochen einschränken, um sich nicht anzustecken. Großeltern sollten die nächsten Wochen die Enkerl nicht besuchen."

5.30 Uhr: Das Europaparlament stellt ab Mittwoch wegen des Coronavirus für eineinhalb Wochen seine parlamentarischen Aktivitäten ein, der Nationalrat tritt trotz Coronavirus zusammen. Das sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) nach einer Sonderpräsidiale Dienstagnachmittag. Über die weitere Vorgehensweise soll in der nächsten Präsidiale am Donnerstag befunden werden. Besucherführungen durch die Hofburg wurden aber komplett gestrichen.

5.10 Uhr: Stephansdom wird für Touristen vorerst gesperrt. Ab Mittwoch wird der Wiener Stephansdom nur noch für Besucher von Gottesdiensten geöffnet sein, für alle, die beten oder beichten wollen. Doch auch hier gilt: Nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig. Die Öffnungszeiten des Doms werden nicht eingeschränkt.

5.00 Uhr: ORF sagt Dancing Stars ab. Das Tanz-Highlight im Hauptabend fällt den Corona-Maßnahmen der Regierung zum Opfer. Der ORF folgt den Vorgaben des heute von der Regierung angekündigten Erlasses und setzt die Publikumssendung "Dancing Stars" bis auf Weiteres aus. "Ein TV-Event dieser Größenordnung ist in der aktuellen Aufmachung nur mit mehr als 100 Personen durchführbar", heißt es in der Aussendung als Begründung. Der ORF wolle mit diesen Schritten nicht nur das Saalpublikum, sondern auch "alle an der Produktion beteiligten Personen" – insbesondere der Teilnehmer – schützen.

Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Informations-Hotline: 0800 555 621. Bei Verdacht wählen Sie die Hotline 1450.

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Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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