Blühendes Österreich
Das sind Österreichs größte Naturschützer

Bei der Verleihung des größten heimischen Naturschutzpreises „Die Brennnessel“ durch die Stiftung Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privatstiftung in Kooperation mit ADEG und dem Österreichischen Gemeindebund traf sich das Who is Who der österreichischen Biodiversitäts-, Landwirtschafts- sowie Natur- und Umweltbildungsszene.
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  • Bei der Verleihung des größten heimischen Naturschutzpreises „Die Brennnessel“ durch die Stiftung Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privatstiftung in Kooperation mit ADEG und dem Österreichischen Gemeindebund traf sich das Who is Who der österreichischen Biodiversitäts-, Landwirtschafts- sowie Natur- und Umweltbildungsszene.
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Österreichischen Bäuerinnen, die Jägerschaft, die Muslimischen Pfadfinder, die heimische Wirtschaft, Vertreter der Bundes-, Landes- und Regionalpolitik, Lehrer und Schüler, sie alle vereint etwas: Der Umweltschutz: Die Sorge um eine gesunde Natur auch morgen hat die Stiftung Blühendes Österreich veranlasst, den größten heimischen Naturschutzpreises „Die Brennnessel“ ins Leben zu rufen. Nun war es wieder soweit, das 'Who is Who' der österreichischen Biodiversitäts-, Landwirtschafts- sowie Natur- und Umweltbildungsszene straf sich, um die Sieger zu küren.

ÖSTERREICH. Vom Burgenland bis Vorarlberg haben Gemeinden, NGOs, Landwirte, Vereine, Privatpersonen, Kindergärten und Schulen 95 Projekte mit einem Kostenvolumen von  1,6 Mio. Euro eingereicht. Bei der festlichen Gala wurden nun die 24 Herausragendsten unter ihnen gefeiert. Mit einem Preisgeld von 230.000 Euro wurden insgesamt 24 Naturgestalter ausgezeichnet, um 63 Hektar Fläche zum Blühen zu bringen. „Die dringend benötigten Aktivitäten schützen hochgradig gefährdete und von Vernichtung bedrohte Biotope wie Feuchtwiesen, Moore, Trockenrasen und Streuobstbestände sowie stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten wie Prachtnelke, Großes Flokraut, Roter Apollofalter, Bunter Alpengrashüpfer, Schlingnatter, Gelbbauchunke, Wiedehopf oder die Fledermausart Großer Abendsegler“, erklärt Dagmar Schratter vom Vorstand von Blühendes Österreich.

Bundesministerin Leonore Gewessler lobt das Engagement: 

 „Es ist schön zu sehen, dass so viele Initiativen, Unternehmen und Personen, Gemeinden und Vereine, und was mich besonders freut, so viele Schulen und Kindergärten ihren Beitrag zu dieser Zukunft leisten möchten und ihre Ideen und Projekte eingereicht haben. Die Brennnessel-Gala, das Engagement so vieler Menschen aus so vielen Regionen, aus so unterschiedlichen Bereichen stimmen mich zuversichtlich: Gemeinsam werden wir uns für eine Erhaltung der intakten Natur in Österreich, der sauberen Luft und der großen Artenvielfalt einsetzen. Damit auch unsere Kinder und Enkelkinder diese Umwelt in Österreich noch erleben können."

Die strahlenden Gewinner im Gruppenfoto.
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Das sind die Sieger pro Bundesland

Burgenland: 

  1. 'Wir schaffen ein Biotop-Verbundsystem' vom  Jagdverein Stinatz: Seit es in Stinatz keine Rinderbauern mehr gibt, sind die meisten Wiesen verschwunden. Vor fünf Jahren hat der lokale Jagdverein begonnen, die letzten Wiesen anzupachten. Zusätzlich wurden 23 Hektar Wiesen und drei Hektar Blühflächen auf ehemaligen Ackerflächen angelegt. Ziel des Jagdvereines ist es, in der Gemeinde ein artenreiches Öko-Verbundsystem zu schaffen. Als weiterer Baustein soll im Bereich eines heute bewaldeten Tälchens ein Feuchtbiotop mit angelagerter Feuchtwiese wiederhergestellt werden.  
  2. Es summt und brummt im Schulgarten, Allgemeine Sonderschule Eisenstadt: Die Pädagogen der ASO Eisenstadt wollen mehr fächerübergreifende Wissensvermittlung und Praxis in den Unterricht integrieren und dazu Kräuterbeete, einen Bohnengarten und eine Schmetterlingswiese pflanzen, im Fach Werkerziehung Insektenhotels, Steinhaufen, Vogel- und Futterhäuschen bauen sowie sich im Sachunterricht bzw. Biologie mit schmetterlings- und bienenfreundlichen Pflanzen und bestimmten Tieren auseinandersetzen. 


Wien: 

  1. Waldgarten Barbenhäufel Lobau, Operation grüner Daumen: Der Verein „Operation Gründer Daumen“ ist an mehreren Initiativen beteiligt, u.a. an dem Projekt „Kleine Stadt Farm Wien“. Weiters führt der Verein ein Bildungsprogramm zu den Themen Landwirtschaft & Lebensmittel durch und kooperiert mit Gastronomieeinrichtungen. Im Projekt Barbenhäufel wird eine alte Streuobstfläche in der Lobau revitalisiert, noch vorhandene alte Bäume fachgerecht geschnitten und der Obstbaum-Bestand durch Nachpflanzungen verjüngt. 
  2. Erneuerung Dachgarten, NMS St. Marien: Der Dachgarten der NMS St. Marien wird ökologisch nachhaltig neugestaltet. Die Kinder sind in den Prozess der Planung und Neugestaltung aktiv eingebunden und ihre Wünsche und Bedürfnisse werden berücksichtigt. Durch das Bildungsprojekt entsteht mitten im stark versiegelten 6. Bezirk eine kleine Grünoase, die für Tiere als Trittstein dient. Mit der Blumenwiese in der Stadt können die Kinder den Lebensraum und seine Bewohner in allen vier Jahreszeiten hautnah erleben und erforschen. 
  3. Umweltwoche, Muslimische Pfadfinder Österreichs: Eine ganze Woche befassen sich Schüler intensiv mit dem Thema Natur- und Umweltschutz und führen Gehölzpflanzungen durch. Eine Pilotwoche gab es bereits, das Angebot soll in den kommenden Jahren intensiviert und ausgebaut werden. 

Niederösterreich: 

  1. Wacholderheiden Leiser Berge, Regionalentwicklungsverein Leiser Berge:Die Leiser Berge wurden jahrhundertelang als extensive Weiden genutzt, da der Großteil der Flächen zu karg für Ackerbau ist. So entstanden ausgedehnte, ausgesprochen artenreiche Halbtrockenrasen mit dem österreichweit bedeutsamsten Bestand an heimischem Wacholder. In den letzten 50 Jahren wurde die Bewirtschaftung der Flächen aufgegeben und diese zum Teil mit Rot-Föhren aufgeforstet. Nun werden fünf Hektar entbuscht und anschließend mit der alten Haustierrasse „Waldschaf“ beweidet. Die Lamm- und Wacholder-Spezialitäten werden künftig regional vermarktet.
  2.  Das „Gletscher Lamm“ vom Naturpark Hohe Wand, Naturpark Hohe Wand: Auf der Hohen Wand wurden die letzten Jahrzehnte die naturschutzfachlich hochwertigsten Wiese- und Weidefläche aufgegeben. Mit diesem Projekt erfolgt die Wiederherstellung dieser artenreichen und extensiv bewirtschafteten Weideflächen auf einer Fläche von drei Hektar durch extensive Schafbeweidung. Durch die Integration der Gastronomiebetriebe ist neben dem ökologischen Erfolg auch ein ökonomisch tragfähiger Ansatz gewählt worden. 
  3. Nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, Eva Glatzer: Familie Glatzer aus Göttlesbrunn wird eine ehemalige Ackerfläche zur Hälfte landwirtschaftlich mit Permakultur bewirtschaften, die zweite Hälfte wird naturschutzfachlich aufgewertet. Dafür werden zahlreiche Bäume und Hecken gepflanzt und Wildbienen- und Wasserbiotope geschaffen. Das künftig produzierte Gemüse wird an drei ADEG-Standorte ausgeliefert – unverpackt und frisch. Über Bildungsprogramme sind der Kindergarten, die Volksschule Göttlesbrunn sowie der lokale Bio-Imker in das Projekt integriert. 
  4. Feuchtwiese Schweizerwiese, Stadtgemeinde Bad Vöslau:Von ehemals zahlreichen Feuchtwiesen am Übergang der Thermenlinie zum Wiener Becken sind heute nur mehr Reste erhalten. Die Schweizerwiese in Bad Vöslau ist eines dieser besonders erhaltenswerten Relikte. Sie wurde seit 20 Jahren nicht mehr bewirtschaftet und ist stark verbuscht. Botanische Raritäten wie Feuchtwiesen-Prachtnelke, Kurzknollige Pannonische Platterbse, Kanten- Lauch, Sand-Schachtelhalm sind zwar noch vorhanden, aber die Wiese muss dringend gepflegt werden, um ihr Verschwinden zu verhindern. 2019 erwarb die Stadtgemeinde Bad Vöslau die Fläche und möchte sie mit Experten und Freiwilligen wiederherstellen und für eine langfristige, regelmäßige Pflege durch einen Landwirt sorgen. Begleitend werden Wiesenführungen für die Bevölkerung angeboten und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. 
  5. Wilde Bienen - Wilde Wespen, Stadtgemeinde Wolkersdorf:Wolkersdorf hat ein ambitioniertes und ausgereiftes Projekt entwickelt: Ein groß angelegtes Wildbienen-/Wespenprojekt auf öffentlichen Flächen in der ganzen Stadtgemeinde Wolkersdorf - außerorts und innerorts. Es beinhaltet die Anlage und die fachgerechte Pflege vielfältiger Brut- und Futterflächen als ein überlegtes Netzwerk von Trittsteinbiotopen. Die Gemeinde, die lokale Jägerschaft, Landwirte, und die AHS sind als Projektpartner mit im Boot. Eine laufende Evaluierung und Kommunikation der Ergebnisse mit Motivationswirkung auf andere Gemeinden ist ebenfalls geplant. 
  6. Tümpel, Teich und Wasserlacke, Marktgemeinde Schwarzau im Gebirge: In diesem Projekt wird - gemeinsam mit Grundbesitzern, Bevölkerung und Vereinen - die Artengruppe der Amphibien mit Fokus auf die Gelbbauchunke durch Neuanlage bzw. Revitalisierung von Laichgewässern gefördert. Die Maßnahmen umfassen dabei Pflegeeinsätze zur dauerhaften Erhaltung seichter Gewässer im Naturpark, die Entfernung von Bäumen zur Bereitstellung gut besonnter Laichplätze an ehemaligen Fischteichen des Vereins Silbersberg, Gewässerpflegetage mit Schulen an bestehenden Laichgewässern sowie Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Neben Schulen, Freiwilligen, der Gemeinde und Grundbesitzern sind mit dem Verein Silbersberg auch elternlose Menschen mit Behinderungen in die Umsetzung eingebunden. 
  7.  Grünes Klassenzimmer Seitenstetten, Gymnasium Seitenstetten: Die Schulgemeinschaft des Stiftsgymnasium Seitenstetten hat ein Projekt initiiert, bei dem die ungenutzten Streuobstwiesenflächen des Klosters für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität, insbesondere mit alten Sorten typischer Mostviertler Streuobstwiesen und Insektenweiden, zweckgewidmet wird. In diesem Zusammenhang entsteht auch ein „Grünes Klassenzimmer“, ein Freiluft-Klassenzimmer mit der benötigten Infrastruktur für den Unterricht sämtlicher Schulfächen inmitten in der Natur. 
  8. Ökologische Umgestaltung der Schulgärten, Naturparkschulen Ötscher-Tormäuer: Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt von allen vier Naturparkschulen im Naturpark Ötscher- Tormäuer. Unter Anleitung einer Landschaftsplanerin erarbeiten die Schüler*innen gemeinsam ein Konzept für die naturschutzfachliche Aufwertung von ausgewählten Grünanlagen der Schulen. Es sollen Blühstreiche, Trockensteinmauern sowie Totholzhecken errichtet werden. Die Gemeinden sowie das Naturparkmanagement sind in das Projekt einbezogen. 
  9. Arten(T)raum - Insektenresort Frohsdorf, Schulverein Institut Sta. Christiana: Der Schulverband Sta. Christiana engagiert sich seit Jahren für nachhaltige Projekte und wurde bereits mehrfach dafür ausgezeichnet (z.B. UN-Dekadenprojekt der UNESCO für nachhaltige Bildung). Das Projekt verfolgt einen reflektierten Ansatz zur Schaffung eines insektenfreundlichen Schulgeländes mit zahlreichen Biodiversitätsflächen. Zusätzlich werden Insektenhotels, Wildbienenkasten, Vogelnistkasten und ein Naschgarten geschaffen. Kindergartenkinder und Schüler*innen sind in die Anlage und Pflege der Flächen integriert.  

Oberösterreich:

  1. Ein blühendes Micheldorf für Wildbienen und Co., Kindergarten & Volksschule MicheldorfIn der Marktgemeinde Micheldorf wird durch das Anlegen von mehreren verschiedenen Blumenwiesen und dem Aufstellen von artgerechten Insektennisthilfen die Artenvielfalt erhalten und gefördert. In das Projekt sind der Kindergarten, die Volksschule, das Seniorenheim, die Pfarre, der Verein Bergmandel und die Marktgemeinde eingebunden. Kinder bauen ihre eigene Nisthilfe, die sie mit den Eltern im Garten aufstellen. 
  2. Moorschutz Kirchbergmoos, Forstfachschule TraunkirchenInnerhalb des Schulreviers der Forstfachschule Traunkirchen liegt eine ca. zwei Hektar große Moorfläche. Die Fläche droht zuzuwachsen und muss zur Erhaltung jährlich gemäht werden. Dabei ist eine bodenschonende Pflege der Fläche von besonderer Bedeutung. Die Forstfachschule wird daher mit Lehrer*innen und Schüler*innen einen Sensen- und Dengelkurs durchführen und dann mit den so erworbenen Fachkenntnissen in den kommenden Jahren das Moor mähen und das Mähgut entfernen. 

Steiermark:

  1. Streuobstwiese als vielfältiger Er-Lebensraum, Cambium - Leben in GemeinschaftDer Verein Cambium hat den ehemaligen Truppenübungsplatz der Kaserne Fehring gekauft. Im Jahr 2018 wurden 3,68 ha Wiesen des Truppenübungsplatzes in Vertragsnaturschutz genommen. Die restlichen Grünflächen, ein ehemaliger konventionell bewirtschafteter Acker und eine angrenzende Wiese, werden mit alten Obstsorten bepflanzt und mit Schafen beweidet. Die anfallenden Produkte werden in der Gemeinschaftsküche verarbeitet und veredelt. Die geplante Streuobstwiese setzt einen  beispielhaften und ökologisch wertvollen Kontrapunkt in dem von intensiven Monokulturen geprägten Raabtal. 
  2.  Life in a Tree - A Tree full of Life, Projektkindergarten GrazEltern, Kinder und Pädagoginnen konzipieren und erbauen gemeinsam eine Plattform für Kinder und Tiere, die den kleinen Stadtgarten des Kindergartens und seine Umgebung integriert. Durch die Konzeption und Erschaffung des Baumhauses erleben die Kinder spielerisch die sensible Natur und lernen diese zu schätzen und zu schützen. Indem die Kinder selbst mitarbeiten, können wichtige und komplexe Themen durch eigenes Schaffen und Erleben besser verstanden werden. 
  3.  Aus dem Rüssel in die Schüssel - da steckt Vielfalt drin! WIKI Kindergarten DonnersbachwaldNach dem Motto „Kleine Kinder lernen von großen Kindern“ setzt der Kindergarten gemeinsam mit den Schüler der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zahlreiche Aktivitäten zur Förderung der Insektenvielfalt. Im Kindergarten wird eine seit langem ungenutzte Fläche in einen bunt blühenden Rückzugsort für Insekten umgewandelt. In der Schule wird eine Schulfläche zur Blühwiese umgewandelt und zwei Insektenhotels errichtet. In der Gemeinde wird entlang des Donnersbaches gemeinsam mit Schüler, Eltern und freiwilligen Helfern ein Wildblumen-Blühstreifen angelegt und über die Förderung der Insektenvielfalt informiert.  

Kärnten:

  1. Wildobst und Wildfrüchte der Stein- und Bronzezeit, Kuratorium Pfahlbauten: Das Kuratorium Pfahlbauten erweitert 2020 in Klagenfurt/St. Ruprecht auf dem Gelände des Mitmachmuseums wissens.wert.welt den Pfahlbaugarten. Mit den Projektpartnern und den Schüler des Bildungscampus#Süd wird die Bodenversiegelung entfernt und historische Wildobst- und Wildfruchtsorten, die Menschen vor 6.000 Jahren gegessen haben, gepflanzt. Das Projekt vermittelt jungen Menschen Wissen über Geschichte und Natur und hilft, alte Pflanzensorten zu bewahren und zu rekultivieren.

Salzburg:

  1. flowerPOWER 2020, Graskraft Steindorf e.G.: Die Genossenschaft Graskraft Steindorf erzeugt mit „flowerPOWER 2020“ mit Hilfe von ertragsstarken Wildpflanzenmischungen ökologisch vorbildlich und klimawandel-angepasst Biomasse, die bei geschlossenen Nährstoffkreisläufen erneuerbare Energie in Form von Strom, Wärme und Treibstoff bereitstellt. Im Projekt entstehen dabei artenreiche Nahrungs- und Lebensräume für Insekten, Fledermäuse, Vögel und Wild, die durch die nur einmal jährlich erfolgende Mahd besonders dauerhaft wertvoll sind. 

    Das Podium des Pressegesprächs vor der Brennnessel-Verleihung: Franz Maier (Präsident Umweltdachverband), Alfred Riedl (Präsident Österreichischer Gemeindebund), Dagmar Schratter (Vorstand Blühendes Österreich), Bundesministerin Leonore Gewessler (BMK), Jürgen Öllinger (ADEG Vorstand), Andrea Schwarzmann (Obfrau ARGE Bäuerinnen), Karoline Iber (GF Kinderbüro Universität Wien), Mathias Weis (Brennnessel Preisträger, Stiftsgymnasium Seitenstetten), Christoph Prinz (Brennnessel Preisträger, Bürgermeister Bad Vöslau)(v. li.)
    • Das Podium des Pressegesprächs vor der Brennnessel-Verleihung: Franz Maier (Präsident Umweltdachverband), Alfred Riedl (Präsident Österreichischer Gemeindebund), Dagmar Schratter (Vorstand Blühendes Österreich), Bundesministerin Leonore Gewessler (BMK), Jürgen Öllinger (ADEG Vorstand), Andrea Schwarzmann (Obfrau ARGE Bäuerinnen), Karoline Iber (GF Kinderbüro Universität Wien), Mathias Weis (Brennnessel Preisträger, Stiftsgymnasium Seitenstetten), Christoph Prinz (Brennnessel Preisträger, Bürgermeister Bad Vöslau)(v. li.)
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Tirol:

  1. Schmetterlingsweg Naturpark Kaunertal, Naturpark Kaunergrat: Die Trockenrasen sind die prägenden Landschaftselemente in der Gemeinde Fließ. Die Vegetationszusammensetzung besteht neben den Trockenrasen im Wesentlichen aus trockenen Felsheiden, wärmeliebende Gebüsche und Lesesteinmauern. Fließ fokussiert auf den Schwerpunkt „Schmetterlingsgemeinde“. Im Rahmen des Projekts werden knapp zwei Hektar Trockenrasen rekultiviert, umzäunt und in Folge mit Ziegen beweidet. Durch die Umsetzung der geplanten Entbuschungsmaßnahmen erfährt das Projektgebiet eine naturkundliche Aufwertung und steht als Trittsteinbiotop im genetischen Austausch mit dem naheliegenden Naturschutzgebiet und Natura 2000 Gebiet Fließer Sonnenhänge. Die Weide ist Teil des geplanten Schmetterlingswegs, der ein eigens Projekt darstellt und in Folge umgesetzt wird. 
  2. Aus der Erde in den Mund, Kindergarten Stadt KufsteinDas Projekt ermöglicht dem Kindergarten sowie dem Sonderpädagogischen Zentrum eine Integration von Garten-/Naturarbeit in den Unterricht. Die Stadt Kufstein hat eine laufende Kooperation mit einem landwirtschaftlichen Betrieb (Therapiebauernhof - Lilienhof in der Schwoich). Die städtischen Bildungseinrichtungen nutzen den Hof für Natur- und Umweltbildungszwecke. Für dieses Projekt stellt der Lilienhof ein Grundstück zur Verfügung, dass der Kindergarten und das sonderpädagogische Zentrum für ein Gartenprojekt nutzen dürfen. Die Kinder/Schülerinnen bewirtschaften die Beete selber und die Aktivitäten fließen in den Unterricht ein. Der Verein Natopia unterstützt beratend. 

Vorarlberg:

  1. Natur aus zweiter Hand statt intensivst genutztes Land, Marktgemeinde FrastanzIm Jahr 2020 gehen rund 4,5 ha ehemalige Deponiefläche in den Besitz der Marktgemeinde Frastanz über. Innerhalb von drei Jahren soll die Natur auf der Fläche zurückkehren und ein ausgedehnter Komplex aus Magerwiesen, Flurgehölzhecken, Streuobstbeständen und Gewässern als Amphibienschutzzonen in Symbiose mit landwirtschaftlich nutzbaren Flächen entstehen. Das Projekt kann ohne Übertreibung als ein kommunales Leuchtturmprojekt bezeichnet werden. Die Gemeinde Frastanz schafft einen schönen Brückenschlag zwischen Naturschutz und nachhaltiger Landwirtschaft. 

„Ich gratuliere allen Preisträgern. Im ländlichen Raum stark verwurzelt ist ADEG als Nahversorger ein authentischer Partner für die Brennnessel. Die Individualität und lokale Verankerung der Kaufleute ermöglichen die Unterstützung genau da, wo sie benötigt wird – in Österreichs Regionen", freut sich Jürgen Öllinger, ADEG Vorstand und Jurymitglied der Brennnessel.Etwas Besonderes sind die heurigen Brennnessel-Awards, die überreicht wurden. Sie sind in der Lebenshilfe Mödling angefertigt worden – eine seit über 50 Jahren aktive Organisation für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Quellen: Blühendes Österreich

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