Skandal um Corona-Zahlenmanipulation
Gerry Foitik: Weniger Corona-Tests, um Wintertourismus zu retten

 Konkret soll Bundesrettungskommandant Gerry Foitik im "Policy Brief"  skizzieren: "Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeitlang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine 'grüne' Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen '1' zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich)."
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  • Konkret soll Bundesrettungskommandant Gerry Foitik im "Policy Brief" skizzieren: "Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeitlang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine 'grüne' Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen '1' zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich)."
  • Foto: ÖRK/Czech
  • hochgeladen von Thomas Netopilik

Es ist der nächste große Corona-Skandal nach Ischgl in Österreich: Diesmal betrifft er das Rote Kreuz. Laut einem internen Krisenpapier von Bundesrettungskommandant Gerry Foitik soll laut Medienberichten hervorgehen, dass man für eine "grüne Einschätzung" innerhalb weniger Tage mit den Testungen aufhören könnte.

ÖSTERREICH. Bundesrettungskommandant Gerry Foitik schlägt dem Corona-Krisenstab in einem internen Strategiepapier vom 15. Oktober vor, die Testungen herunterzufahren, um die Situation Österreichs bei der EU-weiten Ampelschaltung zu verbessern. Die Vermutung liegt nahe, dass man um den Wintertourismus zu retten, weniger Tests durchführen hätte sollen. Das würde die Zahl der Neuinfektionen minimieren und die Chance erhöhen, Reisewarnungen loszuwerden. Konkret berichtet der Standard, dass es in dem "Policy Brief"  laute:

"Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeitlang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine 'grüne' Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen '1' zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich)."

Maskenpflicht in Schulen und Unis

Neben der "Anpassung" der Tests für den Wintertourismus solle es in dem Papier auch um eine Änderung der Kommunikation  gehen und um eine allgemeine MNS-Pflicht in den Schulen und Unis. In dem Papier fordert Foitik, wie Pul24 berichtet, außerdem schnellere Tests von symptomatischen Personen vor:

"MNS-Pflicht im Unterricht ab der Sekundarstufe für alle und in der Primarstufe für Lehrpersonen. Universitäten, Unternehmen: MNS-Pflicht in Innenräumen bei gleichzeitiger Anwesenheit mehr als 1 Person. Risikogruppen: Personen >65 Jahre bekommen kostenlos FFP-2 Masken (für jeden Tag eine) und eine Schulung, wie sie zu verwenden sind samt Anweisung sie bei JEDEM Kontakt (ausg. Angehörige des selben Haushalts) zu tragen. Unterstützung prekär lebender Gruppen um Existenz zu sichern, damit sie nicht erkrankt arbeiten (…) müssen"

"Das war nicht für die Öffentlichkeit gedacht"

So solle Foitik in dem Papier seine Idee, Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko nicht mehr testen zu lassen, skizziert haben. Laut Kurier habe er die Echtheit des Papiers bestätigte: "Ja, das Papier ist von mir." Und weiter: "Das war nicht für die Öffentlichkeit gedacht, auch nicht für die Medien. Fest steht, Sie sollten das jedenfalls nicht haben." Das Papier sei nur für den Krisenstab gedacht gewesen. "Es geht hier in keiner Weise um Manipulation von Zahlen", beteuert Foitik, sondern um die Vergleichbarkeit von Ländern. Das berichtet der Kurier in einem Onlinebericht.

Falter ortet politische Intrige

Die Wiener Stadtzeitung Der Falter berichtet, dass Foitik die Regierung und deren richtige Strategie kritisiert habe. Das zeige ein interner Briefing. Konkret soll der  Rot-Kreuz-Kommandant das Krisenmanagement des Kanzlers in Frage gestellt haben.

Foitik schweigt

Gerry Foitik erklärte gegenüber den Regionalmedien Austria seine Position und postete auf Twitter, dass er die Maskenpflicht der Bundesregierung begrüße.

Warum wir Kontaktpersonen nicht mehr testen sollten
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 Konkret soll Bundesrettungskommandant Gerry Foitik im "Policy Brief"  skizzieren: "Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeitlang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine 'grüne' Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen '1' zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich)."
Mag. Gerry Foitik – Bundesrettungskommandant, Österreichisches Rotes Kreuz soll in einem Papier seine Idee, Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko nicht mehr testen zu lassen, skizziert haben.

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