Coronavirus
So viele Schüler und Lehrer sind in Österreich Corona-positiv

- Wieviele Schüler und Lehrer sind tatsächlich mit dem Corona-Virus infiziert? Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP): "Nur vier Prozent aller an Corona Erkrankten in Österreich haben etwas mit der Schule zu tun."
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Die Corona-Ampel färbt sich immer rötlicher, doch trotz Orange in machen Regionen gilt weiterhin Gelb in Österreichs Schulen. Doch wieviele Schüler und Lehrer sind tatsächlich mit dem Corona-Virus infiziert? Meinbezirk.at recherchierte.
ÖSTERREICH. Österreichs Schulen bleiben geöffnet. Distance-Learning kommt nicht, auch nicht wenn die Region Orange ist. Denn Schulen und Bildungseinrichtungen in Österreich sind keine nachweislichen Orte, an denen sich das Coronavirus verbreitet.
Wieviele Schüler und Lehrer haben Corona?
Laut Bildungsminister Faßmann sind in Österreichs Schulen aktuell 202 Schüler Corona-positiv. 202 Schüler von insgesamt 1,1 Millionen Schülern in ganz Österreich. Beim Lehrkörper verhält es sich wie folgt: Aktuell verzeichnet man 28 Corona-positive Lehrer von insgesamt 123.000 Lehrern. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP): "Nur vier Prozent aller an Corona Erkrankten in Österreich haben etwas mit der Schule zu tun."
Keine Schulcluster
Laut Faßmann gibt es keine Schulcluster: "Die Effekte werden von außen in die Schule getragen, das Virus wird in den Schulen nicht weitergegeben." Besonders nicht in Volksschulen und Kindergärten. "Kinder unter 12 Jahren haben eine nachgeordnete Bedeutung bei der Übertragung des Corona-Virus."
Bundesweites Homeschooling? Nicht Faßmann Entscheidung
Auf die Frage, was denn passieren müsste, damit wieder bundesweit das Homeschooling eingeführt wird, antwortet der Bildungsminister: "Kinder brauchen Stabilität und Schule ist für Stabilität wichtig. Womit Kinder nicht zurecht kommen, sind tägliche Veränderungen. Bundesweites Homeschooling ist nicht vorgesehen. Das ist eine Entscheidung der Gesundheitsbehörde."
Was tun, bei Corona-positivem Schüler?
Auch hier obliegt laut dem Bildungsminister der Entscheid den lokalen Gesundheitsbehörden. "Das infizierte Kind wäre dann wie eine K1 Person zu behandeln, es muss in Quarantäne. Nach den festgelegten Sitzplänen in den Klassen müssen auch alle Sitznachbarn des infizierten Schülers in Quarantäne. Ob die ganze Klasse in Quarantäne muss und der Lehrkörper, das entscheiden die lokalen Gesundheitsbehörden. " Faßmann übt jedoch Kritik und betont, dass sein Ministerium einen anderen Zugang hätte: "Wir schlagen vor, dass ein K1 Kind, bei dem der Verdacht auf Corona besteht, mit Mund-Nasen-Schutz in der Klasse bleiben kann. Aktuell kann ja die ganze Klasse in Quarantäne kommen wegen eines nicht bestätigten Verdachtsfalles."
Tests dauern viel zu lange
Insgesamt kritisiert Faßmann die Dauer der Testungen: "Die Testungen dauern noch viel zu lange, obwohl es schneller gehen könnte. Man sollte die Methoden, wie etwa die Gurgelwasser-Methode, endlich anwenden, sie sind noch nicht ins System eingespeist." Ab Ende September startet Faßmann ein Schulmonitoring und möchte 15.000 Schüler und 1.000 Lehrer alle drei Wochen testen.



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