Wertkarte, Sperre und Co.
Vorsicht vor diesen Kostenfallen am Handy
- Kostenlimits, Roamingsperren oder Wertkartentarife schützen vor immensen Kosten auf der Handyrechnung, weiß tarife.at.
- Foto: pixabay
- hochgeladen von Georg Herrmann
Die alltäglichen Kosten steigen und damit auch die Handyrechnung. Um die Summe möglichst gering zu halten, kann man auf Wertkarten, Zusatzpakete oder gar Sperren im Ausland zurückgreifen, verrät Österreichs größtes Mobilfunk-Vergleichsportal tarife.at.
ÖSTERREICH. In letzter Zeit gab es immer mehr Berichte über neue Betrugsmaschen von Telefonbetrügerinnen und -betrügern. Aktuell gehen Anrufe und SMS ein, in denen sich das vermeintliche Kind an seine Eltern wendet und sie über eine neue Telefonnummer informiert, mit der Bitte sie auf WhatsApp zu kontaktieren. Dabei handelt es sich aber um Betrug, im Zuge dessen dann Geld gefordert wird. Dem sollte man keinesfalls Folge leisten. "So ein Anruf oder SMS muss einen nur im falschen Moment erwischen. Schon ist es zu spät und das Handy gehackt bzw. Kosten angefallen. Das Geschäft für die BetrügerInnen ist äußerst lukrativ und wird daher in naher Zukunft nicht zurückgehen", so Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at.
Wertkartentarife als Absicherung
Wem monatliche Verträge zu unübersichtlich sind, greift am besten zum Wertkartentarif. So kann nie mehr Guthaben verbraucht werden und mehr Kosten anfallen, als aufgeladen ist. Dadurch erspart man sich etwaige Zusatzkosten wie Servicepauschalen, Wertanpassungen oder Kosten wegen laufender Bindung. Nicht ohne Grund sind 50 Prozent der aktuell verfügbaren Handytarife Wertkartenangebote. Wer nicht jeden Monat daran denken will, sein Guthaben aufzuladen, kann das automatisch vornehmen lassen. Dabei wird eine Grundgebühr aufgeladen, wovon nur wenig am Monatsende übrig bleibt.
Tarife mit Kostenschutz in Betracht ziehen
Wer für andere zahlt, zum Beispiel für Kinder oder Seniorinnen und Senioren, kann auf einen Tarif mit Kostenschutz zurückgreifen, um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden. Für diese beiden Gruppe gibt es eigens abgestimmte Angebote, die etwa eine voreingestellte Sperre im oder ins Ausland beinhalten. Diesen kostenfreien Schutz bieten "Magenta Senior" und "Magenta Junior". Damit werden unter anderem Zusatzkosten von unsicheren Webseiten, Mehrwertnummern, abgehenden internationalen Anrufen, Apps oder Abos ausgeschlossen. Angeboten werden auch Zusatzpakete wie der "Drei Schutzengel", der aufpasst, dass die inkludierten Freieinheiten – SMS, Anrufe und Gigabyte – nicht überschritten werden und einem teuer zu stehen kommen. Als letzte Option gibt es noch "spusu Jahrestarif 5 Fix" ohne Überziehungsrahmen.
- Via SMS oder Anruf versuchen Betrüger immer öfter an Passwörter oder sensible Daten zu gelangen. Zuletzt mit der "Hallo Mama! Hallo Papa!"-Masche.
- Foto: panthermedia.net-burdun
- hochgeladen von Sandra Kaiser
Schutz durch passende Sperre
Die radikalste Strategie sind selbst veranlasste Sperren über das Kunden- und Kundinnenportal. Beispielsweise kann man Kostenlimits einrichten, die einen im Falle einer Kostenüberschreitung automatisch warnen. Viele neue Smartphones können selbst bei Verdacht auf Spam-Anrufe warnen und bereits beim Wählen der suspekten Nummer den Anruf abbrechen. Man kann diese Mehrwertnummern aber auch kostenlos sperren lassen, um zu verhindern auf gebührenpflichtige Fake-SMS und Fake-Anrufe hereinzufallen.
Wer viel auf Reisen ist, kann Roamingsperren für außerhalb der EU veranlassen. Bilderdownloads oder das Streamen von Musik und Videos kann die Rechnung schnell in die Höhe treiben. Dasselbe ist ebenfalls für Anrufe ins Ausland möglich. Kinder wissen darüber oft nicht Bescheid und können so vor horrenden Kosten geschützt werden. Wer seine Tarife über eine App beobachtet, kann von der Familienfunktion profitieren. So behält man den Überblick über Guthaben, Kosten und verbleibende Freieinheiten in der ganzen Familie.
Viele Sperren lassen sich auch direkt am Smartphone einstellen. Die gibt es häufig für verbrauchtes Datenvolumen – was oft leider ungenauer ist, als vom Netzwerkbetreiber – oder eben verdächtige Anrufe. Für eine ungefähre Einschätzung reichen die vom Smartphone ausgelesenen Daten auf jeden Fall.
Zusatzpakete für Auslandsreisen
Wer ins Ausland fährt und sein Handy dort nutzen möchte, ohne für Roaming draufzuzahlen, kann Zusatzpakete kaufen. Das gilt insbesondere für Reisen ins EU-Ausland. Weiß man im Vorhinein schon, wie viel man in etwa telefonieren und texten wird, kann vorab ein entsprechendes Paket zubuchen. Unbedingt wieder kündigen, sobald es nicht mehr benötigt wird.
Mobilbox im Ausland deaktivieren
Ist keine automatische Roamingsperre eingerichtet, sollte auch die Mailbox vor dem Auslandsurlaub beim Netz-Anbieter deaktiviert werden. Wird ein eingehender Anruf auf die Mobilbox umgeleitet, weil man nicht erreichbar ist, können hohe Kosten entstehen.
Das könnte dich auch interessieren:
Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.