Zebra, Honigbiene und Co.
Wissenswertes zum Welttierschutztag

Der 4. Oktober ist Welttierschutztag zu Ehren von Franz von Assisi, der sein Leben der Gleichbehandlung aller Geschöpfe widmete. | Foto: Gaby
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Der 4. Oktober ist Welttierschutztag. Schon seit dem Jahr 1931 stehen an diesem Tag die Tiere und ihr Schutz im Mittelpunkt. Laut WWF Österreich befinden sich mehr als 80 Prozent der geschützten Arten und Lebensräume "in keinem guten Zustand".

ÖSTERREICH. Ins Leben gerufen wurde der Tag zu Ehren von Franz von Assisi, der am 4. Oktober verstarb. Zu Lebzeiten hatte er sich stets für alle Geschöpfe eingesetzt. Er gab sein materielles Hab und Gut auf, um sein Leben dem Glauben zu widmen, dass alle Lebewesen gleich fühlen und auch so behandelt werden sollten. Nach seiner Heiligsprechung zwei Jahre nach Assisis Tod ist er der perfekte Patron für den Welttierschutztag.

Abseits der natürlichen Evolution

"Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder", so der Patron. Während zur Zeit von Franz von Assisi Tierhetze eine gängige Unterhaltungsart war, wusste man damals zumindest noch nichts von Massentierhaltung und Zuchtweisen zur Maximierung der Fleisch- und Milchproduktion. Heute tut der Mensch alles um die Tiere seinen Anforderungen entsprechen zu lassen: hypoallergene Hunde und Katzen, Hochleistungs-Kühe, Masthühner und Co. sind keine natürliche Erscheinung.

Der Fleischatlas der Statistik Austria zeigt, dass 2019 jede Person in Österreich im Schnitt 62,2 Kilogramm Fleisch gegessen hat. Das Sozialministerium empfiehlt maximal drei Portionen Fleisch und Wurst sowie ein bis zwei Mal Fisch in der Woche. Man sollte also nicht mehr als 21 Kilogramm Fleisch pro Jahr essen. Im EU-Vergleich liegt Österreich daher auf dem wohlverdienten Platz drei, wenn es um den Fleischkonsum geht. Auch um die Klimaziele zu erreichen, bräuchte es eine Reduzierung des Fleischverzehrs auf 20 Kilogramm pro Person und Jahr.

Das Bundesheer sorgt sich um die Menschen Honigbienen und am Gelände der Maria-Theresien-Kaserne in Wien auch um zwei Zebras. | Foto: Astrid Reiterer
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Jagdfreudig und fleischvernarrt

Doch das viele Fleischessen schadet nicht nur Klima und Gesundheit, derer die es essen. Es werden auch wertvolle Lebensräume für Insekten, Wildtiere und andere Lebewesen zerstört, die wir für eine funktionierende Umwelt brauchen. Eine Greenpeace-Studie aus dem Jahr 2021 stellt fest, dass 39 Prozent aller Tierarten und 59 Prozent der Lebensräume bedroht sind.

Die Trophäen-Jagd ist selbst in Österreich noch aktuell. Nach langjährigen Wiederansiedelungsbemühungen der Luchse im Nationalpark Kalkalpen, wurden diese wieder abgeschossen. Auch Kaiseradler und Seeadler werden trotz starker Gefährdung weiterhin abgeschossen. Wer dabei erwischt wird, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Zuletzt sorgte der Abschuss eines jungen Wolfsrudels in Tirol für Aufruhr. 

Bundesheer für die Bienen

Besonders Bienen sind unverzichtbar für die Lebensräume. Sie bestäuben unsere Pflanzen und wir geben ihren Honig in den Tee. Selbst das Bundesheer leistet seinen Beitrag zum Tierschutz und gegen das Bienensterben. Deshalb stehen in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne nicht nur Bienenstöcke sondern auch zwei Zebras. Die exotischen Vierbeiner haben auf dem Gelände ein Zuhause auf Zeit gefunden, während ihr Gehege im Tiergarten Schönbrunn umgebaut wird. In der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg und der Belgier-Kaserne in Graz werden Honigbienen von Soldatinnen und Soldaten umsorgt.

Im eigenen Garten kann man mit dem Verzicht auf Pestizide und dem Pflanzen von Blumenwiesen, Wildhecken und -Stauden seinen Beitrag zum Wohl der Bienenpopulation leisten. Insekten freuen sich über naturbelassene Ecken im Garten. eine ungemähte Wiese gilt also nicht mehr als unordentlich oder vernachlässigt, sondern als umweltfreundliches Insektenparadies.

Seit dem Jahr 1931 gibt es den Welttierschutztag.

Richtiger Umgang mit Ente, Hund und Co.

Gut gemeint, aber gefährlich: Enten, Schwäne und andere Tiere sollte man nicht füttern. Das bei Kindern beliebte Füttern der Enten mit Brot kann sogar zum Tod der Tiere führen. Zu viel Salz, zu viel Zucker und zu starkes Aufquellen des Gebäcks im Magen der Tiere schadet den Wasservögeln mehr als es ihnen gut tut. Daher lieber aus der Ferne beobachten.

Hunde und Katzen waren besonders während der Lockdowns beliebte Weggefährtinnen und Weggefährten, doch landeten viele von ihnen mit der Rückkehr in die Büros im Tierheim. Haustiere sollten also keinesfalls leichtfertig oder aus einer Laune heraus – schon gar nicht als Geschenk – angeschafft werden. Die Tiere brauchen Pflege, Erziehung, Auslauf und Beschäftigung. Hunde- und Katzenmägen sind vielleicht etwas robuster, doch auch hier sollte man davon absehen ihnen menschliche Nahrung zu geben. Falsches oder ungewohntes Futter kann zu Blähungen, Durchfall, erbrechen und mehr sorgen. Wer das schon einmal selbst durchleiden musste, weiß, dass es nicht angenehm ist – auch wenn unsere geliebten Vierbeiner noch so bittend und mit großen Augen auf die Pizza schauen.

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