Opferschutz
Alma Zadić plant Maßnahmenpaket gegen Hass im Netz

Bis zum Sommer werde ein Maßnahmenpaket mit Experten erarbeitet, so Bundesministerin Alma Zadić.
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  • Bis zum Sommer werde ein Maßnahmenpaket mit Experten erarbeitet, so Bundesministerin Alma Zadić.
  • Foto: RMA/Markus Spitzauer
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Am Freitag nutzen mehrere Regierungsmitglieder den Tag der Kriminalitätsopfer am 22. Februar, um auf die Wichtigkeit des Opferschutzes hinzuweisen.

ÖSTERREICH. Bei einem Symposium des Innenministeriums und der Opferschutzorganisation Weisser Ring verkündete Justizministerin Alma Zadić (Grüne), bis zum Sommer ein Maßnahmenpaket gegen Hass im Netz schnüren zu wollen. Außerdem werde Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) das Budget für Opfer- und Gewaltschutz erhöhen.

Der Präsident des Weissen Rings, Udo Jesionek, wies auf fehlende Maßnahmen hin, wie etwa den Umstand, dass es noch immer keine Prozessbegleitung für Zeugen gibt, obwohl diese oft traumatisiert wären und Hilfe benötigen würden. Die Justizministerin erklärte, dass sie sich den Forderungen der Opferschutzorganisation annehmen werde: Konkret soll eine Prozessbegleitung für minderjährige Zeugen von Gewalt "schnellstmöglich umgesetzt" werden. Die Ministerin kündigte weiter Aus- und Weiterbildungen für Fachstaatsanwälte und Richter an, die speziell auf den Umgang mit Opfern und Empathie geschult werden. "Hass im Netz kann zu abscheulichen Taten führen. Wir müssen hier ansetzen", sagte Alma Zadić auch im Hinblick auf die Taten im deutschen Hanau. 

Zahl der Frauenmorde verdoppelt

Frauenministerin Raab wies auf die seit dem Jahr 2014 Verdopplung der Frauenmorde in Österreich hin. Ihr Ziel sei es, dass jede Frau, die in Österreich einen Zufluchtsort sucht, auch einen finde. Mehrerer Projekte würden auch die Themen kulturell bedingte Gewalt wie weibliche Genitalverstümmelung oder Zwangsheiraten behandeln.

Frauenministerin Susanne Raab sei es ein "zentrales Anliegen", dass der Opfer- und Gewaltschutz finanziell besser ausgestattet werde.
  • Frauenministerin Susanne Raab sei es ein "zentrales Anliegen", dass der Opfer- und Gewaltschutz finanziell besser ausgestattet werde.
  • Foto: BKA/Regina Aigner
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Nehammer: "Zu wenig Anzeigen von Straftaten"

Der Gastgeber des Symposiums, Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), erwähnte zwei Projekte, die ihm besonders am Herzen lägen: Zum einen die Bereitstellung von Notunterkünften für zwangsverheiratete Frauen und Mädchen und eine Interventionsstelle für Opfer von Frauenhandel. Es würde aber nich immer zu wenig Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Eine höhere Anzeigebereitschaft sei nötig,  um Betroffenen Hilfe zu kommen lassen zu können.

Der Weisse Ring 

    Der Weisse Ring ist eine Opferhilfe-Organisation, die allen Opfern krimineller Handlungen jeglicher Form offensteht. Kostenlos werden professionelle Beratung und Betreuung, psychosoziale und juristische Prozessbegleitung und finanzielle Hilfe im Notfall geboten. Im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz ist der Opfer-Notruf des Weissen Rings aus ganz Österreich gebührenfrei, rund um die Uhr unter 0800 112 112 erreichbar.

>>Hier geht es zur Aussendung des Innenministeriums.
>> Webseite der Opferschutzorganisation Weisser Ring

Frauenmorde nehmen zu

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