Gemeindbund kritisiert geplante EU-Trinkwasser-Richtlinie

Gemeindebund-Chef Alfred Riedl hat mit der EU-Trinkwasser-Richtlinie keine große Freude.
  • Gemeindebund-Chef Alfred Riedl hat mit der EU-Trinkwasser-Richtlinie keine große Freude.
  • Foto: Arnold Burghardt
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Die EU will mit einer neuen Trinkwasserrichtlinie den allgemeinen Zugang zu Trinkwasser sowie die Qualität von Trinkwasser verbessern. Dazu sieht die Richtlinie strengere Kontrollen vor.

Was anderswo Sinn macht, würde in Österreich Schaden verursachen. Denn das Trinkwasser unterliege hierzulande bereits strengen Qualitätskriterien, wie der Österreichische Gemeindebund in einer Stellungnahme gegenüber den Regionalmedien Austria betont.

5.500 Wasserversorgungsunternehmen in Österreich

In Österreich gibt es 5.500 Wasserversorgungsunternehmen, zwei Drittel davon sind kleine, die weniger als 100 Kubikmeter pro Tag zur Verfügung stellen und besonders im ländlichen Raum von hoher Bedeutung sind. So stammt das Trinkwasser in vielen Orten aus Wasserwerken der Gemeinden.

Kommt die Richtlinie in dieser Form, steigen die Untersuchungskosten bei kleineren Versorgern von durchschnittlich 250 auf 18.000 Euro pro Jahr, so eine Studie der Universität für Bodenkultur.

Schaden für die Konsumenten droht

Kosten, die auf die Konsumenten übertragen werden müssten. "Am Ende bliebe nur der Zusammenschluss zum Großversorger, was nicht im Sinne der Konsumenten sein kann", so der Gemeindebund, der somit fordert, dass das Thema bei den Nationalstaaten bleiben soll. "Die EU soll einen Rahmen vorgeben. Aber der Weg dorthin, sollte den Mitgliedstaaten freigestellt werden. Das wäre gelebte Subsidiarität und würde die kommunale Selbstverwaltung stärken."

Redaktion: Wolfgang Unterhuber

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