Hohe Mietpreise
SPÖ und Mietervereinigung: Regierung beim Wohnen untätig
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Die Immobilienpreise steigen in Österreich vielerorts weiter stark an. SPÖ und Mietervereinigung wollen gesetzlich gegensteuern.
ÖSTERREICH. SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher und Elke Hanel-Torsch, Vorsitzende der Mietervereinigung Wien haben am Freitag massive Kritik an der Wohnbaupolitik unter Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geübt. Der vorhandene Preisaufstieg sei in dieser Zeit noch verstärkt worden.
„Die anhaltende wohnpolitische Untätigkeit unter der amtierenden türkis-grünen Koalition gibt berechtigte Sorge, dass sich dieser Trend beschleunigt“, so Becher und Hanel-Torsch. Becher verwies dabei auf eine Studie der OeNB laut der der Preisauftrieb durch Spekulation im Bereich des Wohnbaus in den letzten Jahren mit Abstand der höchste seit 1989 gewesen sei.
Die Vorsitzende der Mietervereinigung, Elke Hanel-Torsch, warnte, dass schon bald eine weitere Kostenexplosion drohe, nämlich im Rahmen der Richtwertanpassung im Frühjahr 2022 im Ausmaß von sechs Prozent. Die Regierung sehe dem „mit unangemessener Gelassenheit“ entgegen.
Davon wären rund 750.000 Mieterinnen und Mieter in Österreich betroffen, rechneten die Expertinen vor. "In Wien würden die Richtwerte von 5,81 Euro auf 6,16 Euro pro Quadratmeter steigen. Bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung in einem Altbau in Wien werden das Mehrkosten von rund 370 Euro im Jahr sein“, so Becher. SPÖ und Mietervereinigung fordern, diese Anpassung auch 2022 neuerlich auszusetzen.
Gesetz für leistbares Wohnen gefordert
Man müsse man endlich gesetzlich den ständigen Preissteigerungen im Bereich Wohnen begegnen, fordern die Wohnbauexpertinnen am Freitag. Die SPÖ will den steigenden Wohnpreisen durch die Einführung eines Universalmietrechts gesetzlich entgegenwirken, das Miethöhen auch für neuere Wohnungen regeln soll. Die Befristung von Wohnverhältnissen sei darin als absolute Ausnahme zu regeln und müsse mit Abschlägen einhergehen. Außerdem müsse die Abschaffung der Maklergebühren für Mieter endlich realisiert werden. „Der Markt kann es nicht, es muss gesetzlich für leistbares Wohnen gesorgt werden“, so Becher abschließend.
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