Gedämpfter Rückgang
2,8 Prozent weniger Arbeitslose

Regional gibt es deutliche Unterschiede. In Wien, Salzburg und Tirol gibt es einen Arbeitslosen-Rückgang. In der Steiermark und Oberösterreich Zunahmen.

ÖSTERREICH. Ende November gab es in Österreich um 2,8 Prozent (-7.784 Personen) weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Gegen Ende des Monats waren 365.926 Menschen ohne Job. Davon waren laut dem Arbeitsmarktservice (AMS) 299.527 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Damit sei weiterhin ein, wenn auch gedämpfter, Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, heißt es aus dem Sozialministerium.

In AMS Schulung befinden sich aktuell 66.399 Personen. Das ist ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber Ende November 2018. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 7,3 Prozent. Auch das ist ein Rückgang von 0,3 Prozent-Punkten gegenüber dem November 2018. Im Vergleich der Arbeitslosenquoten unter den EU 28 liegt Österreich derzeit auf dem zwölften Platz.

Steigende Arbeitslosigkeit in der Steiermark und in Oberösterreich

Regional hingegen gibt es deutliche Unterschiede. So verzeichnet die Steiermark mit einem Plus von 2,4 Prozent eine steigende Arbeitslosigkeit. Ebenfalls steigende Zahlen zeigen sich in Oberösterreich (+1,9 Prozent). Das oberösterreichische Schärding verzeichnet hingegen die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 17 Jahren. Die übrigen Bundesländer, allen voran Salzburg (-6,3 Prozent), Tirol (-5,2 Prozent) und Wien (-5,1 Prozent) verzeichnen weiterhin sinkende Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfreulich ist in Tirol ein Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit und der Arbeitslosigkeit von Personen 50+.

Auch in Kärnten gibt es einen positiven Trend am Arbeitsmarkt mit einem Minus von 2 Prozent bei den Arbeitslosenzahlen. Im Burgenland (-1,4 Prozent), Niederösterreich (-1,2 Prozent) und Vorarlberg (-0,7 Prozent) ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum November 2018 ebenfalls unterdurchschnittlich zurück.

Frauenarbeitslosigkeit sinkt stärker

Bei den Frauen fiel laut AMS die Entlastung mit einem Rückgang um 3,1 Prozent auf 138.880 deutlicher aus als bei Männern mit minus 2,0 Prozent auf 160.647. Langzeitarbeitslose verzeichnen mit einem Minus von 1,1 Prozent so wie Ausländer (-0,8 Prozent) Ende November ebenfalls sinkende Arbeitslosigkeit. Schwer haben es nach wie vor Ältere Menschen (+0,9 Prozent), Menschen mit Behinderungen (+2,5 Prozent) sowie Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+4,3 Prozent). Sie weisen im Vergleich zum Vorjahr steigende Arbeitslosigkeit auf.

Unterschiede in den Branchen

Nach Branchen betrachtet gab es die stärksten Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen am Bau und im Tourismus. In der Baubranche gab es einen Rückgang von 7,2 Prozent auf 18.448 Personen. Im Tourismus sank die Arbeitslosigkeit um 3,7 Prozent auf 49,403 Personen.

Positiv entwickelten sich im Vorjahresvergleich aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen (-2,5 Prozent) sowie der Handel ( -2,3 Prozent). In der Arbeitskräfteüberlassung gab es ein Minus von 1,2 und damit im Vergleich einen geringeren Rückgang. In der Warenproduktion steigt die Arbeitslosigkeit das zweite Monat in Folge (+2,1 Prozent im Vergleich zum November 2018).

Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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